obstdoc / Antonowka
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Antonowka

Apfel · Malus domestica

Herkunft
Baltikum oder Russland
Seit
1826
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Gefährdung
Standardsorte
Ernte
Anfang September – Mitte September (09A-09C)
Wikidata
Q2446601

Wirtschaftsobst Mostobst Backobst

#Extremlagen#Unterlage#langlebig

Synonyme: Antonovka, Possarts Nalivia

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Antonowka (Antonovka, Possarts Nalivia) ist vor allem als robuste, frostharte Wirtschaftssorte für schwierige Lagen bekannt. Der Baum wächst kräftig; das Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee (KOB Bavendorf) hält die Sorte wegen ihrer Frosthärte und ihres kräftigen Wuchses ausdrücklich auf Extremstandorten für anbauwürdig, weist aber darauf hin, dass für normale Lagen ebenso robuste, jedoch gehaltvollere Sorten zur Verfügung stehen. Der Klimaanspruch wird als gering eingestuft. Gesundheitlich gilt die Sorte als widerstandsfähig gegen Schorf – Antonowka ist eine der wenigen klassischen Resistenzquellen; das Schorfresistenzgen Va ist nach ihr benannt, und sie wurde deshalb in der Resistenzzüchtung eingesetzt (z. B. Reglindis, Angold). Wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und ihres starken Wuchses diente sie außerdem als Samenspender, also zur Anzucht von Sämlingsunterlagen. Zu Ertragsverhalten (früh/spät einsetzend, regelmäßig oder alternierend), Kronenform, Endgröße, Blütezeit, Befruchtungsverhältnissen, Lebensdauer und ausdrücklicher Streuobst- oder Hochstammeignung liegen in den geprüften, fachlich belastbaren Quellen keine Angaben vor; hier bleibt die Sorte dünn belegt. Ein ausführliches Sortenporträt (Jens Meyer, 2014) existiert beim Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt des Pomologen-Vereins, der Volltext ist dort jedoch nur für Mitglieder zugänglich.

Geschmacklich und in der Verwendung ist Antonowka eindeutig keine Tafelsorte: Die Früchte reifen im September (Reifetyp mittel) und sind wenig aromatisch, säuerlich; die Sorte wird als Wirtschaftsobst geführt und ist damit für Küche, Verarbeitung und Saft/Most bestimmt. Angaben zur Lagerdauer und zu einer genauen Trennung von Pflück- und Genussreife fanden sich in den geprüften Quellen nicht.

Pomologisch beschreibt das KOB die Frucht als unregelmäßig, kugelförmig-abgeflacht bis breit-kegelförmig abgestumpft und stielbauchig, mit sehr unebener, beuliger Oberfläche und ausgeprägten, über die ganze Frucht laufenden Rippen und Kanten; die Grundfarbe ist anfangs grünlich, später weißgelb, eine Deckfarbe fehlt. Wegen dieses Typs (großfrüchtig, kantig, grundfarbig-hellgelb) führt H.-J. Bannier Antonovka unter den Verwechslern von Schick's Rheinischem Landapfel, neben Filippa, Lord Suffield und Weißem Winterkalvill. Zur Herkunft: Antonowka ist ein Zufallssämling aus dem Baltikum oder aus Russland; nach KOB wurde sie 1826 durch Justizrat Possart nach Deutschland gebracht, worauf das Synonym „Possarts Nalivia“ zurückgeht (die in obstdoc geführte Jahreszahl 1817 wird von den hier geprüften Quellen nicht bestätigt). Historische Beschreibungen liegen bei Engelbrecht (Deutschlands Apfelsorten) und im Illustrierten Handbuch der Obstkunde (Lucas/Oberdieck) vor, eine Farbtafel in der Beilage „Nach der Arbeit“ (BUND-Lemgo-Digitalisat); ein aktuelles Sortenblatt gibt ARCHE NOAH unter „Antonowka Possarts Nalivia“ heraus, eine Kurzbeschreibung enthält W. Hartmann, Farbatlas Alte Obstsorten. Grundlage dieser Darstellung sind vor allem die Sortendatenbank des KOB Bavendorf und der Wikipedia-Artikel mit den dort genannten Resistenz-Fachquellen.

Quellen: Antonowka – Sortendatenbank Apfel, KOB Bavendorf · Antonowka – BUND-Lemgo Obstsortendatenbank (Sortenseite) · Antonowka Possarts Nalivia – Farbtafel 'Nach der Arbeit' (PDF, BUND Lemgo) · ARCHE NOAH Sortenbeschreibungen Apfel (Sortenblätter) · Antonowka – Streuobst in Bayern · Apfel 'Antonowka' – NaturaDB (geringe Verlässlichkeit) · DeWiki > Antonowka (Apfel) (geringe Verlässlichkeit) · Antonowka / Possarts Nalivia – Südflora (Baumschule) (geringe Verlässlichkeit) · Apfelbaum Antonowka – biobaumversand.de (geringe Verlässlichkeit) · Apfel 'Antonowka' – gimolost.de (geringe Verlässlichkeit)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-08-04). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#Extremlagen #langlebig #Unterlage

In der Literatur

Antonowka ist eine Apfelsorte, die gerne auch als Wurzelunterlage verwendet wird. Frosthart und widerstandsfähig gegen Schorf, aber wenig aromatisch. Wird alt.

Weblinks

Auch bei: Wikipedia (de)

Dokumentierte Bäume (treedoc) 2

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
102 AW2to3x Streuobstplantage Gartenfeld 2024 Karte
124 s0BAGTy Streuobstplantage Gartenfeld 2024 Karte

Weitere OSM-Bäume 1

OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
13280397928 Antonowka Malus domestica 49.78323, 9.99304

OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.