Birne · Pyrus communis Archiv f06jr7w064 ↗ Verlauf
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Die Klompepeer gehört zu den lokalen Krautbirnen des Kreises Heinsberg, die dort mit der bis weit ins 20. Jahrhundert lebendigen Tradition der Herstellung von Birnenkraut verbunden waren. Bei diesen Birnen ging es vor allem um die Masse der Früchte und nicht um ihre Qualität als Tafelbirne; meistens wurden sie zum Kochen von Birnenkraut verwendet. Der Langbroicher Gärtnermeister Theo Jansen berichtete, es habe für solche Birnen einen guten Absatz durch Obsthändler gegeben: Die Früchte wurden „auf dem Baum gekauft“, das heißt von Pflückkolonnen im Auftrag der Händler gepflückt, in der Wiese gewogen und zu den Großmärkten gefahren (Jansen 1977). Als weitere Verwertung der Krautbirnen beschreibt das Kapitel das Dörren der Früchte, die im Ofen getrocknet und später, mit Saft („Oaft“) aufgeweicht, zu Hefefladen („Oaftfladen“) gebacken wurden.
Die genaue Herkunft der Sorte ist unklar. Das Handbuch nennt die Klompepeer – neben Rieserkes und Schievelsbeer – als Beispiel für Birnen, die aus Zufallssämlingen entstanden und dann lokal weitervermehrt worden sein können oder aus den benachbarten Niederlanden eingewandert sein dürften, wo die entsprechende Tradition ebenfalls sehr lebendig war, beziehungsweise aus Frankreich oder Belgien stammen, den Zentren der Birnenzüchtung im 18. Jahrhundert. In Baumschulen sind diese Krautbirnen schon seit Jahrzehnten nicht mehr erhältlich; dass nach dem Zweiten Weltkrieg überhaupt noch einzelne Bäume erhalten und „unter die Leute“ gebracht wurden, war Obstliebhabern wie dem Gärtnermeister Jansen zu verdanken. Die Sorte wurde im Rahmen des LVR-Netzwerks Kulturlandschaft mit den Biologischen Stationen im Rheinland erfasst und ist in der zweiten, stark erweiterten Auflage des Handbuchs „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt!“ (Köln 2017) mit Steckbrief vertreten; die Birnenbeschreibungen des Handbuchs stammen von Hans-Joachim Bannier.
Quellen: H.-J. Bannier u. a.: Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt! 2. Aufl., Köln 2017
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3-flash + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-10-02). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.