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Biesterfelder Renette

Apfel · Malus domestica Archiv ekxnbgrv60 ↗ Verlauf

Die Biesterfelder Renette ist ein deutscher Apfel, der um 1850 auf Schloss Biesterfeld bei Lügde/Bad Pyrmont bekannt wurde. Geerntet wird sie von Anfang bis Mitte September; nach einer kurzen Lagerung ist die Frucht von Anfang Oktober bis Ende Dezember genussreif. Für die Sorte spricht ein besonders gutes Aroma sowie ihr Ruf als gesunde Frucht. Über weitergehende Eigenschaften wie Anbaueignung oder Lagerfestigkeit liegen keine Angaben vor.

Herkunft
Deutschland (Schloss Biesterfeld bei Lügde/Bad Pyrmont)
Seit
1850
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
ausladend, breit, überhängend
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Anfang September – Mitte September (09A-09C)
Genussreife
Anfang Oktober – Ende Dezember (10A-12E)
Wikidata
Q858175
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

Synonyme: Biesterfelder, Biesterfelder Reinette

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Dokumentierte Bäume (treedoc) 2

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
244uw Eiserwarr Karte
FXzPXno Eiserwarr Karte

Weitere OSM-Bäume 3

OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
8522280251 Biesterfelder Renette Malus domestica 50.70186, 7.07104
8522280253 Biesterfelder Renette Malus domestica 50.70178, 7.07123
8522280256 Biesterfelder Renette Malus domestica 50.70170, 7.07127

OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.

Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Biesterfelder Renette ist eine triploide, starkwüchsige Sorte. In der Jugend wächst sie kräftig aufstrebend, später bildet sie breit ausladende, oft überhängende Kronen mit schräg aufstrebenden Leitästen und ausreichend Seitenholz. Der Baum gilt als gesund und ist ausgesprochen widerstandsfähig gegen Schorf, jedoch stark mehltauanfällig. Auch für Feuerbrand ist sie anfällig. Auf schweren, nassen Böden neigt sie zu Obstbaumkrebs, auf lockeren, mittelschweren Lehm- bis sandigen Lehmböden gedeiht sie dagegen gut. Im Holz ist sie ausreichend frosthart und zudem windfest. Die Sorte bevorzugt geschützte, sonnige Lagen, kommt aber auch auf leichteren Böden zurecht und ist besonders für kühle Lagen und Höhenlagen geeignet. Der Ertrag setzt früh ein, ist jedoch wechselhaft und neigt stark zur Alternanz; die Erträge schwanken zwischen mittelhoch und gering. Dem lässt sich durch Auslichten von Blüten und Früchten entgegenwirken. Der Schnittaufwand ist gering – die Sorte benötigt nur wenig Erhaltungsschnitt. Sie wird vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW als Streuobst-Anbausorte empfohlen. Als triploide Sorte ist sie ein schlechter Pollenspender.

Die Frucht ist ein wohlschmeckender Tafelapfel mit gewürztem, an Muskatellerwein erinnerndem Aroma, süß mit zurückhaltender Säure und von sehr guter Qualität. Die Tafeleignung wird allerdings durch häufiges Auftreten von Stippe eingeschränkt. Daneben ist sie gut zum Backen und für wirtschaftliche Verwertungen brauchbar. Pflückreif ist sie von Anfang bis Mitte September, die Genussreife reicht von September bis Ende Oktober; danach wird sie mürbe. Die Lagerfähigkeit beträgt nur etwa drei bis vier Wochen, in späteren Lagen auch etwas länger. Die Früchte sind druck- und transportempfindlich.

Die Frucht ist mittelgroß bis groß, kugelig bis hochkugelig und leicht gerippt. Die Grundfarbe ist grün und verändert sich bei der Lagerung in ein sattes Gelb, sonnenseitig intensiv leuchtend kirschrot verwaschen und gestreift, mit zahlreichen kleinen grünen Punkten übersät. Der Kelch ist geschlossen und liegt in tiefer, etwas unregelmäßiger, leicht rippiger Einsenkung. Der Stiel ist kurz bis mittellang und sitzt in mäßig tiefer Einsenkung. Das Fruchtfleisch ist gelblich, sehr saftig und mürbe. Die Sorte ist ein um 1850 auf Schloss Biesterfeld bei Lügde (Bad Pyrmont) entstandener Zufallssämling, möglicherweise von 'Blenheim' abstammend. Pfarrer Wilhelm Wilms aus Nieheim beschrieb sie 1904 erstmals und verbreitete sie. Seit etwa 1905 ist sie zunächst in Westfalen, später in ganz Deutschland im Streuobst im Anbau. Nach H.-J. Bannier / Rolf Meyer, Wikipedia sowie Streuobst-in-Bayern.

Quellen: Biesterfelder Renette – Bergischer Streuobstwiesenverein · Biesterfelder Renette – Wikipedia · Biesterfelder Renette – Streuobst in Bayern · Biesterfelder Renette – Obstsortendatenbank (BUND Lemgo)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Lecker und gesund Gesund wüchsig.

In der Literatur

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Wikipedia (de)

Bilder aus Wikipedia

File:Malus Biesterfelder Renette 4519.jpg
Sven Teschke · CC BY-SA 3.0 de · Commons
File:Apfel 017 Biesterfelder Renette (fcm).jpg
Photograph: Frank C. Müller , Frankfurt am Main · CC BY-SA 4.0 · Commons
File:Biesterfelder Renette 2.jpg
Bahnmoeller · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Biesterfelder Renette 30.10.2016 17-14-38.jpg
Dirk Ingo Franke · CC BY-SA 4.0 · Commons
File:Biesterfelder Renette Blütenseite.jpg
Bahnmoeller · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Biesterfelder Renette DSC00320.jpg
Trollfreie Zone · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Biesterfelder Renette jm55136.jpg
joergens.mi · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Biesterfelder Renette Schild.jpg
Schülerfirma · CC BY-SA 4.0 · Commons
File:Biesterfelder Renette.jpg
Bahnmoeller · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Biesterfelder-Renette on tree, National Fruit Collection (acc. 1951-056).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:Cross section of Biesterfelder-Renette, National Fruit Collection (acc. 1951-056).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:Norddeutschland.jpg
Flammingo · CC BY-SA 3.0 · Commons

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