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Triumph von Vienne

Birne · Pyrus communis

Herkunft
Frankreich, Dauphiné (Vienne)
Seit
1874
Wüchsigkeit
schwach bis mittel
Wuchsform
breitpyramidal
Ernte
Anfang September – Mitte September (09A-09C)
Blüte
spät
Genussreife
15. September – 10. Oktober (09C-10A)
Wikidata
Q136417924

Tafelobst Einkochen Kompott

Synonyme: Triomphe de Vienne, Triumph aus Vienne

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum der Birne 'Triumph von Vienne' (auch 'Triumph aus Vienne', frz. 'Triomphe de Vienne') wächst anfangs mittelstark mit steil aufrechten Gerüstästen und zunächst spindelartiger, schmaler Krone; durch den früh und reich einsetzenden Ertrag baut sich die Krone später breitpyramidal aus, die Wuchsstärke lässt im Alter deutlich nach (schwacher Wuchs im Alter). Damit bleibt der Baum eher mittelgroß und wird vor allem für Halb- und Niederstamm, Spalier und kleinere Kronenformen empfohlen; für Hochstamm bzw. Streuobst nur eingeschränkt und dann in windstillen Lagen, weil die schweren Früchte leicht abfallen. Die Sorte gilt als wenig schorfanfällig; in ungünstigen Lagen können in einzelnen Jahren Holz- und Blütenfrostschäden auftreten, und die Blüte wird als etwas spätfrostempfindlich, aber als guter Pollenspender beschrieben. Sie verlangt Wärme und windgeschützte Standorte; günstige, geschützte Höhenlagen verträgt sie noch, wobei eine Quelle den Anbau bis in Mittelgebirgslagen um 350 m empfiehlt, andere von gutem Gedeihen in günstigen Lagen bis etwa 600 m sprechen. An den Boden ist sie nicht sehr anspruchsvoll, für schöne, marktfähige Früchte braucht sie jedoch guten, offenen Birnenboden, ausreichende Düngung und auf leichten Böden gleichmäßige Nährstoff- und Wasserversorgung. Der Ertrag setzt früh ein und ist hoch bis in den meisten Lagen sehr reich, neigt aber zur Alternanz. Auf Quittenunterlage gedeiht sie, erschöpft sich dort aber bald.

Geschmacklich ist 'Triumph von Vienne' eine gute Tafelbirne: das Fleisch ist saftig und schmelzend, süß mit schwacher Weinsäure und würzigem Aroma; verwendet wird sie als Tafelobst sowie für Kompott und zum Einkochen. Die Pflückreife liegt Anfang bis Mitte September, wobei wegen der geringen Windfestigkeit schon kurz vor der Baumreife geerntet werden soll; die Genussreife folgt von Mitte September bis Anfang Oktober. Im Naturlager hält sie nur 2–3 Wochen und sollte mit laufenden Reifekontrollen im Freilager, nicht eingekellert, aufbewahrt werden; im Kühllager sind 2–3 Monate möglich. Sie reift zeitlich zwischen 'Williams Christbirne' und 'Gellerts Butterbirne'.

