Apfel · Malus domestica
Tafelobst Wirtschaftsobst
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Synonyme: Aachener Hausäpfelchen, Corneli's Hausapfel, Cornely's Gestreifter Hausapfel, Huusäppelke
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Der Baum von Cornely's Hausapfel (heute meist Aachener Hausapfel genannt) wächst nach dem Sortenporträt von Hans-Joachim Bannier mittelstark und bildet mittelgroße bis große, kugelige, relativ dicht verzweigte, außen etwas überhängende Kronen. Die Sorte gilt als breit anbaufähig und relativ robust gegenüber den Pilzkrankheiten Schorf, Obstbaumkrebs und Mehltau; lediglich auf schweren bzw. staunassen Böden wurde eine leichte Krebsanfälligkeit beobachtet. Trotz des lebhaften Wachstums bildet sie schon als Jungbaum viel kurzes Fruchtholz und kommt relativ bald in den Ertrag; der Ertrag ist reich, jedoch nicht ganz regelmäßig (der Originaltext bricht an dieser Stelle ab, weshalb die Angabe zum Alternieren nur eingeschränkt belegt ist). Die Blüte liegt nach dem Obstsortenflyer der Biologischen Station StädteRegion Aachen / der Biologischen Stationen im Rheinland (LVR) spät; die Sorte wird dort als vermutlich guter Befruchter eingeschätzt. Nach der Leseprobe des Handbuchs „Lokale Obstsorten“ der Biologischen Station StädteRegion Aachen ist Cornely's Hausapfel eine robuste, reichtragende und optisch attraktive Lokalsorte, die sich sowohl für den Hochstamm als auch für kleinere Baumformen eignet – für Haus- und Kleingarten würden heute allerdings meist aromatischere Sorten gesucht. Angaben zur Eignung in Höhenlagen und zur Lebensdauer der Bäume fehlen in den vorliegenden Quellen; erhalten sind vor Ort noch Altbäume in Streuobstbeständen und Gärten.
Geschmacklich ist die Frucht süßsäuerlich und leicht gewürzt, bei festem, markigem und nur gering saftigem Fleisch, das nach dem Anschneiden deutlich bräunt. Wikipedia bezeichnet den Aachener Hausapfel als guten, gut lagerfähigen Tafelapfel; traditionell wurden die kleinen Früchte im Raum Aachen entkernt und „gestooft“ bzw. gestovt (in wenig Wasser gedünstet), teils gefüllt als Nachtisch gegessen (auch nach NABU Kreisverband Heinsberg). Der Aachener Obstsortenflyer nennt Frischverzehr und Verarbeitung, vor allem für die Küche, als Verwendung. Die Pflückreife liegt Anfang bis Mitte Oktober; bei guten Lagerbedingungen halten die Früchte bis zum Frühjahr (NABU Heinsberg gibt Lagerung bis Januar an). Da die Früchte wenig druckempfindlich sind, lassen sich auch geschüttelte Äpfel noch einlagern.
Pomologisch ist die Frucht klein und rundlich, auch im Querschnitt ziemlich rund; die Grundfarbe ist bei Genussreife gelb, die Deckfarbe orangerot bis bräunlich-, blut- oder purpurrot, verwaschen streifig, bei starker Ausfärbung flächig und oft über die ganze Frucht reichend. Stielseitig tritt eine starke feine hellbraune Berostung auf, die netzartig-streifig bis über die Fruchtmitte laufen kann; in der engen bis mittelweiten, flachen bis mitteltiefen Stielgrube ist die Berostung oft schuppig oder warzenartig – hier reißt die Frucht gern auf und fault. Das Fruchtfleisch ist hell gelblich-weiß, vereinzelt fein rötlich geädert, fest und mittelfeinzellig. Die Sorte entstand wohl um 1800 im Raum Aachen und wurde 1816 von Diel als Cornely’s Gestreifter Hausapfel erstbeschrieben (Originalname); die Früchte stammten von Carl Cornely aus Maire, Bürgermeister in Rimburg bei Aachen, der sie vermutlich aus Samen gezogen hatte. Cornely beschrieb sie selbst in „Der niederrheinische Obstgarten“ (1844), Oberdieck 1875 im „Illustrirten Handbuch der Obstkunde“ als Corneli’s Hausapfel, Engelbrecht 1889 in „Deutschlands Apfelsorten“. Überregionale Bedeutung erlangte sie nie, im Rheinland – besonders im Raum Aachen – aber als „Huusäppelke“ bzw. „Aachener Hausäpfelchen“ eine gewisse Beliebtheit (Empfehlung für die Kreise Aachen und Eupen 1915/16). Heute ist sie fast nur noch in der Städteregion Aachen sowie vereinzelt in den Kreisen Heinsberg und Düren zu finden, gilt als stark gefährdet und steht auf der Roten Liste gefährdeter einheimischer Nutzpflanzen; aus ihren Kernen zog Cornely die eigenständige Sorte Doppelter Hausapfel. Beschreibung nach H.-J. Bannier (obstsortenerhalt.de / Pomologen-Verein), Biologische Station StädteRegion Aachen bzw. LVR-Obstsortenflyer, NABU Aachen/Heinsberg und Wikipedia.
Quellen: Beschreibung Obstsorte 16643 – Pomologen-Verein Sortendatenbank · Cornely´s Gestreifter Hausapfel und Doppelter Hausapfel (Obstsortenflyer, PDF) · Cornely's (Gestreifter) Hausapfel – Leseprobe Handbuch Lokale Obstsorten (Biologische Station StädteRegion Aachen, PDF) · Lokale Obstsorten – Biologische Station StädteRegion Aachen · Aachener Hausapfel – Wikipedia · Lokale Obstsorten im Kreis Heinsberg – NABU Kreisverband Heinsberg · Apfelsorten (Malus) – Empfehlungsliste Aachen (NABU Aachen, PDF) · DeWiki: Aachener Hausapfel (Spiegelseite) (geringe Verlässlichkeit)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-26). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
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