obstdoc / Mirabelle von Metz
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Mirabelle von Metz

Mirabelle · Prunus domestica Archiv 8kfs1wvbx0 ↗ Verlauf

Herkunft
Metz, Lothringen (Frankreich)
Seit
1670
Wüchsigkeit
schwach
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Mitte August – Ende August (08C-08E)
Wikidata
Q1565579
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte

Synonyme: Metzer Mirabelle, Oktobermirabelle, Späte Mirabelle

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Mirabelle von Metz bildet einen kleinen, eher schwach wachsenden Baum mit dichter, etwas „unordentlicher" Krone; der historische Sortentext von um 1930 und Wikipedia stufen den Wuchs als schwach ein, während FRUCTUS die Wuchsstärke als mittel und die Gartenakademie Rheinland-Pfalz als mittelstark mit steil aufrechtem, lockerem Wuchs und feinem kurzem Fruchtholz angibt. Der Baum gilt als dauerhaft und langlebig, trägt dankbar und reich; die Erträge sind so hoch, dass zeitweise mehr Früchte als Blätter am Baum hängen sollen. Wegen des schwachen Wuchses eignet sich die Sorte nach der Beschreibung von 1930 vorzüglich für Zwischenpflanzungen; im Saarland und in Rheinland-Pfalz steht sie bis heute häufig auf Streuobstwiesen, und der Verband der Gartenbauvereine Saarland-Pfalz erklärte sie zur Streuobstsorte des Jahres 2005. Sie verlangt trockene, warme Standorte und gute klimatische Verhältnisse; für kühle, nördliche Lagen ebenso wie für höhere Berglagen ist sie nicht geeignet. Nach anderer Lesart kommt sie jedoch auch mit relativ schweren Böden gut zurecht, was bereits der Text von 1930 betont. Zu Krankheiten machen die Quellen keine besonderen Angaben (FRUCTUS vermerkt keine Anfälligkeiten); als Selbstbefruchter braucht die Sorte keinen Befruchter, wenngleich nach FRUCTUS eine zusätzliche, gleichzeitig blühende Sorte den Fruchtansatz auch bei ihr günstig beeinflusst.

Das gelbe Fruchtfleisch ist sehr süß, saftig, fein aromatisch und wohlriechend, mit hohem Zuckergehalt, und löst sich gut vom Stein. Geerntet wird im August, etwa ab der zweiten Augusthälfte; FRUCTUS ordnet den Erntezeitpunkt als „mittelfrüh", die Gartenakademie Rheinland-Pfalz als „mittelspät" ein. Der Schwerpunkt liegt in der Verarbeitung: Beim Einwecken behalten die Früchte ihre helle Farbe, weshalb die Sorte als eine der besten Konservenmirabellen gilt; daneben taugt sie für Kuchen und Kompott, für Marmelade und zum Dörren. Wegen hoher Erträge, hohen Zuckergehalts und ausgezeichneten Aromas eignet sie sich hervorragend für Obstbrand und Likör – die Gartenakademie Rheinland-Pfalz nennt die Destillatgewinnung sogar als Hauptanbauzweck. Auch als Tafelfrucht wird sie geführt; zum Rohgenuss galt die größere Mirabelle von Nancy allerdings als wertvoller.

Die Frucht ist klein (bei der Deutschen Genbank Obst: „sehr klein bis klein"), rundlich bis oval, von einer ziemlich tiefen Furche geteilt und oft ungleichhälftig; die Schale ist hell- bis dunkelgelb bzw. gelb bis orange, sonnenseitig mit rötlichen Punkten und Flecken gesprenkelt und zart weiß bereift. Der lange, dünne, meist leicht gebogene und dicht behaarte Stiel sitzt in einer schwachen, leicht ausgeschweiften Stielgrube; das gelbe Fleisch ist fest und zart, die Steinlöslichkeit gut. Von der sehr ähnlichen Mirabelle von Nancy lässt sie sich sicher nur an der Form des Steins unterscheiden. Die Sorte entstand als Zufallssämling bei Metz, wurde unter dem Namen „Gelbe Mirabelle" lange verbreitet und früh im Taunus, in Lothringen, im Saarland und in Rheinland-Pfalz angepflanzt; die Deutsche Genbank Obst setzt die erste Erwähnung auf 1670, die Gartenakademie Rheinland-Pfalz kennt sie seit etwa 1690, und sie wird als Erhaltungssorte der Deutschen Genbank Obst betreut. Die Beschreibung beruht neben dem historischen Text von um 1930 vor allem auf dem Wikipedia-Artikel „Metzer Mirabelle", dem FRUCTUS-Sortenblatt, dem Passport der Deutschen Genbank Obst und dem Sortenblatt der Gartenakademie Rheinland-Pfalz.

Quellen: Metzer Mirabelle – Wikipedia · Mirabelle von Metz – FRUCTUS Sortenporträt · Passport Mirabelle de Metz – Deutsche Genbank Obst · Mirabelle von Metz – Gartenakademie Rheinland-Pfalz · Mirabelle von Metz – historischer Sortentext, Unsere besten Deutschen Obstsorten (ca. 1930) · Mirabelle von Metz – Obstsortendatenbank (BUND Lemgo / Pomologen-Verein)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Auch bei: Wikipedia (de)

Bilder aus Wikipedia

File:Quelques mirabelles - 20050831.jpeg
No machine-readable author provided. Sam Hocevar assumed (based on copyright claims). · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Mirabelle de Lorraine.JPG
Pymouss44 · CC BY-SA 3.0 · Commons

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