Birne · Pyrus communis Archiv 1va0dwe158 ↗ Verlauf
Herzogin Elsa ist eine alte Birnensorte aus Cannstatt bei Stuttgart, die seit 1879 bekannt ist. Der starkwüchsig und windfest wachsende Baum gilt als für Extremlagen geeignet, braucht jedoch einen jährlichen Schnitt zur kontinuierlichen Trieberneuerung, um vorzeitiges Vergreisen zu vermeiden. Als diploide Sorte eignet sie sich zudem als Befruchter. Gegen die Sorte spricht ihre kurze Lebensdauer: Nach starker Jugendwuchs erschöpft sich der Baum bald durch den hohen Fruchtertrag. Geerntet wird von Mitte September bis Anfang Oktober; die genussreife Frucht steht den Angaben zufolge von Anfang September bis Ende Oktober bereit.
Tafelobst Mostobst Dörrobst Brennobst
Synonyme: Duchesse Elsa, Elsa
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| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Art | Koordinaten |
|---|---|---|---|
| 12467557435 | Herzogin Elsa | Pyrus communis | 48.72292, 9.13814 |
OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.
Der Baum wächst in der Jugend stark, später mittelstark und erschöpft sich durch den hohen Fruchtertrag, sodass er am Ende mittelgroße, breitpyramidale Kronen bildet. Er wächst relativ steil und bildet reichlich kurzes Fruchtholz; die steilen Triebe müssen durch Herunterbinden, Abspreizen oder Schnitt korrigiert werden. Die Sorte gilt als langlebig und wenig anspruchsvoll. Sie ist sehr widerstandsfähig gegen Schorf und Gitterrost, wenig frost- und witterungsanfällig, jedoch stark anfällig für Feuerbrand. Auf nassen Böden oder in feuchten Lagen wird sie schorfanfällig, auf zu trockenem Boden versagt sie. Herzogin Elsa gedeiht auch in weniger guten, rauen Lagen und ist für Höhenlagen bis etwa 350 m geeignet; beste Qualität erzielt sie auf nährstoffreichen Böden in warmen, geschützten Lagen. Trockene und heiße Sommer verträgt sie sehr gut. Der Ertrag setzt früh ein, ist hoch und regelmäßig. Die Blütezeit liegt mittelfrüh (Anfang April bis Anfang Mai); die Sorte ist diploid und ein guter Pollenspender (z. B. für Williams, Supertrevoux). Sie eignet sich für Hochstamm, Streuobst, Formbaum und Hausgarten gleichermaßen.
Die Frucht schmeckt saftreich, angenehm süß und fein gewürzt mit sortentypischem Aroma; aus guten Lagen ist das Fruchtfleisch schmelzend, aus minderen Lagen kann es körnig bleiben. Sie ist eine Tafelbirne, eignet sich aber auch für Mus, Saft, Most, Einmachen und Dörren. Die Pflückreife liegt ab Mitte September bis Anfang Oktober; etwa fünf Tage vor der Baumreife ernten, da die Früchte schnell teigig werden. Die Genussreife reicht von September bis Oktober. Die Lagerfähigkeit ist mit maximal zwei Wochen gering; die Früchte sollten bald verzehrt oder verarbeitet werden.
Die mittelgroße bis große Frucht ist birnen- bis kegelförmig, kelchbauchig und verjüngt sich stielwärts spät und nur schwach. Die Schale hat eine gelbgrüne Grundfarbe, ist durch starke zimtbraune bis graue Berostung rau und kann sonnenseits eine rotbraune Deckfarbe zeigen. Der Stiel geht aus einem Wulst hervor, ist bis 3,5 cm lang, holzig und am Ende knopfig verdickt. Das weißliche Fruchtfleisch ist sehr saftig und wird schmelzend. Die Sorte wurde 1879 von Hofgärtner Johann Baptist Müller auf Schloss Wilhelma in Cannstatt bei Stuttgart als Zufallssämling entdeckt und ab 1885 durch das Pomologische Institut Reutlingen verbreitet. Benannt ist sie nach Herzogin Elsa von Württemberg (1876–1936). Der LOGL Baden-Württemberg zeichnete sie 2011 als Streuobstsorte des Jahres aus. (Nach Jan Bade/Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt, OGV Leutenbach, „Nach der Arbeit“ sowie WUR Speccol.)
Quellen: Herzogin Elsa · Herzogin Elsa – Lehrgarten OGV Leutenbach · Herzogin Elsa – WUR Speccol Fruitteelt · Elsa (Herzogin Elsa) – Bergischer Streuobstwiesenverein · Herzogin Elsa – Nach der Arbeit (PDF) · Herzogin Elsa – Wikipedia
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
sehr starkwüchsig, sehr schmackhafte Früchte. Scheint etwas schorfanfällig (Laura Giesler)
Auch bei: Wikipedia (de)
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