Apfel · Malus domestica
Wirtschaftsobst
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Der Baum des 'Förster Sauer' wächst anfangs mittelstark und lässt mit dem früh einsetzenden Ertrag im Wachstum nach; damit bleibt er insgesamt eher schwachwüchsig und braucht regelmäßige Schnittpflege, um dem vorzeitigen Vergreisen entgegenzuwirken. Gesundheitlich gilt die Sorte als robust gegenüber Obstbaumkrebs und Mehltau und nur gering anfällig gegenüber Schorf. Der Ertrag ist hoch und regelmäßig, in starken Ertragsjahren oder bei unterlassenem Schnitt neigen die Bäume zu Kleinfrüchtigkeit. Das Laub ist klein bis mittelgroß. Die Blüte erscheint früh, vor den meisten anderen Apfelsorten, und ist unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen; die Sorte ist ein guter Befruchter für andere Apfelsorten. Für hochstämmige Obstwiesen kommt 'Förster Sauer' wegen des eher schwächeren Wachstums nur in Betracht, wenn regelmäßige Schnittpflege gewährleistet ist; empfohlen wird sie vor allem für Haus- und Kleingarten. Zu Ansprüchen an Boden, Klima und Höhenlage sowie zur Lebensdauer liegen in den ausgewerteten Quellen keine Angaben vor. (Hinweis: Die im obstdoc-Datensatz geführte "mittelfrühe" Blüte weicht von der bei Bannier beschriebenen frühen Blüte ab; die Rhein. Monatsschrift von 1925 machte zu Blüte- und Reifezeit ohnehin abweichende Angaben.)
Geschmacklich ist das Fruchtfleisch erfrischend süß-säuerlich, ohne ausgeprägtes Aroma; ein regionaler Streuobst-Sortenüberblick beschreibt den Apfel trotz des Namens als süßlich schmeckend. Als Tafelapfel zum Frischverzehr reicht die Sorte nicht an das Aroma heutiger Tafeläpfel heran, sie gilt aber als guter Wirtschaftsapfel für Küche und Verwertung. Pflückreif ist sie etwa Ende August, zusammen mit 'James Grieve' oder 'Gravensteiner'; genussreif bleiben die Früchte bis Mitte September, bis Anfang Oktober sollten sie verbraucht sein. Die Früchte sind weich bis mittelfest und druckempfindlich, also nicht lange lagerfähig.
Die Frucht ist mittelgroß, rundlich bis hochrundlich oder abgerundet kegelförmig, zum Kelch etwas verjüngt, im Querschnitt fast rund. Die Grundfarbe ist bei Genussreife hellgelb bis gelb, die Deckfarbe dunkel- bis feuerrot, verwaschen streifig bis flächig über fast die ganze Frucht, in der Überreife blutrot nachfärbend; die Schale ist glatt, glänzend, trocken, gelagert fettig, mit kleinen hellen Schalenpunkten. Die Kelchgrube ist flach bis mitteltief, mittelweit, faltig und unberostet, der Kelch klein und geschlossen; die Stielgrube ist eng, mitteltief und fein hellbraun strahlig berostet, der Stiel mittellang, dünn und aus der Grube herausragend. Das Fruchtfleisch ist gelblich-weiß, weich und mittelfeinzellig mit mittlerem Saftgehalt. Als Verwechsler werden 'James Grieve' und 'Roter James Grieve' genannt. Zur Herkunft heißt es in der "Rhein. Monatsschrift für Obst-, Gemüse- und Gartenbau" vom Februar 1925, die Sorte sei in Monheim am Rhein ziemlich verbreitet und von einem in den "Graf Nesselrodeschen" Forsten angestellten Förster Sauer aus dem Kern gezogen worden. Nach Angaben des früheren Obstbauberaters Rudolf Schörmann wurde sie bis in die 1960er Jahre in den Erwerbsobstplantagen des Betriebs Heinrich Rauen in Monheim angebaut, wohin sie schon zu Beginn des Jahrhunderts gelangt sein soll; auf Hochstämmen der Obstwiesen war sie kaum verbreitet und ist im Streuobst heute so gut wie verschwunden. Erhalten wurde sie über Reiser, die ein Mitarbeiter des Betriebs vor der Rodung schnitt und in Burscheid-Dierath veredelte; über die sortenechte Überlieferung bestehen wegen der abweichenden Angaben von 1925 Unklarheiten. Die Sorte wird als vom Aussterben bedroht eingestuft und u. a. auf der Musterobstwiese der Biologischen Station Haus Bürgel gezeigt. Beschreibung nach H.-J. Bannier im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt bzw. dem LVR-Handbuch "Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland" (2010).
Quellen: Förster Sauer – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Sortenportraits Pomologen-Verein (Erhalternetzwerk) – Apfelliste · Regionale Obstsorten im Rheinland – Flyer Förster Sauer (LVR) · Publikationen – Biologische Stationen Rheinland (LVR) · Biostation Haus Bürgel – Netzwerk Streuobstwiesenschutz
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-27). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Der Baum des Förster Sauer wächst anfangs mittelstark. Mit dem früh einsetzenden Fruchtertrag lässt das Wachstum nach und es ist eine regelmäßige Schnittpflege nötig, um dem vorzeitigen Vergreisen entgegen zu wirken. Die Sorte ist robust gegenüber Obstbaumkrebs und Mehltau sowie nur gering anfällig gegenüber Schorf. Der Ertrag ist hoch und regelmäßig. In starken Ertragsjahren oder bei unterlassenem Baumschnitt neigt die Sorte zu Kleinfrüchtigkeit. Die Blüte des Förster Sauer zeitigt im Frühjahr früh vor den meisten anderen Apfelsorten und ist unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen. Die Sorte ist ein guter Befruchter für andere Apfelsorten. Das Laub ist klein bis mittelgroß. (Hans-Joachim Bannier)
| Baum | treedoc-ID | Bongert | Position | Pflanzjahr | Karte |
|---|---|---|---|---|---|
| 135 | r2abBTv | Streuobstplantage Gartenfeld | 2025 | Karte |
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