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Simonis

Süßkirsche · Prunus avium Archiv 8ca709xg5m ↗ Verlauf

Wüchsigkeit
sehr stark

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Simonis ist eine typische linksrheinische Sorte des Mittleren Rheintals und stellt besondere Ansprüche an den Boden: Nach ihrem Sortenporträt beim Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal gedeiht sie zufriedenstellend nur in tiefgründigen, gut wasser- und nährstoffversorgten Böden. Mit den übrigen traditionellen Mittelrhein-Regionalsorten ist sie an die klimatischen und standörtlichen Verhältnisse des Tals angepasst; das DLR Rheinpfalz führt sie unter den Sorten, die für Hobbygarten und extensiv bewirtschaftete Streuobstwiesen geeignet sind und deren alte Bäume zum Teil seit über 100 Jahren ohne Pflanzenschutzmittel und künstliche Düngung wachsen.

Die Früchte reifen mittelfrüh. Das Welterbe-Porträt zählt die Simonis zu den geschmackvollsten mittelfrühen Sorten überhaupt, das DLR Rheinpfalz beschreibt sie als hoch aromatisch; das weiche Fruchtfleisch schmeckt sehr gut. Sie gilt als Tafelkirsche „allerersten Ranges“. Vermutlich eignet sie sich auch zum Einkochen, und eine Eignung zu Brennzwecken wird stark angenommen. Ihre weiche, druckempfindliche Frucht entspricht nach Auskunft des DLR nicht den Transportansprüchen des heutigen Handels, wesentlich weichfleischige Sorten dieser Art sind daher fast vollständig aus dem Handel verschwunden.

Die Frucht ist eine braunrote, mittelgroße bis große Herzkirsche mit weichem Fruchtfleisch. Die Simonis ist eine wertvolle Lokalsorte der linksrheinischen Region um Brey und Spay am Mittelrhein, kommt aber gelegentlich auch rechtsrheinisch vor; sie war an der Untermosel und im Koblenzer Gebiet verbreitet. Wagner bezeichnete sie bereits 1928 als beste Handelssorte des ausgestellten Sortiments. Neben der ‚Geisepitter‘ ist sie die einzige mittelrheinische Regionalsorte, die Eingang in die pomologische Fachliteratur gefunden hat; beschrieben wird sie unter anderem bei Van Cauwenberghe („De Kersen“ bzw. „Les Cerises“, Brüssel/Vilvorde 1945). 1983 war sie im offiziellen Obstsortiment Rheinland-Pfalz vertreten. Slow Food schlug sie 2021 zusammen mit weiteren traditionellen Mittelrhein-Kirschsorten zur Aufnahme in die Arche des Geschmacks vor; diese Sorten waren zuvor von der Pomologin Dr. Annette Braun-Lüllemann systematisch erfasst worden. Die Beschreibung beruht im Wesentlichen auf dem Sortenporträt des Zweckverbands Welterbe Oberes Mittelrheintal, ergänzt um Angaben des DLR Rheinpfalz und der Slow-Food-Darstellung.

Quellen: Sorten-Erläuterung Simonis – Mittelrhein-Kirschen, Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal · Mittelrheinkirsche – Sorten – Süßkirschen, DLR Rheinpfalz · Traditionelle Kirschsorten aus dem Oberen Mittelrheintal – Slow Food Deutschland, Arche des Geschmacks · Arche des Geschmacks – Traditionelle Kirschsorten aus dem Oberen Mittelrheintal (PDF) · Van Cauwenberghe, Edmond: De Kersen – Monographie Standaardisatie en Cultur (Brüssel 1945), Sortenliste (BUND Lemgo) · Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz: Obstsortiment Rheinland-Pfalz (Mainz 1983), Sortenliste (BUND Lemgo)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

In der Literatur

Braunrote weichfleischige Herzkirsche, geschmacklich eine der besten Sorten, Baum braucht nährstoffreichen, tiefgründigen Boden, Regionalsorte im Raum Brey und Spay, auch rechtsrheinisch (sortenecht im RMG Bonn).

Weblinks