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Nußlocher Kotäckerle

Birne · Pyrus communis Archiv pg6qwmgngw ↗ Verlauf

Das Nußlocher Kotäckerle ist vor allem eine sehr gute Brennbirne. Die Früchte bleiben klein, ihr Fruchtfleisch ist kräftig süß, saftig und aromatisch. Der Baum bildet mächtige breitpyramidale Kronen aus und braucht entsprechend Platz, weshalb er sich für den landschaftsprägenden Streuobstbau gut eignet, für engere Pflanzungen dagegen weniger.

Herkunft
Nußloch, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg
Seit
1900
Gefährdung
nicht mehr leicht erhältlich
Ernte
Mitte August – Ende September (08C-09E)
Genussreife
Mitte August – Ende September (08C-09E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst Dörrobst Brennobst

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Das Nußlocher Kotäckerle wird als Hochstamm im Streuobst gepflegt und ist heute vor allem über Erhaltungsanlagen verbreitet: auf dem Nußlocher Obstlehrpfad, im Obst-Gen-Garten Bad Schönborn, auf der Streuobstwiese „Pomona Palatina" des Golfclubs St. Leon-Rot sowie in der Pflanzung des Erhalternetzwerks des Pomologen-Vereins bei BUND Guldental. Die Sorte ist langlebig; der größte bekannte Altbau in Nußloch ist über 100 Jahre alt. Der Ertrag fällt gestaffelt an: Je nach Reife fallen die Früchte über etwa drei bis sechs Wochen vom Baum und müssen täglich aufgelesen und gleich weiterverarbeitet werden. Die anfallenden Mengen sind pro Tag gering, und es ist nicht selbstverständlich, dass in jedem Jahr genügend Obst reift.

Die kleinen Früchte waren in Nußloch eine universelle Obstfrucht: man genoss sie frisch, kochte sie ein, dörrte sie als Backobst und brannte daraus einen wohlschmeckenden Schnaps. Das Kurzporträt der Streuobst-Patenschaften beschreibt die Sorte als sehr gute Brennbirne, die auch zum Frischverzehr geeignet ist; bis heute bildet der Edelbrand den Schwerpunkt der Nutzung. Geerntet wird etwa ab Mitte bis Ende August, die Früchte sind nur kurz haltbar.

Die Frucht ist klein – etwa pflaumengroß –, kreiselförmig bis rund und im Reifezustand goldgelb. Das Kotäckerle ist eine Lokalsorte aus Nußloch im Rhein-Neckar-Kreis, die dort seit etwa 1900 bekannt ist. Vermutlich ging sie aus einem Zufallssämling hervor, dessen Kern zusammen mit ausgebrachtem Trester auf den sogenannten Kotäckern im Norden des Ortes keimte; davon leitet sich der Name her. Vor dem Zweiten Weltkrieg standen in Nußloch rund 150 Bäume, danach geriet die Sorte rasch in Vergessenheit und der Bestand wurde durch Bautätigkeit im Ort stark reduziert. Erst 1989, anlässlich der Einweihung des Nußlocher Obstlehrpfades, fand man noch vier große Altbäume in Hausgärten; aus ihren Reisern wurden zunächst durch Werner Schlecht von der Gemeinde, später auch durch Gartenbaubetriebe und den Arbeitskreis Heimat, Natur und Umwelt Bad Schönborn (AHNU) neue Bäume veredelt. Im Projekt „Streuobst-Patenschaften" der Sortenerhaltungszentrale Baden-Württemberg ist das Nußlocher Kotäckerle eine der drei Patensorten des Rhein-Neckar-Kreises. Die Darstellung stützt sich auf das Kurzporträt in der Broschüre der Streuobst-Patenschaften (KOB Bavendorf) und auf die Historiedarstellung von kotaeckerle.de, die auf einen Artikel des Nußlocher Heimatkundlers Heinrich Schmidt (Rhein-Neckar-Zeitung, 1991) zurückgeht.

Quellen: Streuobst-Patenschaften der Landkreise in Baden-Württemberg (Broschüre der SEZ, herausgegeben über das KOB Bavendorf) · Historie der Kotäckerle Birne – kotaeckerle.de

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Lokalsorte aus Nußloch/Baden. Vermutlich Zufallssämling, Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden. Die Früchte sind klein und kreiselförmig. Die fast glatte Schale ist zur Reife gelb, sonnenseits leicht gerötet. Das Fruchtfleisch ist kräftig süß, saftig und aromatisch, etwas grobkörnig. Tafelbirne, sehr gute Brennbirne. Reife Ende August bis 09A, nur kurz haltbar. Der Baum ist starkwüchsig, sehr gesund, bildet mächtige breitpyramidale Kronen aus und ist gut für den landschaftsprägenden Streuobstbau geeignet.

Weblinks