obstdoc / Bosc’s Flaschenbirne
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Bosc’s Flaschenbirne

Birne · Pyrus communis Archiv mzjzgdg5h8 ↗ Verlauf

Herkunft
Belgien
Seit
1810
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Wuchsform
pyramidal, im Alter hängend
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Ende September – Anfang Oktober (09E-10A)
Blüte
mittelspät bis spät
Genussreife
Anfang Oktober – Anfang November (10A-11A)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Synonyme: Kaiser Alexander

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum wächst mittelstark mit pyramidaler, im Alter hängender Krone; die langen Jahrestriebe tragen sich nicht aufrecht, weshalb in der Jugend durch Schnitt und Binden nachgeholfen werden muss (nach „Unsere besten Deutschen Obstsorten“, ubd). Nach Eintritt der regelmäßigen Tragbarkeit lässt der Wuchs nach, die Kronen entwickeln sich später aber von selbst schön. Die Tragbarkeit tritt früh ein und ist regelmäßig. Der Baum stellt geringe Bodenansprüche und gedeiht auch in leichtem Boden; kühles Klima sagt ihm besser zu als hohe Wärme, weshalb er auch in Höhenlagen und in raueren Lagen gut gedeiht. Er ist besonders frosthart und gegen Krankheiten und Schädlinge ziemlich widerstandsfähig, bei geringer bis mittlerer Schorfanfälligkeit. Die Blüte ist mittelspät bis spät, die Sorte diploid und ein guter Pollenbildner. Er will ungehindert wachsen, verträgt kurzen Schnitt nicht und eignet sich daher nicht gut für Zwerg- und kleinere Formen; Hoch- und Halbstamm (und der Wildling als Unterlage) sind die besten Formen, auf Quitte gedeiht er nicht gut. Zum Umpfropfen älterer Bäume ist er sehr geeignet, da die Fruchtbarkeit bald eintritt. Die Sorte ist breit anbaufähig bis mittlere Höhenlagen und wird auch für Streuobstwiesen als geeignet genannt; wegen des hängenden Wuchses ist sie besonders für Birnenlagen empfohlen, da auch der Hochstamm gleichmäßig ausgebildete Früchte bringt.

Die Frucht ist eine der bekanntesten Marktfrüchte: gelblichweißes Fleisch, sehr saftig, zuckersüß („süßsauer“) und gewürzt mit feinem Aroma, halb- bis vollschmelzend. Sie ist eine gute Tafel- und Wirtschaftsfrucht, ebenso beliebt zum Rohessen wie zum Einmachen; daneben ergibt sie vorzügliches Birnenlatwerge, prächtige Trockenschnitze und ist als Dörrobst und zum Einkochen/Trocknen geeignet. Baumreif wird sie Mitte Oktober und muss dann binnen 3–4 Wochen verbraucht werden, sonst geht sie in Fäulnis über; vor der Baumreife gepflückt verlängert sie ihre Haltbarkeit. Bei Normallager sind es ebenfalls etwa 3–4 Wochen; Ernte-/Genussreife wird teils September–Oktober, teils Oktober–November angegeben.

Die Frucht ist mittelgroß bis groß (etwa 70 mm breit, 90–100 mm hoch), meist flaschenförmig bis birnen-, keulen- oder kelchförmig, kelchbauchig, nach dem Stiel stark verjüngt und kegelartig auslaufend, oft etwas gekrümmt. Kelch offen, kurzblättrig, dunkelbraun, in flacher, leicht beuliger Einsenkung; Stiel ziemlich lang (30–40 mm), typisch gebogen, meist wie eingesteckt. Schale glatt bis etwas rauh, hellgrün, später hellgelb, fast gänzlich zimtfarben graubraun berostet, ohne Deckfarbe, fein punktiert. Fleisch gelblichweiß, Kernhaus klein, oval, etwas hohlachsig bis geschlossen, Kerne gut entwickelt. — Herkunft: unklar; Diel erhielt die Sorte 1810 vom belgischen Birnenzüchter van Mons, der sie 1807 aus Samen gezogen haben soll; nach Leroy fand van Mons sie als unveredelten Baum bei Linkebeeke bei Brüssel; andere Quellen nennen sie schon um 1700 als „Beurre d’Apremont“ in der Kartäuser-Baumschule bei Paris. Benannt wurde sie nach Louis Augustin Guillaume Bosc. Seit 1810 in Deutschland bekannt, in den 1920er Jahren eine der drei zu Reichsobstsorten gewählten Birnen; heute Standardsorte des Erhalternetzwerks, in Ostdeutschland noch als Straßenbegleitpflanzung zu finden, sonst unregelmäßig verbreitet. Die Beschreibung beruht auf „Unsere besten Deutschen Obstsorten“ (ca. 1930) und „Nach der Arbeit“ (obstsortendatenbank.de) sowie den Porträts von obstsortenerhalt.de, der DGO und ARCHE NOAH.

Quellen: Unsere besten Deutschen Obstsorten – Boscs Flaschenbirne (Textquelle PDF) · http://www.obstsortendatenbank.de/osdb/nda/boscs_flaschenbirne_nda.pdf · http://www.obstsortendatenbank.de/boscs_flaschenbirne.htm · https://www.deutsche-genbank-obst.de/passport/view-mobile?id=3083 · https://www.arche-noah.at/media/boscs_flaschenbirne.pdf · https://de.wikipedia.org/wiki/Boscs_Flaschenbirne

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3-flash + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-09-03). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.