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Doppelter Neuha(e)user

Apfel · Malus domestica

Herkunft
Bergisches Land (Nordrhein-Westfalen)
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Wuchsform
breit, überhängend
Gefährdung
stark gefährdet
Ernte
Ende September – Anfang Oktober (09E-10A)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
1. Oktober – 15. Februar (10A-02C)

Wirtschaftsobst Mostobst

#Apfel#Suchliste

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum des Doppelten Neuhäuser wächst nach der Sortenbeschreibung des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt mittelstark bis stark und bildet eine breit ausladende Krone mit außen teils schirmartig überhängenden Ästen – ähnlich der verwandten Bergischen Sorte Neuhäuser oder der überregional bekannten Sorte Jakob Lebel; H.-J. Bannier charakterisiert den Baum knapp als starkwüchsig. Er gilt als wenig anfällig gegenüber Mehltau und Obstbaumkrebs, in ungünstigen Lagen bzw. örtlich zeigt er eine geringe bis mäßige Schorfanfälligkeit. Das Blatt ist mittelgroß bis groß, oval, dunkelgrün und etwas derb. Die Blüte erscheint mittelfrüh und ist selten üppig; dennoch tragen die Bäume reich und regelmäßig, kommen in der Jugend aber spät in den Ertrag. Als vermutlich triploide Sorte ist der Doppelte Neuhäuser nicht als Befruchter für andere Sorten geeignet, braucht also selbst geeignete Pollenspender in der Nachbarschaft. Empfohlen wird die Sorte für die Streuobstwiese; zum Platzbedarf großkroniger Hochstämme, zu Boden- und Höhenlagenansprüchen sowie zur Lebensdauer liegen in den eingesehenen Quellen keine eigenen Angaben für diese Sorte vor.

Geschmacklich und in der Verwendung ist der Doppelte Neuhäuser eine reine Wirtschaftssorte: Er dient der Saftbereitung und der häuslichen Verarbeitung, im Bergischen Land in erster Linie der Herstellung von Apfelkraut. Die Früchte werden als süßlich und ohne Säure beschrieben; sie werden bald nach der Ernte etwas fad. Bannier bewertet den Geschmack entsprechend nur mit der Note 4 (1 = sehr gut). Die Pflückreife liegt Ende September bis Anfang Oktober (bei Bannier 23.09.–06.10.); die Früchte lassen sich etwa 2 bis 2½ Monate lagern, obstdoc führt eine Verwendbarkeit bis Mitte Januar/Februar. Als Tafelapfel ist die Sorte nicht von Bedeutung.

Zur Frucht selbst ist wenig Detailliertes belegt: Sie ist groß und breitrund kegelförmig (so die Abgrenzung gegenüber dem mittelgroßen, abgerundet kegelförmigen Neuhäuser) und kann im Erscheinungsbild der Sorte Riesenboiken ähneln; als Verwechsler werden neben Neuhäuser und Riesenboiken u. a. Boikenapfel, Minister von Hammerstein und Adersleber Kalvill genannt. Der Doppelte Neuhäuser ist eine Regionalsorte des Bergischen Landes östlich von Köln, wo neben ihm auch der ähnliche Neuhäuser verbreitet war. Eine sichere pomologische Trennung beider Sorten ist wegen der umweltbedingten Variabilität der Früchte nicht immer möglich; ein molekulargenetischer Vergleichstest ergab, dass sie miteinander verwandt, aber nicht identisch sind. Mit der einst an der Niederelbe verbreiteten, nach Neuhaus a. d. Oste benannten Sorte Neuhäuser Boiken haben beide Bergischen Sorten nichts zu tun – gelegentliche Baumschulbezeichnungen wie „Doppelter Neuhäuser Boiken“ sind irreführend. (Nach dem Sortenporträt auf obstsortenerhalt.de/Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt und der Kurzbeschreibung von H.-J. Bannier beim Bergischen Streuobstwiesenverein.)

Quellen: Doppelter Neuhäuser – Bergischer Streuobstwiesenverein (H.-J. Bannier) · Doppelter Neuhäuser · H.-J. Banniers Apfelsorten geordnet nach Pflückreife – Bergischer Streuobstwiesenverein · Doppelter Neuhäuser – LiKK e.V. · Luxemburger Renette

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-26). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#Suchliste

Der Baum des Doppelten Neuhäuser hat einen mittelstarken bis starken Wuchs mit einer breit ausladenden Krone und außen zum Teil schirmartig überhängenden Ästen (ähnlich dem Neuhäuser oder auch der überregional bekannten Sorte Jakob Lebel). Er ist wenig anfällig gegenüber Mehltau oder Obstbaumkrebs, in ungünstigen Lagen etwas anfällig für Schorf. Das Blatt ist mittelgroß bis groß, oval, dunkelgrün, etwas derb. Die Blüte zeitigt im Frühjahr mittelfrüh und selten üppig. Dennoch tragen die Bäume reich und regelmäßig. Als vermutlich triploide Sorte ist der Doppelte Neuhäuser jedoch nicht als Befruchter für andere Sorten geeignet. In der Jugend kommt die Sorte spät in den Ertrag.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

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