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Synonyme: Graue französische Renette
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Der Baum wächst mittelstark bis stark, anfangs sehr kräftig und später schwächer, und bildet eine breite, breitkugelige Krone mit schlanken, abstehenden Ästen; ein dauerhafter Erziehungsschnitt ist nicht erforderlich, bei schwachem Schnitt fällt jedoch eine betonte Fruchtbogenbildung auf. Nach H.J. Bannier ist die Sorte triploid und eignet sich deshalb nicht als Befruchter; die Wikipedia hält die Triploidie dagegen für nicht hinreichend erforscht. Die Blüte erscheint mittelfrüh. Der Ertrag setzt früh ein und wird von Bannier wie von der historischen Beschreibung als hoch bzw. gut und regelmäßig geschildert; bei hohem Behang verbessert fachgerechtes Ausdünnen die Fruchteigenschaften. Die Wikipedia bezeichnet den Ertrag hingegen als alternierend. Die Früchte neigen zu vorzeitigem Fruchtfall. Neuere Beschreibungen heben die Gesundheit hervor: geringe Anfälligkeit für Schorf und Obstbaumkrebs, im niederschlagsreichen Jahr 2017 waren die Früchte nach Bannier absolut schorffrei und kaum von Regenflecken beeinträchtigt. Demgegenüber warnt die historische Beschreibung von etwa 1930, die Sorte werde auf zu nassem Boden stark krebsig und sei auch gegen Blutlaus und Schorf empfindlich, weshalb bei Massenanbau Vorsicht angeraten sei. An den Boden stellt sie mäßige Ansprüche und gedeiht in gut bearbeitetem Lehm bis hin zu sandig-lehmigen und schweren Böden; andere Quellen nennen feuchte, tiefgründige, nährstoffreiche und warme Standorte. Für Höhenlagen gilt sie als nicht sicher frosthart und sollte dort möglichst geschützt stehen. Sie ist für die Streuobstwiese geeignet und wurde früher bewusst an Straßen und Wegen gepflanzt, weil die unscheinbaren, „grauen“ Früchte weniger zum Diebstahl einluden als andere Sorten.
Die Frucht schmeckt säurebetont bei gleichwohl gutem Zuckergehalt und angenehmem, nach längerer Lagerung leicht aromatischem Geschmack (Bannier bewertet sie mit 3+ bei bester Qualität +++); die historische Beschreibung nennt einen angenehmen, weinartigen Renettengeschmack und starke Würze, das Genbank-Blatt sehr saftiges, säuerliches, würziges Fruchtfleisch von gutem Geschmack. Die Sorte dient als Wirtschaftsapfel und säurerlicher Tafelapfel und kann nach Wikipedia auch zur Herstellung von Brand genutzt werden. Geerntet wird im Oktober (10.–24.10.), wobei die Früchte möglichst lange am Baum belassen werden sollten; das Genbank-Blatt nennt als Erntereife abweichend bereits September. Die Genussreife reicht von Dezember bis März, unter geeigneten Bedingungen halten sich die Früchte vier bis fünf Monate, nach anderen Angaben bis zum Ende des Frühjahrs; bei falscher Aufbewahrung wird das Fleisch schnell mehlig.
Die mittelgroßen bis großen, runden, abgeflachten und häufig unregelmäßig gebauten Früchte haben eine grüne, später goldgelbe Grundfarbe und eine trübrote Deckfarbe auf der Sonnenseite; die trockene, raue Schale ist großflächig graubraun berostet und wirkt „kartoffelartig“. Der kurze, holzige Stiel sitzt in verhältnismäßig tiefer, rostfarbener Höhle, der breite Kelch bleibt grün. Das weißlich-gelbe bis weißlich-grüne, mürbe Fruchtfleisch läuft an der Luft rasch bräunlich an. Es handelt sich um eine der ältesten dokumentierten Apfelsorten: Nachgewiesen ist der Anbau im 16. Jahrhundert im Zisterzienserkloster Morimond in Frankreich, während einige Quellen den Ursprung bis ins 12. Jahrhundert zurückführen; möglicherweise ist die Sorte mit der Damason Renette identisch — molekulargenetisch getestete Referenzen beider Sorten erwiesen sich als identisch, die Frage der Sortenidentität ist damit vorerst offen. In Rheinland-Pfalz ist sie seit 1781 belegt und verbreitet, im 19. Jahrhundert kam sie in Kärnten und Vorarlberg sowie in der Schweiz bis 1945 vor; Analysen wiesen mit 2949 mg/l einen sehr hohen Polyphenolgehalt nach. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem Sortenporträt von H.J. Bannier/Rolf Meyer (Bergischer Streuobstwiesenverein), dem historischen Text aus „Unsere besten Deutschen Obstsorten“ (ca. 1930), dem Wikipedia-Artikel und dem Passport-Datenblatt der Deutschen Genbank Obst.
Quellen: Graue französische Renette – Text aus "Unsere besten Deutschen Obstsorten" (ca. 1930) · Passport Graue Französische Renette – Deutsche Genbank Obst · Graue Französische Renette – Wikipedia
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Da steht eine bei Lilo und Bernd.
Auch bei: Wikipedia (de)
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