Birne · Pyrus communis
Wirtschaftsobst Mostobst
#Suchliste#gesund#starkwüchsig
Synonyme: Beurré Catillac, Catillac, Hotzelbirne, Katzenkopf, Pfundbirne, Saubirne, Schlegelbirne
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Der Baum wächst zunächst stark und lässt später deutlich nach; die Kronenform wird unterschiedlich beschrieben – teils als schlanke, mittelgroße Krone (pflanzmich), teils als großkugelig und locker verzweigt (Biobaumversand) –, in obstdoc ist die Wüchsigkeit als „sehr stark“ geführt. Die Bäume werden nach Angaben der Baumschulseiten sehr alt und sind an Boden und Klima anspruchslos, was zusammen mit der starken Jugendentwicklung für Hochstamm und Streuobst spricht. Die Blüte liegt spät (die Blüten werden als groß, weiß und lang haltend hervorgehoben, was einen gewissen Zierwert ergibt); die bayerische Liste spätblühender Birnensorten des GPO führt den „Grosser franz. Katzenkopf“ ebenfalls unter den späten Sorten, was in Spätfrostlagen von Vorteil ist. Der Ertrag setzt nach diesen Angaben alternierend ein: alle zwei Jahre sehr hohe Erträge bei außergewöhnlicher Fruchtgröße. Zu Krankheitsanfälligkeit (Schorf, Feuerbrand, Krebs, Birnenverfall), zu Befruchtersorten und zu konkreten Höhenlagen-Grenzen fanden sich in den geprüften Quellen keine belastbaren Angaben; die ausführliche Beschreibung des Pomologen-Vereins (Sortenportrait von Jan Bade, 2015) ist nur für Mitglieder zugänglich.
Es handelt sich um eine ausgesprochene Wirtschaftsbirne, nicht um Tafelobst: Im harten Zustand ist das Fleisch rübenartig hart, grobzellig, saftig, ohne Süße, mittelstark adstringierend und damit ungenießbar; erst im weichen Zustand wird die Frucht – trotz unschönem, bräunlichem Aussehen – wohlschmeckend, süß, etwas säuerlich und dezent muskatartig gewürzt, an eine Mispel erinnernd, wobei die dicke Schale beim Verzehr störend bleibt (Obstarche Reddelich). Die Pflückreife liegt ab Mitte Oktober (in obstdoc 10C–10E), Genussreife ab November, und die Früchte halten sich bei kühler Lagerung bis ins Frühjahr. 1853 wurde die Sorte vom Deutschen Pomologenverband als hervorragende Wirtschaftsbirne ausgezeichnet und zum allgemeinen Anbau empfohlen; in Sortenkarteien erscheint sie zudem unter den Mostbirnen. Ausdrückliche Angaben zu Koch-, Back-, Dörr- oder Brennverwendung enthielten die geprüften Texte nicht, auch wenn Fruchtcharakter und Reifeverhalten für die klassische Nutzung als gekochte bzw. lange gelagerte Wirtschaftsbirne sprechen.
Die Früchte sind groß bis sehr groß, kreisel- bis stumpfkreiselförmig, stielwärts eingezogen, meist regelmäßig gebaut und um den Kelch rippig; die Schale ist rau und sehr dick, die Grundfarbe gelblichgrün, vom Baum oft noch dunkelgrün, mit bis zu einem Drittel bräunlichroter, verwaschener Deckfarbe und Berostung um Kelch und Stiel. Zur Herkunft liegen keine sicheren Angaben vor: Sie gilt als sehr alte, seit dem 18. Jahrhundert (und mit Anbauhinweisen auf 1590 in fränkischen bzw. Bamberger Baumschulen) bekannte Sorte, ist heute nur noch vereinzelt in Altbeständen zu finden; in Frankreich wird der Name mit Beurré Catillac verbunden, und Synonymlisten nennen unter anderem Catillac, Pfundbirne, Glockenbirne, Hotzelbirne, Schlegelbirne und Katzenkopf. Zu beachten ist, dass der Pomologen-Verein neben „Großer Katzenkopf“ einen eigenen Eintrag „Großer Französischer Katzenkopf“ (Catillac, erstmals bei Diel belegt; Merlet 1675, Knoop 1760, ausführlich Duhamel du Monceau 1783) führt und historisch auch ein „Kleiner (deutscher) Katzenkopf“ beschrieben wurde – ob „Großer Katzenkopf“ und „Großer Französischer Katzenkopf“ dieselbe Sorte bezeichnen, ist aus den zugänglichen Quellen nicht zu entscheiden. Beschreibung im Wesentlichen nach dem Sortenblatt der Obstarche Reddelich, den Sortenkarteien (obstgarten.biz, Oberlausitz-Stiftung), dem obstsortenerhalt.de-Portal des Pomologen-Vereins sowie – für die Baumeigenschaften – Baumschulbeschreibungen (Biobaumversand, pflanzmich), die als kommerzielle Quellen nur eingeschränkt belastbar sind.
Quellen: Birne Großer Katzenkopf – Obstarche Reddelich · Birnen – Oberlausitz-Stiftung (Sortenliste) · Sortenliste Blühzeiten Birnen – gpo-bayern.de · Großer Katzenkopf – Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Bamberg · Birnbaum Großer Katzenkopf – biobaumversand.de (geringe Verlässlichkeit) · Birnbaum Großer Katzenkopf (Halbstamm) – biobaumversand.de (geringe Verlässlichkeit) · Großer Katzenkopf: Eigenschaften im Überblick – Plantura (geringe Verlässlichkeit) · Datenblatt (Inhaltsverzeichnis) – shop.pomologen-verein.de
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-29). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Baum starkwüchsig, robust und anspruchslos, großfrüchtig, früher beliebte Koch- und Dörrbirne, auch gute Mostbirne, lange lagerfähig.
Großer französischer Katzenkopf. Starkwachsende, gesunde Bäume, die deutlich in die Breite gehen und sich gut verzweigen. Cattilac dürfte der erste Name gewesen sein. Pfundbirne, Grand Monarch, Gosse Mogul, Gilles o Gilles und sehr viele weitere Synonyme folgten dann, die leider auch für andere großfruchtige Sorten Verwendung finden, was historisch, aber auch heute noch, für Verwirrungen sorgt. (Jan Bade)
Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Art | Koordinaten |
|---|---|---|---|
| 13030322735 | Großer Katzenkopf | Pyrus Communis | 51.00991, 6.92170 |
OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.