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Carlsapfel

Apfel · Malus domestica Archiv geejeqdrm0 ↗ Verlauf

Der Carlsapfel ist eine alte deutsche Apfelsorte, die seit 1801 bekannt ist und vor allem durch ihre Unkompliziertheit überzeugt. Er trägt früh, regelmäßig und reich, gilt als gesund und robust mit guter Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und stellt keine besonderen Ansprüche an den Standort, sodass er auch mit weniger günstigen Böden zurechtkommt. Daher eignet er sich gut für den Streuobstbau und als Hochstamm. Die Früchte reifen Anfang Oktober bis Ende November.

Herkunft
Deutschland
Seit
1801
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
breitkugelig
Genussreife
Anfang Oktober – Ende November (10A-11E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst Mostobst

Synonyme: Karlsapfel, Malcarle, Mela Carla

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum des Carlsapfels wird von Diel (1801) als starkwüchsig beschrieben und bildet eine große, breitkugelige Krone. Er gilt als gesund und robust, mit guter Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten. Der Ertrag setzt früh ein und ist regelmäßig und reich. Die Sorte eignet sich gut für den Streuobstbau und als Hochstamm; sie stellt keine besonderen Standortansprüche und kommt auch mit weniger günstigen Böden zurecht.

Die mittelgroßen bis großen Früchte reifen im Herbst und sind von süß-säuerlichem, angenehm aromatischem Geschmack. Der Carlsapfel eignet sich sowohl als Tafelobst als auch zur Mostbereitung und für die Küche. Die Genussreife liegt etwa im Oktober bis November, die Haltbarkeit ist begrenzt.

Pomologisch wird die Frucht als rundlich bis plattrund, oft etwas unregelmäßig geformt beschrieben. Die Grundfarbe ist grünlichgelb, die Deckfarbe kann eine rötliche Backe oder Streifung zeigen. Die Schale ist glatt, der Stiel kurz und kräftig. Das Fleisch ist gelblichweiß, fest und saftig. Die Sorte ist identisch mit dem Karlsapfel und führt auch die Synonyme Mela Carla und Malcarle. Sie wurde bereits um 1800 von Diel beschrieben und war im 19. Jahrhundert in Deutschland, besonders in der Oberlausitz und in Bayern, verbreitet. Heute wird sie in der Sammlung der Oberlausitz-Stiftung in Ostritz erhalten. Nach Wikipedia soll die Sorte dem Markgrafenapfel ähneln. (Hauptquellen: Diel 1801, Dochnahl 1855, Schlitt 2019)

Quellen: Diel: Versuch einer systematischen Beschreibung in Deutschland vorhandener Kernobstsorten 1799-1819 · Christ: Vollständige Pomologie Band I Kernobst, Frankfurt 1809 · Dochnahl: Der sichere Führer in der Obstkunde - Band I Äpfel, Nürnberg 1855 · Hinkert: Systematisch geordnetes Handbuch der Pomologie – Band I – Äpfel, München 1836 · Hinkert: Gründlicher Unterricht in der practischen Obstbaumzucht, München 1830 · Henne/Dochnahl: Anweisung wie man eine Baumschule von Obstbäumen im Großen anlegen solle, Auflagen 3–6 · Zorn: Verzeichnis aller in Deutschland angebauten Kernobstsorten, Wiebelsheim 2019 · Schlitt: Die historischen Apfelsorten der Oberlausitz – Eine Spurensuche · Landwirtschaftsgesellschaft Steyermark: Beschreibung der Obstsorten in der Centralobstbaumschule am ständischen Musterhofe in Grätz – Äpfel, 1827

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-18). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks