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#stammbildner
Synonyme: Hannoversche Jacobsbirne
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Die Hannoversche Jakobsbirne – in älteren Verzeichnissen auch „Hannoversche Jacobsbirne" geschrieben, wobei beide Schreibweisen dieselbe Sorte bezeichnen – war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Deutschland weit verbreitet und wurde wiederholt amtlich empfohlen. Wilhelm Lauche stellte sie 1882/83 in der Deutschen Pomologie mit Beschreibung und chromolithographischer Farbtafel vor und nahm sie damit in das vom Deutschen Pomologen-Verein ermittelte Sortiment der empfehlenswertesten Birnen auf; 1888 empfahl die Königliche Landwirtschafts-Gesellschaft sie zur allgemeinen Anpflanzung in der Provinz Hannover. Daneben führten sie das Normal-Obst-Sortiment für das Königreich Sachsen (1885 und 1902), das Landesobstsortiment von Braunbart (Dresden 1904), der Katalog der Herzoglichen Landesbaumschule Cöthen (1887), Wernzs Auswahl von Kernobstsorten (Dürkheim 1881) und der Unterrichtsleitfaden von Ulrich (Bautzen 1911); auch in der Zusammenstellung der historischen Birnensorten der Oberlausitz erscheint der Name.
Noch 1964 präsentierte Rudolf Koloc die Sorte in „Wir zeigen Birnensorten" mit Beschreibung und Farbtafel, und Herbert Petzold nahm sie mit Kurzbeschreibung in Birnensorten (Auflagen 1982/1984/1989) sowie in Peresoorten (1986) auf. Heute gilt sie jedoch als verschollen: Das Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt führt die Hannoversche Jakobsbirne auf seiner Suchliste verschollener historischer Obstsorten und bittet um Meldung noch lebender Bäume; auch obstgarten.biz vermerkt den Status „verschollen". Für die Wiedererkennung eines wiedergefundenen Baumes stehen daher im Wesentlichen nur die historischen Farbtafeln von Lauche (1882/83) und Koloc (1964) zur Verfügung; über Wuchs, Gesundheit, Standortansprüche, Ertrag und Fruchteigenschaften geben die zugänglichen Quellen nichts her. Die Darstellung beruht auf den historischen Obstsortenlisten des BUND Lemgo und der Suchliste des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt.
Quellen: Königliche Landwirtschafts-Gesellschaft: Verzeichnis der Obstsorten, welche zur allgemeinen Anpflanzung für die Provinz Hannover empfohlen werden (Hildesheim 1888) · Obstsortenliste zu Koloc Rudolf: Wir zeigen Birnensorten (Radebeul 1964, 2. Aufl.) · Obstsortenliste zu von Uslar, Bernhard: Kurze Anleitung zur Kultur unserer einheimischen Obstsorten (Hildesheim 1885) · Herzogliche Landesbaumschule/August Hooff: Hauptkatalog (Cöthen 1887) · Braunbart C.: Landesobstsortiment für das Königreich Sachsen (Dresden, 2. Aufl. 1904) · Wernz Johann: Eine Auswahl von Kernobstsorten (Dürkheim/Leipzig 1881) · Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt: Suchliste verschollener historischer Obstsorten · Oberlausitz-Stiftung: Birnensorten der Oberlausitz (2021) · Schlitt: Die historischen Birnensorten der Oberlausitz – Eine Spurensuche (Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.