Apfel · Malus domestica
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#gesund
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Der Baum von 'Fießers Erstling' gilt durchweg als robust und anspruchslos. Zur Wuchsstärke gehen die Angaben auseinander: Hans-Joachim Bannier (Bergischer Streuobstwiesenverein) und die Streuobst-Sortenliste der Landwirtschaftskammer NRW nennen ihn mittelstark wachsend und breit anbaufähig, während ProSpecieRara, die Sortenliste der Gesellschaft für Pomologie und Obstsortenerhaltung Bayern (GPO Bayern) sowie ältere pomologische Beschreibungen von starkem bis sehr starkem Wuchs sprechen – letztere präzisieren, dass der Baum in der Jugend starkwüchsig ist und später eine hochkugelige Krone mit großem, gesundem Laub bildet. Die Gesundheit wird übereinstimmend hervorgehoben: Bannier bezeichnet die Sorte als kaum krankheitsanfällig, die GPO-Bayern-Liste führt sie ohne nennenswerte Krankheitsanfälligkeit, und mehrere Quellen betonen die geringe Anfälligkeit für Schorf und Mehltau. Die Sorte kommt noch in rauen Lagen und Höhenlagen zurecht, ist winterhart und stellt keine besonderen Boden- oder Klimaansprüche; wegen der großen Früchte, die im Herbst leicht von Stürmen abgeworfen werden, ist ein einigermaßen windgeschützter Stand vorteilhaft. Namengebend ist das ausgesprochen frühe Ertragsverhalten: Der Züchter beobachtete, dass der Mutterbaum schon als vierjähriger Sämling Blütenknospen ansetzte; früher Ertragsbeginn und hohe, verlässliche Erträge werden von Wikipedia, GPO Bayern und der NRW-Liste bestätigt, wogegen der OGV Mössingen eine ausgeprägte Alternanz vermerkt – hier sind die Quellen uneinheitlich. Uneinheitlich ist auch die Blütezeit: Die auf ältere Pomologie gestützte Wikipedia-Darstellung nennt die Sorte früh- und langblühend, unempfindlich und einen guten Pollenspender, während GPO Bayern sie unter den spätblühenden Sorten mit "mittelspät" führt. Für Streuobstwiese und Hochstamm ist sie ausdrücklich geeignet; der Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW empfiehlt sie als Streuobst-Anbausorte, für den Hausgarten gilt sie nur eingeschränkt als geeignet.
Geschmacklich ist 'Fießers Erstling' zunächst stark säuerlich und "eigentümlich gewürzt"; das Fleisch ist weiß, locker, sehr saftig und fest, der Geschmack säurebetont mit erfrischendem, weinsäuerlichem Aroma, das die Sorte frisch gepflückt für den Rohgenuss wenig empfiehlt. Erst nach längerer Lagerung, wenn die Säure zurückgeht, wird sie auch als Tafelapfel brauchbar; Bannier stuft sie als Wirtschafts- und (eingeschränkt) Tafelapfel mit Geschmacksnote 2–3 ein und nennt sie geeignet für Kompott und Apfelkuchen. Hauptverwendung ist die Wirtschafts- und Mostnutzung, einschließlich Apfelwein/Cidre und Brennfrucht (GPO Bayern). Die Pflückreife liegt je nach Quelle zwischen Mitte September und Anfang Oktober (Bannier: 23.09.–06.10.; GPO Bayern: Anfang/Mitte September; ältere Beschreibungen: Oktober baumreif), die Genussreife etwa ab Anfang bis Mitte November. Zur Lagerfähigkeit reichen die Angaben von rund drei bis vier Monaten (bis Dezember) bis hin zu "bis März und länger" in der älteren Literatur.
Die Frucht ist mittelgroß bis groß (um 140 g), etwas unregelmäßig, kugelig-abgeflacht bis kegelförmig; die Schale ist glatt, glänzend und geschmeidig, anfangs grün, später gelb, sonnenseits mit rötlichem Anflug und karminroten Streifen, die Punkte sind wenig sichtbar. Die Stielhöhle ist nicht tief, eng und faltig, grün oder nur schwach berostet; das Kernhaus ist hohlachsig mit geräumigen Fächern und vielen lang zugespitzten, schwarzbraunen Samen. Optisch gilt die Frucht als wenig ansprechend. Die Sorte stammt von G. H. Fießer, großherzoglichem Hofgärtner in Baden-Baden, und ist ein Sämling des 'Bismarckapfels'; als Züchtungs- bzw. Einführungsjahr werden 1898 (FRUCTUS, Stadt Reutlingen, NABU Templin) bzw. "Ende der achtziger Jahre" des 19. Jahrhunderts für die Markteinführung genannt – die Datierung ist also nicht einheitlich überliefert. Wegen Fruchtbarkeit und Winterhärte war sie einst weit verbreitet, heute wird sie als gefährdete Sorte geführt; Erhaltungsakzessionen bestehen im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt (obstsortenerhalt.de), und FRUCTUS/Agroscope haben ein eigenes Sortenblatt erarbeitet. Grundlage dieser Beschreibung sind vor allem H.-J. Bannier (Bergischer Streuobstwiesenverein), die Sortenporträt-PDF der BUND-Lemgo-Obstsortendatenbank, die Streuobst-Sortenliste der Landwirtschaftskammer NRW, die Sortenliste der GPO Bayern sowie FRUCTUS und ProSpecieRara.
Quellen: Fießers Erstling – Bergischer Streuobstwiesenverein · Fießers Erstling – Wikipedia · Fießers Erstling – Sortenporträt (PDF), BUND Lemgo Obstsortendatenbank · Fiessers Erstling – FRUCTUS · Fiessers Erstling – Sortenblatt (PDF), FRUCTUS/Agroscope · Fiessers Erstling – ProSpecieRara Sortenfinder OB-11456 · Obstsortenempfehlung für Streuobst (NRW-Sortenliste, PDF) – Landwirtschaftskammer NRW · Spätblühende Apfelsorten, alphabetisch (PDF, Stand Nov. 2025) – GPO Bayern · Sortenliste Äpfel alphabetisch (PDF, Sept. 2025) – GPO Bayern · Apfelsorten für Streuobst – OGV Mössingen e. V. · 17. Fießers Erstling – Stadt Reutlingen · Apfelsorte Fießers Erstling – NABU Templin · Fießers Erstling: Anbau, Pflege & Ernte – Plantura (geringe Verlässlichkeit) · Apfel 'Fießers Erstling' – NaturaDB (geringe Verlässlichkeit) · Apfelbaum Fiessers Erstling – Biobaumversand (geringe Verlässlichkeit)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-28). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Winterapfel.
Robuster, reichtragender Wirtschafts- u. Tafelapfel mit anfangs stark säuerlicher, später säuerlich-aromatischer Frucht, optisch weniger ansprechend. Baum mittelstark wachsend, kaum anfällig für Krankheiten.
Extrem früher Blattaustrieb.
Fießers Erstling: • ==diploid== • ausgeprägte aromatische Säure • Auch in kalten Lagen • Robust, kaum anfällig für Krankheiten • mittelstarker Wuchs, auf Hochstamm regelmäßige Schnittpflege erforderlich • alternierend, aber reichtragend
Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Wikipedia (de)
| Baum | treedoc-ID | Bongert | Position | Pflanzjahr | Karte |
|---|---|---|---|---|---|
| 136 | 8TQE4GH | Streuobstplantage Gartenfeld | 2025 | Karte |
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