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Kirchensaller Mostbirne

Birne · Pyrus communis Archiv pnh1b73fxg ↗ Verlauf

Die Kirchensaller Mostbirne stammt aus dem Hohenlohekreis in Württemberg. Der sehr starkwüchsige Birnensämling ist robust, frosthart, standfest und langlebig; Hochstämme erreichen Endhöhen um 11 Meter, bei alten Exemplaren auch mehr. Ihr Sämling dient im Erwerbsanbau zudem als starkwüchsige Birnenunterlage. Die pomologisch kleine, kreiselförmige Frucht wird Ende September bis Anfang Oktober geerntet und ist unmittelbar danach genussreif. Gegen die Sorte spricht, dass der Ertrag erst spät einsetzt — fällt dann aber regelmäßig und hoch aus.

Herkunft
Hohenlohekreis, Württemberg
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
groß, rundlich-oval
Gefährdung
Standardsorte
Ernte
Ende September – Anfang Oktober (09E-10A)
Blüte
spät
Genussreife
Ende September – Anfang Oktober (09E-10A)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Mostobst Brennobst Unterlage Stammbildner

#unterlage

Synonyme: Kirchensaller

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Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.

Weitere OSM-Bäume 2

OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
12561167518 Kirchensaller Mostbirne Pyrus communis 48.72382, 9.13902
3313235088 Kirchensaller Mostbirne Pyrus communis 49.06715, 8.48258

OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.

Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Kirchensaller Mostbirne ist eine starkwüchsige Mostbirnensorte, die große, rundlich-ovale Kronen mit leicht gebogenen Leitästen und vielen Reitern bildet. Der Baum gilt als gesund, zeigt wenig Anfälligkeit für Krankheiten und eine geringe Feuerbrandanfälligkeit; im Herbst entwickelt er eine schöne Laubfärbung. Er ist ausgesprochen anspruchslos und gedeiht auch auf schwierigen Standorten – selbst kalkreiche Böden werden gut vertragen – und eignet sich noch für Höhenlagen. Die Sorte ist standfest und frosthart. Die Erträge setzen spät ein, sind dann aber regelmäßig und hoch. Die späte Blüte mindert die Spätfrostgefahr.

Ihre eigentliche Bedeutung liegt in der Verwendung als Sämlingsunterlage: Die Kirchensaller Mostbirne ist die am häufigsten eingesetzte Birnenunterlage überhaupt und gilt als Universalunterlage für Halb- und Hochstämme. Sie wird durch Aussaat vermehrt, bringt gleichmäßige, frostharte Sämlinge hervor und zeigt keine Unverträglichkeiten mit Birnensorten – ganz im Gegensatz zu Quittenunterlagen. Auf dieser Unterlage veredelte Birnbäume können sehr alt und mit der Zeit etwa 6 m hoch werden. Die Frucht selbst ist eine kleinfrüchtige, kreiselförmige Mostbirne mit herbsüßem, festem Fleisch und hohem Gerbstoffgehalt, die bis 80 °Oechsle erreicht. Pflückreife Ende September bis Anfang Oktober; die Früchte sind nur zwei bis drei Wochen lagerfähig und dienen als Most- und Brennobst sowie als Saatgutlieferant für die Unterlagengewinnung.

Die Frucht ist hellgelb bis goldgelb und an Stiel und Kelch berostet. Die Sorte entstand als Zufallssämling bei Kirchensall im Hohenlohekreis (Württemberg) und wurde 1910 erstmals pomologisch erwähnt.

Nach BOGL Baden-Württemberg, 1000 Obstbäume, Baumschule Eggert und Obst Hoffnung.

Quellen: Kirchensaller Mostbirne – BOGL Baden-Württemberg · Kirchensaller Mostbirne – 1000 Obstbäume für die Frankenalb · Unterlage Kirchensaller Mostbirne – Baumschule Eggert · Kirchensaller Mostbirne – Obst Hoffnung

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#unterlage

Besonders als Unterlage geeignet (N = 4).

Weblinks