Birne · Pyrus communis Archiv e4s23k8c5m ↗ Verlauf
Die Grüne Jagdbirne ist eine alte Birnensorte aus Metz in Frankreich, die in erster Linie als Mostobst angebaut wird: Ihr sehr festes, grobzelliges, saftiges und äußerst herb-säurebetontes Fruchtfleisch eignet sich zur Obstwein- und Branntweinbereitung, wobei der hohe Gerbstoffgehalt sie zugleich als Trennbirne nutzbar macht. Geerntet wird Ende Oktober, genussreif sind die Früchte nach der Lagerung von Anfang bis Ende Dezember. Die Sorte gilt als widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingsbefall, wird ausdrücklich als Hochstammsorte für den extensiven Streuobstanbau empfohlen und eignet sich auch als Stammbildner. Für den Tafelgenuss ist sie wegen ihrer Herbe dagegen kaum gedacht.
Mostobst Dörrobst Brennobst
Synonyme: Carasi, Carisi, Carisi blanc, Carissi
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Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Art | Koordinaten |
|---|---|---|---|
| 4299026027 | Grüne Jagdbirne | 49.13693, 8.61028 |
OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.
Die Metzer Bratbirne, auch als Grüne Jagdbirne bekannt, ist eine mittelstark wachsende Mostbirnensorte mit rundovaler Krone und dunkelgrünen, breitelliptischen, glänzenden Blättern. Sie gilt als widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingsbefall, ist jedoch etwas schorfanfällig. Der Baum ist sehr frosthart und eignet sich auch für raue Gebirgslagen (über 350 m) sowie für weniger hochwertige Böden. Die Wärmeansprüche sind gering bis mäßig. Die Sorte ist eine typische Hochstammsorte für den extensiven Streuobstanbau. Der Ertrag ist sehr hoch und regelmäßig. Die Blütezeit ist spät.
Die Früchte sind sehr saftig, äußerst herb und weisen einen hohen Gerbstoffgehalt auf, was sie zu einer wertvollen Trennbirne macht, die die Klärung des Mostes begünstigt und die Haltbarkeit von Fruchtweinen im Verschnitt verlängert. Sie eignet sich vor allem für die Obstwein- und Branntweinbereitung und kann auch als Beimischung zum Apfelsaft dienen. In warmen Jahren und bei guter Ausreife ist sie zudem für die Schaumweinherstellung interessant. Die Pflückreife liegt Ende Oktober; vor der Verarbeitung sollten die Früchte noch einige Wochen gelagert werden. Die Genussreife wird im Dezember erreicht, die Lagerfähigkeit beträgt ein bis zwei Monate.
Die meist zwischen 50 und 100 g schweren Früchte sind mittelgroß und kugelig, zum Stiel hin stärker verjüngt, im Querschnitt oft stumpf dreikantig. Die Grundfarbe ist gelblichgrün, sonnenseitig kann selten eine dunkel- bis ziegelrote Deckfarbe auftreten. Die raue, glänzende Schale weist zahlreiche verkorkte, hell umhöfte Schalenpunkte sowie Rostfiguren auf. Der Kelchbereich trägt eine große Rostkappe; der Kelch ist offen mit breiten, umgeschlagenen, oft filzig behaarten Kelchblättern. Die Stielgrube ist eng und flach mit einem charakteristischen einseitigen Fleischwulst. Das Fruchtfleisch ist weißlichgelb, sehr fest und grobzellig. Die Kerne sind meist schlecht entwickelt. Die Sorte stammt aus der Gegend von Metz in Frankreich und wurde bereits 1873 auf dem Pomologenkongress in Trier als eine der sechs wichtigsten Mostbirnensorten der Region erwähnt. Lucas beschrieb sie 1883 in den Pomologischen Monatsheften. In luxemburgischen Baumschulkatalogen des späten 19. Jahrhunderts wurde sie als Carasi oder Carisi geführt. (Nach Richard Dahlem/obstsortenerhalt.de, Bergischer Streuobstwiesenverein, Deutsche Genbank Obst und Walter Hartmann.)
Quellen: Metzer Bratbirne (Grüne Jagdbirne) · Metzer Bratbirne (Grüne Jagdbirne) - Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. · Most- u. Brennbirne – Deutsche Genbank Obst · Grüne Jagdbirne (Birne) – BUND Lemgo · Falsche Metzer Bratbirne (Löschnig)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.