Pomologisch ist die Frucht groß bis sehr groß (etwa 150–220 g), langbirnen- bis langflaschenförmig, kelchwärts gleichmäßig gerundet und stielwärts einseitig schwach eingezogen; der Kelch ist halb offen mit kurzen, schmalen, aufrecht stehenden Blättchen in flacher, enger, leicht beuliger Einsenkung. Die Schale ist hellgelb bis grünlichgelb, ohne Deckfarbe, typisch netzartig bis flächig berostet und rau; der Stiel ist 3–5 cm lang, holzig und oft leicht gebogen. Das Fruchtfleisch ist grünlichgelb bis cremefarben, feinkörnig, schmelzend und sehr saftig. Zur Herkunft wird angegeben, die Sorte sei 1864 vom Gärtner Jean Colland bei Vienne in der Dauphiné (Frankreich) gefunden und nach Auszeichnungen in Lyon 1872/1873 im Jahr 1874 von den Baumschulen Blanchet & Morel in den Handel gebracht worden; andere Quellen bezeichnen die genaue Herkunft als unsicher und nennen 1881 als erste Beschreibung in Deutschland. Historische Literatur zur Sorte findet sich u. a. bei Gaucher (Pomologie des praktischen Obstbaumzüchters, 1894), in "Deutschlands Obstsorten" (Müller-Diemitz/Bissmann u. a.), bei Schaal, in den "Nederlandsche Fruitsorten" sowie als Farbtafel der Wochenzeitung "Nach der Arbeit"; ein neueres Sortenportrait verfasste Jan Bade 2015 für den Pomologen-Verein (obstsortenerhalt.de), wo auch Edelreiser mehrerer Erhalter angeboten werden. Die Beschreibung folgt im Wesentlichen dem Sortenporträt von Jan Bade (Bergischer Streuobstwiesenverein) und der historischen Farbtafel-Beschreibung in der Obstsortendatenbank des BUND Lemgo, ergänzt um Angaben zu Herkunft und Frucht aus Baumschulporträts.

Quellen: Triumph von Vienne – Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. (Jan Bade) · Triumph aus Vienne – Obstsortendatenbank BUND Lemgo · Triumph von Vienne – Farbtafel 'Nach der Arbeit' (PDF, Obstsortendatenbank BUND Lemgo) · Triumph aus Vienne – Südflora (Baumschule) · Herbstbirne Triumph von Vienne – pflanzmich.de (geringe Verlässlichkeit) · Birnbaum Triumph von Vienne – biobaumversand.de (geringe Verlässlichkeit) · Birne 'Triumph aus Vienne' – NaturaDB (geringe Verlässlichkeit)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-26). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Befruchtungsverhältnisse: Guter Pollenspender, mittelfrüh blühend.

Eigenschaften des Baumes: Der Baum wächst kräftig, in der Jugend stark, erst aufrecht, später mehr in die Breit. Das Fruchtholz ist ziemlich kurz, die hellgrünen Blätter sind gesund und schädlingsfrei, für Schorf ganz unempfänglich. Die Fruchtbarkeit setzt früh ein und ist in den meisten Lagen sehr reich. Die Sorte gedeiht auch auf Quitte, erschöpft sich aber auf dieser sehr bald. Geeignet für Halb- und Niederstamm, für Spaliere und kleinere Formen. Für Hochstamm nur in windstillen Lagen zu verwenden, da die schweren Früchte leicht fallen. An den Boden nicht sehr anspruchsvoll; weil aber nur besonders schöne Früchte hohen Wert haben, pflanze man den Baum nur auf gutem, offenem Birnenboden und spare auch mit der Düngung nicht. Günstige, geschützte Höhenlagen verträgt der Baum noch gut. Auch zum Umpfropfen ist diese Sorte geeignet. Eignung der Frucht: Bei guter Kultur, lassen sich ganz gleichmäßig große Früchte hervorbringen, die auf den Markt als Tafelfrüchte ersten Ranges gute Preise erzielen. Diese Sorte wird aus Südtirol auf alle mitteleuropäischen Märkte gebracht. Gute Eigenschaften: Wenn die Kulturansprüche dieser Sorte berücksichtigt werden und man dabei auf Erzielung großer Früchte hinarbeitet, werden sich nur gute Eigenschaften einstellen. Im Kleingarten vorzüglich geeignet. Schlechte Eigenschaften: Die geringe Windfestigkeit und die schnelle Lagerreife

In der Literatur

Gesund, wenig Ertrag, blüht oft (zu) früh (Laura Giesler)

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
134 ckeC0Mq Streuobstplantage Gartenfeld 2025 Karte

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OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
10679151721 Triomphe de Vienne Pyrus communis 49.63814, 5.83928

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