obstdoc / Discovery
Anmelden mit OSM

Discovery

Apfel · Malus domestica Archiv adgw8x7tvc ↗ Verlauf

Herkunft
Langham, Essex, England
Seit
1949
Wüchsigkeit
schwach
Wuchsform
kleine, breite Krone
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Mitte August – Anfang September (08C-09A)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
Anfang August – Anfang Oktober (08A-10A)
Wikidata
Q508593
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

Synonyme: Thurston August

Web-Suche: Wikipedia · Ecosia · DuckDuckGo · Mojeek

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.

Weitere OSM-Bäume 0

Keine zusätzlichen OSM-Bäume dieser Sorte im Suchradius.

Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum der Sorte Discovery wächst schwach und bleibt klein: anfangs ist der Wuchs noch mittelstark, im Vollertrag lässt er deutlich nach; es entstehen kurze Triebe und eine kleine, breite Krone mit zunächst steilen Leittrieben und dünnen, nach außen leicht überhängenden Seitentrieben. Die Blüte ist früh bis mittelfrüh und etwas witterungsempfindlich; die Sorte ist ein guter Pollenspender. Gegen Schorf und Mehltau ist sie kaum bis gar nicht anfällig (H.J. Bannier bezeichnet Blatt und Frucht als resistent), dagegen gilt sie gegenüber Feuerbrand als stark anfällig (die Schweizer FRUCTUS stuft nur „mittel“ ein), und auf schweren, staunassen Böden ist sie krebs- und kragenfäulegefährdet – solche Standorte sollten gemieden werden, ebenso sehr schwere Böden überhaupt. Bei starker Sommerhitze bekommen die Früchte leicht Sonnenbrandschäden; Halbschatten durch südseitig stehende Bäume wird nach Banniers Erfahrung nicht geschadet, sondern eher vertragen. Die Sorte gedeiht auf lockerem, gutem Boden bis in geschützte mittlere Höhenlagen und eignet sich für alle Erziehungsformen einschließlich Spalier und Topfhaltung; wegen der kurzen Triebe wird die Unterlage MM 106 statt M 9 empfohlen. Sie ist pflegeintensiv: Ein regelmäßiger Überwachungsschnitt erhält die Triebkraft und wirkt einem vorzeitigen Vergreisen entgegen, nach gutem Fruchtansatz sollte ausgedünt werden (größere Früchte, Schutz vor Erschöpfung), und ein Sommerschnitt direkt nach der Ernte sichert höhere Erträge. Für Streuobstflächen ist sie nicht geeignet, als Frühsorte aber eine bewährte Wahl für Haus- und Kleingarten. Der Ertrag setzt früh ein, fällt mittelhoch aus (die Fruchtgröße begrenzt die Masse) und ist regelmäßig, ohne Ausfalljahre; der Baum ist windfest, die Früchte hängen bis zur Baumreife und können mehrfach durchgepflückt werden.

Pflückreife ist Anfang bis Mitte August (Bannier: 14.08.–05.09.), die Frucht ist sofort genussreif. Der Geschmack ist beeren- bis erdbeerartig aromatisch, knackig und süß mit angenehmer Säure; in Banniers Verkostung erreichte sie die Note „besondere Qualität“. Das Fleisch enthält viel Vitamin C. Discovery ist ein Tafelapfel für den Frischverzehr, der wegen seiner Farbe und Größe besonders bei Kindern beliebt ist; zum Backen ist sie ebenfalls geeignet. Kühl gelagert hält sie rund vier (bis sechs) Wochen, im Kühllager bei 3 °C bis Anfang Oktober – für einen Augustapfel bemerkenswert lange, wobei das feine Aroma nach dem Pflücken innerhalb weniger Tage nachlässt.

Die Frucht ist klein bis mittelgroß, regelmäßig flachrund; die glatte, feste Schale ist bei Reife gelb mit verwaschen roten Streifen, sonnenseits auch flächig rot, mit feinen hellen Schalenpunkten; bei anhaltender Trockenheit entstehen häufig Schalenrisse. Der Kelch ist klein und sitzt in einer sehr flachen, weiten Einsenkung; der Stiel ist mittellang bis meist kurz, in teils strahlig berosteter Stielgrube. Das Fruchtfleisch ist fast weiß, feinzellig, fest und saftig, gelegentlich rötlich geadert. Discovery entstand um 1949 in Langham in der englischen Grafschaft Essex, gezüchtet von K. Dummer als Sämling der Sorte 'Worcester Pearmain'; als zweite Elternsorte wurde 'Beauty of Bath' vermutet und inzwischen DNA-analytisch bestätigt. Bis 1962 hieß sie 'Thurston August', wurde dann in 'Discovery' umbenannt und 1963 eingeführt. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem Sortenporträt von H. J. Bannier/Rolf Meyer beim Bergischen Streuobstwiesenverein, dem Porträt bei Streuobst in Bayern und dem Steckbrief der Schweizer FRUCTUS.

Quellen: Discovery – Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. (BSOWV) · Discovery (Embed) – Bergischer Streuobstwiesenverein · Discovery – Streuobst in Bayern (Sortenporträt) · Discovery – FRUCTUS (Schweiz) · Empfehlenswerte Sorten – Discovery.pdf, Gartenbauvereine GAP · Discovery – Adam's Apples (Blog) · Discovery Apple – Sonneruplund.dk · Discovery – Avalou Plabenneg (Vereinsfiche) · Discovery – Herzapfelhof

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Frühapfel, schlecht für Saft.

Eigene Beobachtungen

Neigt zu Sonnenbrand. Wächst nicht so toll.

Manchmal rotes Fruchtfleisch.

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Wikipedia (de)

Bilder aus Wikipedia

File:Discovery apples.jpg
Bob Balmer · CC BY 2.0 · Commons
File:Cross section of Discovery (EMLA 1), National Fruit Collection (acc. 1973-189).jpg
National Fruit Collection, Brogdale. · OGL 2 · Commons
File:Discovery (apple) jm122103.jpg
joergens.mi · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Discovery (apple) jm179399.jpg
joergens.mi · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Discovery (Apple).jpg
Augustus Binu  : flickr · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Discovery (EMLA 1) on tree, National Fruit Collection (acc. 1973-189).jpg
National Fruit Collection, Brogdale. · OGL 2 · Commons
File:Cross section of Discovery (original tree No. 1), National Fruit Collection (acc. 1982-272).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:Cross section of Discovery (original tree no.2), National Fruit Collection (acc. 1982-301).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:Discovery Thurston August.jpg
Bahnmoeller · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Discovery, Ailly-le-Haut-Clocher, Somme, Fr,Apple festival 03et04-11-2018 (106).jpg
APictche · CC BY-SA 4.0 · Commons
File:DSCN6767 Geilston gardens Discovery Apple tree.jpg
AlasdairW · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Early Discovery apples from Chegworth Valley.jpg
VidyaRangayyan · CC BY 2.0 · Commons
File:Faversham banner Discovery Apples.JPG
AlasdairW · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Kvetoucí jabloň Discovery.jpg
Mardoko · CC BY-SA 4.0 · Commons
File:Odrůda Discovery.jpg
Mardoko · CC BY-SA 4.0 · Commons
File:Spider's web on apple tree - geograph.org.uk - 930705.jpg
Zorba the Geek · CC BY-SA 2.0 · Commons

Gefunden über das Wikidata-Objekt und die Wikipedia-Artikel. Die Bilder liegen bei Wikimedia Commons; Rechte und Bedingungen stehen auf der jeweiligen Dateiseite.