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Schievelsbeer

Birne · Pyrus communis Archiv 2vbjv2w730 ↗ Verlauf

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Schievelsbeer ist eine Birnensorte aus dem Kreis Heinsberg im Rheinland und gehört dort zu den sogenannten Krautbirnen, den mit der lebendigen lokalen Tradition der Herstellung von Birnenkraut verbundenen Wirtschaftsbirnen. Bei diesen Birnen ging es nach dem LVR-Handbuch vor allem um die Masse der Früchte und nicht um die Qualität als Tafelbirne; sie wurden meist zum Kochen des Birnenkrauts verwendet. Wie der Langbroicher Gärtnermeister Theo Jansen berichtete, hatten solche masseliefernden Birnen auch einen guten Absatz über Obsthändler: Die Birnen wurden „auf dem Baum gekauft“, von Pflückkolonnen im Auftrag der Händler geerntet, in der Wiese gewogen und zu den Großmärkten gefahren.

Die genaue Herkunft ist nach dem Handbuch unklar; es führt die Schievelsbeer als Beispiel für die Krautbirnen des Kreises Heinsberg an, die teils aus Zufallssämlingen entstanden und lokal weitervermehrt wurden, teils aus den benachbarten Niederlanden eingewandert sein dürften oder aus Frankreich und Belgien stammen, im 18. Jahrhundert die Zentren der Birnenzüchtung. In Baumschulen sind diese Sorten schon seit Jahrzehnten nicht mehr erhältlich; dass einzelne Bäume nach dem Zweiten Weltkrieg überhaupt noch herangezogen und unter die Leute gebracht wurden, ist Obstliebhabern wie dem Gärtnermeister Jansen zu verdanken. Wie die übrigen Kraut- und Dörrbirnen ist auch die Schievelsbeer durch die veränderten Lebensgewohnheiten und den weitgehenden Verzicht auf Selbstversorgung aus dem Anbau weitgehend verschwunden oder vom Verschwinden bedroht. Die Beschreibung beruht auf dem Kapitel „Die Krautbirnen des Kreises Heinsberg“ von Hans-Joachim Bannier im LVR-Handbuch „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt!“ (2., stark erweiterte Auflage, Köln 2017).

Quellen: H.-J. Bannier u. a.: Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt! 2. Aufl., Köln 2017 · Obstsortenliste – LVR-Netzwerk Kulturlandschaft: „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt!“ (2. Aufl. Köln 2017)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3-flash + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-10-02). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.