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Gelbmöstler

Birne · Pyrus communis

Herkunft
Schweiz
Seit
1800
Wüchsigkeit
stark
Ernte
Ende September – Anfang Oktober (09E-10A)
Genussreife
Ende September – Anfang Oktober (09E-10A)
Wikidata
Q15811550

Mostobst Brennobst

#gesund#starkwüchsig

Synonyme: Gelbmostler, Gälmöstler, Helleger Mostbirne, Möstler, Tropfbirne, Welsche Bergbirne

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Gelbmöstler bildet einen starkwüchsigen Baum und gilt als typische Hochstamm- bzw. Streuobstsorte; fast alle Bäume zeigen den für die Sorte charakteristischen Rechtsdrehwuchs des Stammes, der sie im Bestand kenntlich macht. Die Sorte wird als sehr robust und anpassungsfähig beschrieben und eignet sich für nahezu alle Standorte; besondere Wärmeansprüche stellt sie nicht, und der Anbau wird ausdrücklich auch in Gebirgs- bzw. Höhenlagen über 350 m empfohlen. Der Ertrag setzt mittelfrüh ein und ist anschließend sehr hoch – die Sorte gilt als Massenträger. Zu Blühzeitpunkt, Befruchtung, Lebensdauer und zur Anfälligkeit gegenüber Schorf, Krebs oder Feuerbrand liegen in den ausgewerteten frei zugänglichen Quellen keine belastbaren Angaben vor; dort steht lediglich die pauschale Einschätzung "robust". Die bei ProSpecieRara genannten Standortansprüche (Anbau bis etwa 800 m Seehöhe, tiefgründige, kräftige Böden, windgeschützte, sonnige Lage) sind allgemeine Hinweise für Birnen und nicht sortenspezifisch erhoben.

Der Gelbmöstler ist eine reine Wirtschaftssorte für Most und Brand. Das Fruchtfleisch ist fest und saftig, bei Vollreife zuckerreich, ziemlich würzig, dabei deutlich sauer und herb bis gerbstoffreich; erst im überreifen, "teigen" Zustand wird die Frucht auch roh essbar. Die Birne gibt viel und klaren Saft, der wegen der Herbe üblicherweise mit dem Saft süßerer Birnen- oder Apfelsorten verschnitten wird – die Sorte gilt daher als Verschnitt- und Cuvéesorte und wird ebenso zu Wein und Obstbrand verarbeitet. Die Ernte sollte so spät wie möglich erfolgen, weil zu früh gepflückte Früchte einen zu hohen Gerbstoffgehalt in Saft und Most ergeben. Die Baumreife liegt Ende September (nach ProSpecieRara reift die Sorte Mitte September), die Genussreife Ende September bis Anfang Oktober; die Früchte werden schnell teigig und halten im Naturlager nur etwa zwei Wochen.

Die Frucht ist klein bis mittelgroß, flachkugelig bis stumpfkreiselförmig, mittelbauchig, etwa 40–55 mm hoch und 45–60 mm breit und gegen den Kelch abgerundet. Die Grundfarbe ist grüngelb bis goldgelb, eine Deckfarbe fehlt meist oder ist selten leicht rotbraun verwaschen; die Haut ist glatt und leicht wachsig. Der Stiel ist lang, schwach gekrümmt und am Ansatz leicht fleischig, um den Stiel findet sich eine mehr oder weniger ausgeprägte Berostung, der Kelch ist meist noch stärker berostet. Das Fleisch ist gelblich-weiß und grobkörnig, Kerne sind oft nur wenige und schwach ausgebildet. Die Sorte stammt vermutlich aus Bernhardzell im Kanton St. Gallen (Schweiz) und fand ab 1800 stärkere Verbreitung, zunächst in der Nordschweiz, später in der Bodenseeregion und der übrigen Schweiz; um 1870 war sie in St. Gallen und Appenzell weit verbreitet. Sie ist unter zahlreichen Synonymen bekannt, u. a. Möstler, Gälmöstler (Schweiz), Gelbmostler (Österreich), Tropfbirne, Welsche Bergbirne (deutsches Bodenseeufer, Vorarlberg) und Helleger Mostbirne (Vorarlberg). Von der ähnlichen Runden Mundnetzbirne unterscheidet sie sich nach Jan Bade durch längeren Stiel und sehr gerbstoffreiches Fruchtfleisch. Grundlage dieser Beschreibung sind das Sortenportrait des Bergischen Streuobstwiesenvereins (Jan Bade, nach Petzold und Kessler), der ProSpecieRara-Sortenfinder sowie der Wikipedia-Artikel (nach Szalatnay/Kellerhals/Frei/Müller, "Früchte, Beeren, Nüsse", Haupt 2011).

Quellen: Gelbmöstler – Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. (BSOWV) · Gelbmöstler – Wikipedia · Gelbmöstler – ProSpecieRara Sortenfinder (OB-10161) · Akzessionen – obstsortenerhalt.de (Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt) · Obstmuttergarten Rheinland – Birne (Sortimentsliste) · B_Gelbmöstler – GPO Gesellschaft für Pomologie und Obstsortenerhaltung Bayern · Birne Gelbmöstler – Obstarche Reddelich · Markantes Kulturgut droht auszusterben – Schweizer Bauer · Sortenliste Birnen (Stadt Pforzheim, PDF) · Alte Sorten, Most- und Dörrbirnen – BOGL Baden-Württemberg · Birne 'Gelbmöstler' – NaturaDB (geringe Verlässlichkeit) · Birnbaum Gelbmöstler – Biobaumversand (geringe Verlässlichkeit) · Herbstbirne 'Gelbmöstler' – Native Plants (geringe Verlässlichkeit) · Gelbmöstler – Brennerei Hartter (geringe Verlässlichkeit)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-29). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#starkwüchsig #gesund

Die Sorte ist sehr stark anfällig für Feuerbrand.

In der Literatur

Die Reife erfolgt Mitte September bis Oktober. Die Früchte werden nach und nach reif und fallen vorzeitig vom Baum (sog. Tropfsorte). Daher rührt auch der Name „Tropfler“. Die Früchte müssen vollkommen reif und einige Tage gelagert sein, ehe sie gemostet werden. Sie werden sehr rasch teigig. (Wikipedia)

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Wikipedia (de)

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.

Weitere OSM-Bäume 2

OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
13910659323 49.40336, 9.54720
4299026030 Gelbmöstler 49.13702, 8.61005

OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.