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Schwarzschillernder Kohlapfel

Apfel · Malus domestica Archiv 08987pbs30 ↗ Verlauf

Der 1883 bekannt gewordene Schwarzschillernde Kohlapfel ist ein Apfel für extensive Pflege, für späte Lagen und für das Auge: Seine Früchte sind intensiv bläulich-lila bereift, der Baum lässt sich im Anbau und Schnitt extensiv führen und blüht so spät, dass er dem Spätfrost entgeht. Nachteilig sind der spät einsetzende Ertrag und die Triploidie – der starkwüchsige, großfrüchtige Baum kann keine anderen Sorten befruchten. Die Ernte fällt von Ende Oktober bis Ende November, die Genussreife reicht von Dezember bis April.

Seit
1883
Wüchsigkeit
stark
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Ende Oktober – Ende November (10E-11E)
Blüte
spät
Genussreife
Anfang Dezember – Ende April (12A-04E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Wirtschaftsobst

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der 'Schwarzschillernde Kohlapfel' ist ein stark wachsender Apfelbaum, dessen Bäume sehr alt werden können. Die Sorte gilt als äußerst anspruchslos gegenüber Boden und Klima und lässt sich in Anbau, Schnitt und Pflege extensiv führen; sie ist allgemein anbaufähig und gedeiht noch in höheren, windgeschützten Lagen. Ihr Laub fällt durch auffallende Gesundheit auf; die Sorte gilt als schorffest und unempfindlich. Sie blüht spät, die Blüte gilt als unempfindlich; die Sorte ist triploid und kann andere Sorten daher nicht befruchten. Der Ertrag setzt spät ein, liegt mittelhoch und wechselt von Jahr zu Jahr.

Das feinzellige, saftige Fruchtfleisch ist wenig gewürzt; bei geringem Zuckergehalt tritt die Säure deutlich hervor, der Gesamteindruck ist ein schwach weiniger Geschmack. Geerntet wird je nach Quelle Ende Oktober bis November; ab Dezember ist die Frucht genussreif und hält sich im Naturlager bis April, ohne wesentlich zu welken. Hauptverwendung ist der Wirtschaftsapfel, besonders das Keltern zu Most; für den Frischverzehr eignet sich die Sorte nur eingeschränkt, als Wirtschaftsapfel wird sie mit „sehr gut“ bewertet.

Die Früchte sind klein bis mittelgroß und meist kugelig-flachrund; die historische Beschreibung gibt rund 60:50–54 Millimeter und eine eiförmige, stielbauchige Gestalt an. Die hell gelbgrüne bis hellgelbe Grundfarbe ist fast vollständig von einer dunklen violettroten bis purpurroten Deckfarbe bedeckt, dazu treten undeutliche Streifen; die glatte Schale ist bereift, der Duft schwach. Der meist geschlossene Kelch sitzt in einer tiefen Grube, der kurze, holzig-dünne Stiel in einer tiefen, strahlig berosteten Stielhöhle. Das kleine Kernhaus ist geschlossen und enthält sehr wenige Kerne, das Fruchtfleisch ist fast weiß. Bereits im 19. Jahrhundert wurde die Sorte unter den Streiflingen geführt und als Mostapfel von Anfang Dezember bis April beschrieben (Engelbrecht, Deutschlands Apfelsorten). Es handelt sich um eine sehr alte Lokalsorte der Vorderpfalz unbekannter Abstammung; ihr Verbreitungsgebiet lag in Vorderpfalz, Südpfalz, an der Weinstraße und im Haardtgebiet, heute gilt sie als selten bzw. lokal verbreitet. Die Deutsche Genbank Obst nennt 1883 als Jahr der Ersterwähnung. Synonyme sind 'Badischer Brauner', 'Kohlapfel' und 'Schmiedapfel'. Die Darstellung stützt sich vor allem auf das Genbank-Passport der Deutschen Genbank Obst, den Steckbrief von naturschutz-zum-mitmachen.de, die literaturgestützte Merkmalseite von obstgarten.biz sowie die historische Beschreibung nach Engelbrecht.

Quellen: Deutsche Genbank Obst – Sortenpass 'Schwarzschillernder Kohlapfel' · Naturschutz zum Mitmachen – Schwarzschillernder Kohlapfel · Obstsortendatenbank (BUND Lemgo) – Historische Beschreibung nach Engelbrecht (PDF) · NaturaDB – Apfel 'Schwarzschillernder Kohlapfel' · pomologie.at – Schwarzschillernder Kohlapfel · BUND Lemgo – Rosenthal: Zusätze und Berichtigungen zu Lauches Ergänzungsband (1886) · BUND Lemgo – Mas, Alphonse: Pomologie Générale, Tome IX (Paris 1883)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-09-01). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

In der Literatur

Sehr starkwüchsiger, etwas breitkroniger Baum, robust, langlebig, ertragreich, Früchte am Baum attraktiv gefärbt (intensiv bläulich-lila bereift), beim Lagern sehr dunkel werd