obstdoc / Gelbe Sächsische Renette
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Gelbe Sächsische Renette

Apfel · Malus domestica Archiv 54mnv2shr0 ↗ Verlauf

Herkunft
Meißen
Seit
1800
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Anfang Oktober – Ende Oktober (10A-10E)
Genussreife
Anfang November – Ende Januar (11A-01E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Gelbe Sächsische Renette trägt ihre Erträge erst spät – bei Hochstämmen nach zehn bis fünfzehn Jahren – und neigt zu Alternanz, die Erträge fallen jedoch gut aus. Nach der Evaluierung der Deutschen Genbank Obst ist die Schorfanfälligkeit am Blatt stark, an der Frucht schwach, der Mehltaubefall mittel. Ansonsten ist die Sorte für alle Böden geeignet und bleibt auch in hohen Lagen fruchtbar, sofern sie geschützt steht.

Das gelblich, fein und saftig werdende Fruchtfleisch schmeckt mild säuerlich und würzig. Die Sorte eignet sich als Tafel- und Mostapfel und wurde historisch als einer der besten Wirtschaftsäpfel vor allem für die Zubereitung von Apfelmus geschätzt. Die Erntereife liegt im Oktober, die Genussreife zwischen November und Januar (nach anderen Angaben Dezember bis März); die Früchte zeichnen sich durch gute Haltbarkeit aus und beherrschten in Sachsen vom Weihnachtsfest bis ins späte Frühjahr den Apfelmarkt.

Die mittelgroße, meist kugelförmige, teils hochgebaute Frucht hat eine glänzende, zitronengelbe Schale, die vereinzelt rötliche Färbungen aufweisen kann. Die Sorte stammt aus dem Raum Meißen; die ersten Aufzeichnungen datieren um 1800, damals unter dem Namen „Zitronenapfel“ oder „Meißner Winter-Zitronenapfel“ (abgebildet im „Teutschen Obstgärtner“ 1803). Um Verwechselungen zu vermeiden, wurde sie in den 1880er-Jahren in „Gelbe Sächsische Renette“ umbenannt. 1885 gehörte sie zum Normalobstsortiment des Königreichs Sachsen; nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie aus dem sächsischen Obstsortiment entfernt. 2015 wurde der Bestand auf nur noch 25 Bäume geschätzt; 2016 wurde die Sorte zur „Sächsischen Obstsorte des Jahres“ gekürt und wird seither aus Reisern der Altbäume wieder vermehrt (Stand: Rote Liste gefährdeter Nutzpflanzen). Synonyme: Meißner Winter-Zitronenapfel, Meißner Zitronenapfel, Zitronenapfel. Beschreibung nach der Deutschen Genbank Obst, dem Pomologen-Verein (Landesgruppe Sachsen, Faltblatt 2016) und Theodor Engelbrecht (Deutschlands Apfelsorten, 1889).

Quellen: Gelbe Sächsische Renette – Passbogen (Deutsche Genbank Obst) · Gelbe Sächsische Renette (Wikipedia) · Gelbe Sächsische Renette (Obstsortendatenbank / BUND Lemgo) · Sachsens historische Obstsorten (Oberlausitz-Stiftung, PDF) · Die historischen Apfelsorten der Oberlausitz – Schlitt (Naturfreunde Oberlausitz, PDF)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-09-01). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.