obstdoc / Herzog Nemours
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Herzog Nemours

Birne · Pyrus communis Archiv nm63jqanam ↗ Verlauf

Herkunft
Belgien (Sämling von van Mons)
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
pyramidal
Ernte
Ende Oktober – Anfang November (10E-11A)
Genussreife
Ende Oktober – Anfang November (10E-11A)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

#stammbildner

Synonyme: Duc de Nemours, Herzog von Nemours, Walter Scott

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Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum wächst kräftig und bildet nach Jahn eine pyramidale Krone; er ist fruchtbar, Lauche nennt ihn sehr tragbar. Er gedeiht auf Quitte, soll sich aber nach Jahn angeblich auch hochstämmig ziehen lassen, und stellt nach Lauche keine besonderen Bodenansprüche, solange der Boden nicht zu trocken ist; an Zwergstämmen werden die Früchte besonders schön und groß. Über Blüte, Befruchtung und Gesundheit enthalten die Quellen keine Angaben.

Das Fleisch ist fein, schmelzend und saftreich und schmeckt angenehm gewürzt, weinsäuerlich und gezuckert; Jahn empfand es zugleich als leicht weinig. Die Reife fällt in den späten Herbst – nach Jahn Ende Oktober bis Anfang November, nach Lauche Oktober/November. Die Gesellschaft van Mons bewertete die Frucht als Tafelobst ersten Ranges, und Lauche bezeichnet sie als vorzügliche Frucht für Tafel und Wirtschaft.

Die Frucht wird von Jahn als sehr groß, bauchig und birnförmig bis eirund beschrieben, nach dem Kelch zu gerippt oder beulig; Lauche hingegen zeichnet sie als mittelgroß und stumpf kegelförmig (rund 60 mm breit, 70 mm hoch). Jahn bemerkt selbst, dass sie auf freiem Stand kleiner bleibt als in Belgien. Der Kelch ist offen, kurzblättrig, aufrecht und grünbraun und sitzt in seichter, meist beuliger Senkung; der Stiel ist lang und stark, an der Basis fleischig bzw. von Fleischringeln umgeben, und ruht meist auf einem Höcker. Die Schale ist zunächst grün, später hellgrünlichgelb, mit feinen rötlichbraunen und grauweißen Punkten, matter gelblicher Rötung an der Sonnenseite und Roststreifchen um den Kelch; das Kernhaus ist von feinen Körnchen umgeben, hat enge Fächer und platte braune Kerne. Die Sorte geht auf einen Sämling van Mons' zurück (Nummer 1660), dessen Reiser 1831 an Simon Bouvier in Jodoigne gingen; Bouvier benannte sie „Duc de Nemours", während Poiteau einem Sämling gleicher Nummer den Namen „Poire Canet" gab und die zeitgenössische Literatur eine Identität mit der Beurré Noisette erörterte, ohne sie abschließend zu klären. Reiser desselben Sämlings erhielt auch Oberdieck, der sie „Walter Scott" nannte; Lauche und die neuere Literatur behandeln beide Namen deshalb als eine Sorte. Ausführlichere frühe Behandlungen lieferten Bivort (Album/Annales de Pomologie) und Jahn im Illustrierten Handbuch der Obstkunde (No. 490). Die Beschreibung beruht im Wesentlichen auf diesen beiden historischen Texten.

Quellen: Herzog von Nemours – Illustriertes Handbuch der Obstkunde No. 490 (Jahn), Scan der Obstsortendatenbank BUND-Lemgo · Walter Scott – Fruitteelt (Speccol), Wageningen UR

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

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