Die Weiße Krachmandel ist ein Zufallsämling vom Oberrhein, der als selbstfruchtbar und pflegeleicht gilt – die Blüte ist reich, dekorativ und bienenfreundlich. Geerntet wird von Ende September bis Mitte Oktober. Die Sorte braucht gleichmäßige Feuchte, in heißen Sommern sind zusätzliche Wassergaben nötig, und ihre früh erscheinende Blüte ist spätfrostgefährdet. Sie lässt sich über Steckholz vermehren.
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| Baum | treedoc-ID | Bongert | Position | Pflanzjahr | Karte |
|---|---|---|---|---|---|
| 560 | gOgyjtO | Streuobstplantage Rommelshard | JJ06a | 2026 | Karte |
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Die 'Weiße Krachmandel' ist ein mittelstark wachsendender Mandelbaum mit flacher, breit ausladender Krone, 20–40 cm Jahrestrieb und einer Endhöhe von etwa 4–7 m bei 3–6 m Kronenbreite. Sie ist gut schnittverträglich; regelmäßige Form- und Auslichtungsschnitte fördern nach ProSpecieRara Gesundheit und Langlebigkeit, ein jährlicher Erhaltungsschnitt wird empfohlen. Für gesicherten Fruchtansatz benötigt sie ein warmes, geschütztes Klima – die Quellen nennen Weinbauklima bzw. geschützte, sonnige Lagen mit milden Wintern; das Holz gilt gleichwohl als winterhart bis rund −23 °C (Klimazone 6), junge Bäume sollen in den ersten Jahren einen Winterschutz am Stamm erhalten. Die große, weiße Blüte mit rötlichem bis rosarotem Auge erscheint auffällig früh – an warmen Standorten schon Ende Februar, meist zwischen Mitte März und Mitte April – und ist daher spätfrostgefährdet; als Abhilfe wird das Überdecken mit Vlies genannt. Die Blüte ist reich, dekorativ und bienenfreundlich. Günstig sind durchlässige bis humose, nährstoffreiche, frisch bis trockene Böden in voller Sonne bis Halbschatten; in heißen Sommern sind zusätzliche Wassergaben nötig. Gegen Monilia ist das Holz nicht vollständig resistent, soll aber robuster sein als andere Mandelsorten. Der Ertrag wird als mittel angegeben. Deutsche Quellen führen die Sorte als selbstfruchtbar, wobei ein zweiter Baum den Ertrag steigert; ProSpecieRara gibt dagegen Fremdbefruchtung durch Insekten an.
Die Frucht ist eine typische Krachmandel: Ihre poröse, weiche Schale lässt sich mit den Fingern knacken. Der Mandelkern ist groß und gut ausgebildet, löst leicht aus der Schale und schmeckt würzig süß; er dient als Ess- und Tafelmandel für den Direktverzehr und ist zugleich zur Verarbeitung geeignet. Geerntet wird von Ende September bis Mitte Oktober; die Früchte sollten bald nach der Ernte aus der Schale gelöst werden, denn trocknet die Schale erst aus, lässt sie sich kaum noch knacken.
Pomologisch ist die Frucht groß und weichschalig, der Kern hell und mit kleinen Löchern gezeichnet. Die Sorte ist der Dürkheimer Krachmandel sehr ähnlich; deren Identitätsprüfung war laut obstgarten.biz noch nicht abgeschlossen. Zur Herkunft liegen unterschiedliche Angaben vor: ProSpecieRara führt die bewährte alte Fruchtmandelsorte unter „unbekannter Herkunft", während Baumschulen einen Zufallsämling vom Oberrhein (Rheinland-Pfalz) angeben – dem Raum, in dem der Mandelanbau am Rand des Pfälzer Walds bis zum Zweiten Weltkrieg bedeutend war. Die Sorte wird von Reisermuttergärten wie Weinsberg angeboten und von verschiedenen Baumschulen vermehrt; in der Schweiz erhält sie ProSpecieRara, und beim Bundessortenamt ist sie als allgemein bekannte Sorte (mit dem Zusatznamen „Krachmandel") geführt. Vermehrt wird sie über Edelreiser bzw. Veredelung und Stecklinge. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem Genbank-Porträt von ProSpecieRara und dem Sortenblatt der pomologischen Infothek obstgarten.biz (dort nach Cordes/Sommer 2006).
Quellen: ProSpecieRara – Weisse Krachmandel · NaturaDB – Mandel 'Weiße Krachmandel' (Prunus dulcis) · Biogartenversand / Hof Jeebel – Weiße Krachmandel · Baumschule Horstmann – Mandel 'Weiße Krachmandel' · Biobaumversand / Bioland Baumschule Pflanzlust – Mandelbaum Weiße Krachmandel · Bundessortenamt – Gesamtliste der Obstsorten, Mandel (GLO_MAD)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-09-01). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.