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Maunzenapfel

Apfel · Malus domestica

Herkunft
Holzhausen bei Göppingen, Württemberg
Seit
1930
Wüchsigkeit
stark
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Mitte September – Ende September (09C-09E)
Blüte
spät
Genussreife
Anfang Oktober – Mitte November (10A-11C)
Wikidata
Q1911153

Wirtschaftsobst Mostobst Stammbildner

#Stammbildner#Steckhölzer#gesund#langlebig

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Maunzenapfel bildet einen starkwüchsigen Baum und gilt als robuste Streuobstsorte: gegenüber Schorf, Obstbaumkrebs und Mehltau wird er als widerstandsfähig beschrieben, zudem als windfest – Eigenschaften, die ihn für den freistehenden Hochstammanbau auf Streuobstwiesen empfehlen (H.-J. Bannier, Bergischer Streuobstwiesenverein). Anfällig sind dagegen die Früchte, und zwar stark für Stippe. Das Ertragsverhalten ist ausgeprägt alternierend; nach der von Bannier zitierten Angabe von Mühl wechseln sich Jahre mit sehr hohen Ernten und Jahre mit völligem Ertragsausfall ab, wobei der Gesamtertrag über die Jahre dennoch sehr hoch ausfällt. Wegen des kräftigen, gesunden Wuchses wird die Sorte auch als Stammbildner verwendet; im Obstmuttergarten Rheinland ist sie im Sortiment der Apfel-Stammbildner geführt. Zu Boden-, Klima- und Höhenlagenansprüchen, zur Blütezeit im engeren Sinne und zur Lebensdauer liegen in den ausgewerteten fachlichen Quellen keine belastbaren Angaben vor; die Einordnung der Blüte als „mittel bis spät“ und die Empfehlung als guter Pollenspender stammen bislang nur aus Baumschulangaben und sind nicht unabhängig bestätigt.

Geschmacklich und in der Verwendung ist der Maunzenapfel ein reiner Wirtschafts- und Mostapfel; als Tafelapfel kommt er kaum in Frage. Der Geschmack wird als säure- und gerbstoffbetont, herb und relativ geschmacklos beurteilt (Verkostungsnote 4– bei Bannier). Gerade diese Säure- und Gerbstoffbetonung ist bei früh reifenden Äpfeln selten und macht die Sorte zur Beimischung für die oft süßen Säfte der Frühsorten und für Frühherbst-Apfelsaftcuvées interessant. Die Ernte fällt nach Bannier in die zweite Septemberhälfte (etwa 14.–28.09.), die Lagerfähigkeit ist mit ein bis eineinhalb Monaten gering. Baumschulangaben nennen abweichend eine Reife im Oktober und Haltbarkeit bis März sowie einen hohen, regelmäßigen Ertrag; diese Angaben widersprechen den fachlichen Quellen und sind mit Vorbehalt zu lesen. Eine Sortenliste eines Naturschutzgebiets führt neben Most auch Back- und Kochverwendung sowie einen hohen Vitamin-C-Gehalt an.

Zur Frucht selbst liegen vor allem Angaben aus dem Baumschulhandel vor: mittelgroß, gleichmäßig und zugespitzt gebaut, Schale glatt und zur Reife leicht fettig, Grundfarbe gelblich-grün, sonnenseits zur Vollreife intensiv rot-orange gestreift; Fruchtfleisch weiß, feinzellig, mittelfest und sehr saftreich. Zur Herkunft wird angegeben, die Sorte sei 1930 vom Baumwart Maunzen in Holzhausen bei Göppingen (Württemberg) als Sämling gefunden worden und habe sich von dort verbreitet; Süddeutschland/Württemberg gilt entsprechend als Ursprungsgebiet, verbreitet ist sie heute auch in Bayern und Österreich. Eine historische Abbildung findet sich bei Seitzer, Farbtafeln der Apfelsorten (1949). Die Darstellung beruht in ihrem fachlichen Kern auf H.-J. Bannier (Sortenporträt beim Bergischen Streuobstwiesenverein, mit Zitat nach Mühl), ergänzt um die Stammbildner-Angabe des Obstmuttergartens Rheinland und Herkunftsangaben aus einer Naturschutz-Sortenliste.

Quellen: Maunzenapfel – Bergischer Streuobstwiesenverein (H.-J. Bannier) · Obstmuttergarten Rheinland: Apfelstammbildner · Maunzenapfel – Obstsortendatenbank (BUND Lemgo) · Maunzenapfel – Obstsorten, Naturschutzgebiet Buchleite · Maunzenapfel (Apfel) – Sortenbeschreibung KOB, obstsorten-bw.de (PDF) · Maunzenapfel – Streuobst in Bayern · Maunzen – Wikipedia · Apfelbaum, Herbstapfel 'Maunzenapfel' – alte-obstsorten-online.de (geringe Verlässlichkeit) · Apfel 'Maunzen' – Native Plants Pflanzenversand (geringe Verlässlichkeit) · Maunzenapfel: Anbau, Pflege & Ernte – Plantura (geringe Verlässlichkeit) · Maunzenapfel · Bio-Apfel Maunzenapfel – Biobaumschule Artner (Shop) (geringe Verlässlichkeit) · Apfelbaum Maunzenapfel – biobaumversand.de (geringe Verlässlichkeit) · Maunzenapfel – Shop Haidegg (geringe Verlässlichkeit) · Maunzenapfel – bioobstsaft.at (geringe Verlässlichkeit) · DeWiki > Maunzen (Wikipedia-Spiegel) (geringe Verlässlichkeit)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-08-04). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#Stammbildner #langlebig #gesund

Sehr frosthart, starkwüchsig bis ins hohe Alter. Kann wohl auch #Steckhölzer produzieren.

In der Literatur

Der Baum ist nur schwach anfällig für Obstbaumkrebs und Feuerbrand, gar nicht für Schorf. Er braucht nur wenig Pflege und ist ausgesprochen frosthart. Die Krone ist gut gebaut und kugelig. Die Sorte wurde, wegen ihrer herausragenden Frostresistenz, häufig als Stammbildner eingesetzt. (Wikipedia)

Reiner Wirtschafts- bzw. Mostapfel mit säuerlich-herber Frucht, als Tafelapfel kaum infrage kommend. Baum starkwüchsig, robust gegenüber Schorf, Krebs u. Mehltau, Früchte jedoch stark anfällig für Stippe.

Die Sorte selbst ist übrigens ein sehr guter Saft- und Mostapfel und auch als Baum gesund mit schönem Wuchs. Kein Tafelobst.

Der Maunzenapfel ist eine frühe Apfelsorte, deren Geschmack säure- und gerbstoffbetont ist – und das ist bei den im September reifenden Äpfeln eher selten zu finden. Er eignet sich deshalb gut als Beimischung zu den oft süßen Apfelsäften aus Frühsorten. Auch seine Robustheit und die Windfestigkeit prädestinieren ihn zum Anbau für Frühherbst-Apfelsaftcuvees.

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Wikipedia (de)

Dokumentierte Bäume (treedoc) 2

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
125 5qYKf3d Streuobstplantage Gartenfeld 2024 Karte
145 pZjHvEq Streuobstplantage Spechtsberg C02 2025 Karte

Weitere OSM-Bäume 3

OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
13154902213 Maunzenapfel Malus domestica 49.77820, 9.99838
13155228390 Maunzenapfel Malus domestica 49.77785, 9.99888
3313235087 Maunzenapfel Malus domestica 49.06714, 8.48269

OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.