Birne · Pyrus communis Archiv 3w28qct3kr ↗ Verlauf
Die Blutbirne ist eine Birnensorte, die sich für Streuobstflächen eignet und dabei auch in höheren Lagen zurechtkommt. Damit kommt sie für Standorte in Betracht, an denen andere Birnen an ihre Grenzen stoßen.
Tafelobst Wirtschaftsobst Dörrobst
Synonyme: Die Blut Birn, Granat-Birne, Sanguinole, Sommer-Blut-Birne
Web-Suche: Wikipedia · Ecosia · DuckDuckGo · Mojeek
Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.
Keine zusätzlichen OSM-Bäume dieser Sorte im Suchradius.
Die Blutbirne bildet wenig anspruchsvolle, breit anbaufähige Bäume mit pyramidal aufgebauter Krone und hängenden Ästen. Das Illustrirte Handbuch der Obstkunde gibt nach Diel an, dass der Baum sehr stark wächst, groß wird, fruchtbar ist und gerne Hängeäste macht. Die Bäume tragen sehr früh und bringen hohe Ernten. Die Sorte eignet sich auch in höheren Lagen für Streuobstflächen und wird von FRUCTUS als höhenlagentauglich eingestuft. Als Krankheitsanfälligkeit ist eine starke Empfindlichkeit gegenüber Feuerbrand dokumentiert.
Die Früchte reifen Mitte August bis Anfang September. Ihr Fleisch schmeckt angenehm süß, aber wenig aromatisch; Diel beschrieb einen sehr reinen, süßen, rosenartigen Geschmack. Die Birnen sind kaum lagerfähig und werden schnell teigig, im Kühllager halten sie bis September. Sie dienen dem Frischverzehr und eignen sich zum Dörren und als Kompottobst; die historische Beschreibung hält sie zum Kochen und Trocknen für besser geeignet als zum Roherzeugnis und stellt fest, dass die Sorte nur der Merkwürdigkeit wegen gepflanzt wurde.
Die Frucht ist klein und kugelförmig, die Grundfarbe der Schale hellgrün bis dunkelgrün mit einer sonnenseits trüb rot verwaschenen Deckfarbe; der offene Kelch steht in flacher Einsenkung, der mäßig starke, grüngelbliche Stiel ist berostet. Das etwas grobkörnige Fruchtfleisch ist rötlich marmoriert bis rosenrot, um das Kernhaus carminrot, von süßem Geschmack und arm an Gerbstoff. Die Sorte stammt vermutlich aus Frankreich, wo sie 1675 beschrieben wurde; in Deutschland ist sie seit 1684 nachgewiesen. Ihre rot marmorierte Frucht macht sie zu einer pomologischen Besonderheit bzw. Kuriosität. Heute ist sie in der Deutschen Genbank Obst erhalten und in der Gesamtliste des Bundessortenamtes (Erhalt biologischer Vielfalt, Laufzeit bis 2046) geführt. Grundlagen dieser Beschreibung sind neben dem Wikipedia-Artikel und dem DGO-Passport vor allem das FRUCTUS-Sortenporträt und die historische Darstellung im Illustrirten Handbuch der Obstkunde (Nr. 359, nach Duhamel/Diel); Abbildungen erschienen u. a. bei Sickler und in den Pomologischen Monatsheften, Hartmanns Farbatlas Alte Obstsorten behandelt die Sorte ebenfalls.
Quellen: Blut-Birne – Wikipedia · Passport / Sorte Blutbirne – Deutsche Genbank Obst · Sommerblutbirne – FRUCTUS Sortensteckbrief · Blutbirne – Sortenporträt Obstsortendatenbank BUND-Lemgo · Die Sommer-Blutbirne – Illustrirtes Handbuch der Obstkunde (Textquelle, BUND-Lemgo) · Gesamtliste der Obstsorten – Birne (Bundessortenamt)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Sie eignen sich auch in höheren Lagen für Streuobstflächen. War im Bergischen Land verbreitet.
Wird riesig (HPB).
Auch bei: Wikipedia (de)
Gefunden über das Wikidata-Objekt und die Wikipedia-Artikel. Die Bilder liegen bei Wikimedia Commons; Rechte und Bedingungen stehen auf der jeweiligen Dateiseite.