obstdoc / Spanische Glaskirsche
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Spanische Glaskirsche

Sauerkirsche · Prunus cerasus Archiv 58hk8md37c ↗ Verlauf

Wuchsform
klein, licht
Ernte
Ende Juni – Mitte Juli (06E-07C)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte

Tafelobst

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum wächst mittelstark und bildet kleine bis nicht allzu große, lichte Kronen mit teils kleinen Blättern; die Leitäste stehen aufstrebend, die Fruchtäste waagrecht bis nur wenig hängend. Die Ansprüche an Boden und Lage sind insgesamt bescheiden, für besonders gute Erträge werden gute, tiefgründige Böden empfohlen. Die Sorte trägt gut und regelmäßig, der Ertrag setzt alljährlich ein. Nach dem historischen Sortentext ist sie widerstandsfähig gegen Obstmade und Gummifliege. Wie alle Kirschen ist sie selbststeril und benötigt einen gleichzeitig blühenden Befruchter; genauere Untersuchungen zu den Blühverhältnissen liegen nicht vor.

Die Früchte reifen mittelfrüh, je nach Quelle am Ende der zweiten oder in der dritten Kirschwoche. Das mattgelbe, saftreiche Fruchtfleisch gibt einen hellen, nicht färbenden Saft; der Geschmack wird als angenehm säuerlich bis säuerlichsüß-aromatisch beschrieben, wobei die ältere Darstellung den stark sauren Geschmack auch ausdrücklich als Nachteil nennt. Die Sorte gilt als sehr gute Tafelfrucht und eignet sich darüber hinaus für haushälterische Zwecke; beim Lösen der Frucht bleibt der Stein oft am Stiel hängen.

Die Frucht ist groß (10 Früchte wiegen 38–40 g; Höhe 18,5–20,5 mm, Breite 21,5–23 mm), rund und wirkt vom Stiel- und Stempelpunkt her schwach breitgedrückt. Die feine, glänzende Schale ist zunächst hellrot mit schattenseits aufgehellten Flecken, durch die das Fruchtfleisch glasig hindurchscheint (Eindruck einer Marmorierung), und wird in der Vollreife etwas dunkler rotbraun; die Bauchnaht ist meist als rotbrauner Strich erkennbar. Der grüne Stiel ist ziemlich lang (56–65 mm), der Stein rundlich, glatt und ohne Spitzchen. Die Spanische Glaskirsche gehört zur Familie der Glaskirschen innerhalb der Sauerkirschen und wurde als alte Sorte etwa Mitte des 19. Jahrhunderts von den Pomologen Dittrich und Oberdieck verbreitet; der Namenszusatz „Spanische“ wurde früher marktmäßig unrichtig für verschiedene Sauerkirschen gebraucht. Historische Beschreibungen erschienen unter anderem im Illustrierten Handbuch der Obstkunde von Lucas und Oberdieck sowie bei Eduard Lucas (Pomologische Tafeln, 1869); die Sorte wird heute in der Deutschen Genbank Obst geführt. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem Sortenporträt von ARCHE NOAH (Schiltern) und dem Sortentext der Tafelserie „Nach der Arbeit“ in der Obstsortendatenbank des BUND Lemgo.

Quellen: ARCHE NOAH – Sortenporträt Spanische Glaskirsche (PDF) · Obstsortendatenbank (BUND Lemgo) – Sortentext „Nach der Arbeit“, Obsttafel 226 Spanische Glaskirsche (PDF) · Austria-Forum, Heimatlexikon – Spanische Glaskirsche · Deutsche Genbank Obst – Passport „Spanische Glaskirsche“ · Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal – Sorten-Erläuterung „Spanische Glaskirsche“

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

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