Birne · Pyrus communis Archiv feq5xpp0r8 ↗ Verlauf
Wirtschaftsobst Dörrobst
Synonyme: Fleur-Pommier
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Die Blumenbirne wird nach Diel ein großer Baum mit einer flachgewölbten, ausgebreiteten Krone, die gern hängende Zweige macht. Sein Wuchs ist gesund, und der Baum gedeiht nach der Beschreibung im Illustrirten Handbuch der Obstkunde in allerlei Boden. Die hervorstechende Eigenschaft ist die außerordentliche Fruchtbarkeit: Der Baum trägt früh und sehr reich; die Handbuchbearbeiter bestätigten die frühe und reiche Tragbarkeit auch an eigenen Bäumen, und 1858 trug in Herrnhausen selbst ein stattvoll tragender Zwergbaum. Weil nach Diel die Empfehlung der Sorte hauptsächlich nur in dieser Fruchtbarkeit bestand, ist sie dennoch nicht verbreitet worden.
Die Frucht zeitigt nach Diel Ende August; in der Gegend des Handbuchbearbeiters reifte sie selbst in warmen Jahren (wie 1858) erst im September. Sie hält sich nicht länger als etwa 14 Tage. Das mattweiße Fleisch gilt nach Diel als halbschmelzend und hat einen recht angenehmen, zuckerartigen Geschmack; ein Geruch fehlt. Zum Kochen und zum Welken (Dörren) ist die Birne nach dem Handbuch ganz brauchbar.
Die Frucht ist 2¼ Zoll breit und ebenso hoch oder etwas niedriger, abgestumpft rundkreiselförmig und den Pomeranzenbirnen an Form ähnlich; der Bauch liegt bald mehr zum Kelch, bald fast in der Mitte, nach dem Stiel läuft die Frucht mit flachrunden Linien zu einer stark abgestumpften Spitze aus. Der hartschalige Kelch steht weit offen in kleiner, ebener Senkung; der holzige Stiel ist 1–1½ Zoll lang und sitzt in enger, ebener Höhle, oft von kleinen flachen Beulen umgeben. Die glatte, feine, geschmeidige Schale ist vom Baum gelbgrünlich, später citronengelb; die Sonnenseite ist mit einem freundlichen Rot leicht verwaschen, zum Stiel hin mit deutlicheren Streifenspuren, während viele Früchte gar keine Röte zeigen. Die zahlreichen Punkte sind in der Grundfarbe fein grün, später heller gelb umringelt, in der Röte gelblich. Das Kernhaus ist geschlossen und groß, mit unbedeutender hohler Achse; die geräumigen Kammern enthalten viele lange, spitze, schwarzbraune Kerne, die Kelchröhre ist sehr flach. Die Sorte wurde von van Mons erzogen und in dessen Katalog (Sér. 2, Nr. 1780) als 'Fleur-Pommier' geführt; Diel erhielt sie von ihm und beschrieb sie (Diel II, S. 253). Die Beschreibung im Illustrirten Handbuch der Obstkunde (Bd. 2: Birnen, Nr. 96, 1860) lieferte Jahn mit Anmerkungen Oberdiecks; eine Farbtafel enthält Aehrenthal, Deutschlands Kernobstsorten. Die Angaben beruhen auf dieser historischen Primärquelle, zugänglich über die BUND-Lemgo-Obstsortendatenbank.
Quellen: Blumenbirne – BUND-Lemgo Obstsortendatenbank (Sortenkartei) · Illustriertes Handbuch der Obstkunde, Bd. 2: Birnen, Nr. 96 'Die Blumenbirne' (Volltext-PDF) · Blumenbirne – Farbtafel nach Aehrenthal: Deutschlands Kernobstsorten (BUND-Lemgo)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3-flash + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-09-01). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.