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Ausbacher Rotapfel

Apfel · Malus domestica Archiv 412mfd2s34 ↗ Verlauf

Herkunft
Ausbach bei Bad Hersfeld, Gemeinde Hohenroda, hessische Rhön
Seit
1870
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
aufrecht später breit werdend
Ernte
Anfang Oktober – Ende Oktober (10A-10E)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
Anfang Oktober – Ende Dezember (10A-12E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Ausbacher Rotapfel ist ein stark wachsender Apfel mit großen, zunächst aufrechten und später breiter werdenden Kronen, der für den Streuobstanbau geeignet ist. Er gilt als robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen und stellt geringe Ansprüche an den Boden, der auch flachgründig sein darf; auch zugige Höhenlagen, feuchte Tallagen und andere Extremlagen stehen ihm gut an. Die mittelfrühe Blüte verläuft schnell und ist wenig empfindlich; die Sorte ist triploid und damit ein schlechter Pollenspender. Der Ertrag setzt mittelspät bis spät ein, fällt dann reich und fast regelmäßig aus — Mißernten sind sehr selten, die Alternanzneigung gering. Der Baum gilt als sturmfest; die kurzgestielten Früchte hängen allerdings traubig und drücken sich dadurch teils vorzeitig ab.

Die Frucht schmeckt schwach säuerlich, mit festem, mäßig saftigem Fleisch und ohne hervortretendes Aroma; geführt wird sie als sehr guter Wirtschafts- und Mostapfel. In der Rhön ist die Mostsorte so beliebt, dass eine Kelterei nach ihr benannt wurde; daneben ist sie auch zum Backen nutzbar. Geerntet wird je nach Standort ab Anfang Oktober, genussreif ist die Frucht von Oktober bis Dezember. Als Dauersorte ist sie sehr gut haltbar: Im kühlen Naturlager bleibt sie bis zu sieben Monate (bis Ende April/Mai), wird gegen Lagerende aber mehlig.

Die Früchte sind mittelgroß bis sehr groß und unterschiedlich geformt. Der halboffene Kelch sitzt in einer flachen, faltigen Kelchgrube, der kurze Stiel in tiefer, enger Stielgrube. Die feste bis harte, glatte, trockene Schale zeigt kleine helle Schalenpunkte und ist zur Reife zitronengelb mit flächiger leuchtend roter bis blutroter Deckfarbe; das Fruchtfleisch ist weißlichgelb bis cremefarben. Die Sorte ist eine alte Regionalsorte der hessischen Rhön aus Ausbach bei Bad Hersfeld (Gemeinde Hohenroda), wo sie Ende des 18. Jahrhunderts schon länger bekannt gewesen sein soll; die Deutsche Genbank Obst gibt als Erstnennung 1870 an, die Abstammung ist unbekannt. Verbreitungsschwerpunkte sind Nordrhön, Kuppenrhön sowie die hessische und thüringische Rhön; heute gilt die Sorte als selten bis lokal verbreitet und war „Rhöner Streuobstapfel des Jahres 2002". Historische Abbildungen liegen u. a. aus Müller-Diemitz' „Deutschlands Obstsorten" vor. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem Sortenporträt des Streuobstportals Bayern (LWG), dem Passport der Deutschen Genbank Obst und der Merkmaldatenbank obstgarten.biz (nach Hartmann/Fritz und Kahl).

Quellen: Passport / Sorte Ausbacher Roter – Deutsche Genbank Obst

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3-flash + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-09-03). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.