Birne · Pyrus communis
Mostobst Brennobst Unterlage
#Unterlage
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Die Kirchensaller Mostbirne ist eine starkwüchsige Mostbirne, die sehr große Bäume bildet. Die Krone wird groß und rundlich-oval, mit leicht gebogenen Leitästen; die Gerüstäste tragen zahlreiche kurze Fruchttriebe (BOGL-BW). Baumschulangaben nennen für Hochstämme Endhöhen um 11 m, bei alten Exemplaren mehr, aufrechten Wuchs und gute Standfestigkeit auf tiefgehender, pfahlartiger Bewurzelung (Baumschule Horstmann, Eggert-Baumschulen) — solche Größenangaben stammen aus dem Handel und sind nicht pomologisch belegt, passen aber zum Bild eines Streuobst-Hochstamms. Die Sorte gilt als gesund und wenig krankheitsanfällig, insbesondere als wenig anfällig für Feuerbrand (BOGL-BW). Ansprüche an Boden und Standort sind gering; genannt wird ein normaler, lehmiger, durchlässiger Boden, und die Sorte wird auch für Höhenlagen als geeignet bezeichnet (Obst Hoffnung; Baumschulangaben). Die Blüte liegt im April/Mai. Der Ertrag setzt spät ein, ist dann aber regelmäßig und hoch (BOGL-BW; Obst Hoffnung). Wegen Wuchsstärke, Gesundheit und Ertragstreue ist sie eine typische Streuobst- und Hochstammsorte; ihr Sämling wird im Erwerbsanbau auch als starkwüchsige Birnenunterlage verwendet, die deutlich wuchsstärker als Quitte A ist (Eggert-Baumschulen). Zu Befruchtungsverhältnissen, Pollenspender-Eignung und Lebensdauer fanden sich in den geprüften Quellen keine belastbaren Angaben.
Geschmacklich ist die Frucht kein Tafelobst im engeren Sinn: Das Fleisch ist fest, der Geschmack herbsüß mit hohem Gerbstoffgehalt, das Mostgewicht erreicht bis etwa 80 Oechsle (BOGL-BW; Obst Hoffnung). Damit ist sie vor allem für Most, Saft und daraus abgeleitete Verwertung (auch Brennerei) bestimmt und gilt als ertragreiche Mostbirne. Die Reife liegt Ende September bis Anfang Oktober; Handelsangaben nennen eine Haltbarkeit der Früchte von etwa drei bis vier Wochen. Die bei einzelnen Baumschulen zu findende Empfehlung als Frischobst widerspricht dem hohen Gerbstoffgehalt und ist als Verkaufstext zu bewerten.
Pomologisch ist die Frucht klein und kreiselförmig, die Schale hellgelb bis goldgelb, um Stiel und Kelch berostet, das Fleisch fest (BOGL-BW; Obst Hoffnung). Die Sorte ist ein Zufallssämling aus Kirchensall im Hohenlohekreis (Württemberg) und damit eine der bekannten württembergischen Mostbirnen; sie ist in der Erhaltungsarbeit vertreten — das Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt des Pomologen-Vereins führt sie als Akzession B-2244 mit Reiserabgabe. Der Baum zeigt eine schöne Herbstfärbung des Laubes (BOGL-BW). Eine historische Primärbeschreibung (z. B. Lucas/Oberdieck) konnte in den geprüften Quellen nicht nachgewiesen werden. Die Beschreibung beruht im Kern auf dem Sortenporträt von BOGL-BW, ergänzt um Datenangaben von Obst Hoffnung sowie – als solche gekennzeichnet – Baumschulangaben.
Quellen: Akzessionen Birnen – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt (Pomologen-Verein) · Kirchensaller Mostbirne – BOGL-BW · Alte Sorten, Most- und Dörrbirnen – BOGL-BW · Kirchensaller Mostbirne – Obst Hoffnung (geringe Verlässlichkeit) · Birne 'Kirchensaller Mostbirne' – Baumschule Horstmann (geringe Verlässlichkeit) · Birnenunterlage Kirchensaller Mostbirne – Baumschule Eggert (geringe Verlässlichkeit) · Birne 'Kirchensaller Mostbirne' – NaturaDB (geringe Verlässlichkeit) · Pyrus communis 'Kirchensaller Mostbirne' – Garten-Navi (geringe Verlässlichkeit)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-29). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Art | Koordinaten |
|---|---|---|---|
| 12561167518 | Kirchensaller Mostbirne | Pyrus communis | 48.72382, 9.13902 |
| 3313235088 | Kirchensaller Mostbirne | Pyrus communis | 49.06715, 8.48258 |
OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.