Birne · Pyrus communis Archiv rm8d510e0g ↗ Verlauf
Die Beuckes Butterbirne, seit 1887 aus Nordhessen und dem Rheinland bekannt, wird Ende August bis Mitte September gepflückt und ist nach kurzer Lagerung von Mitte bis Ende September genussreif. Sie trägt regelmäßig und reich, gedeiht auch auf sandigen, trockenen Böden und verjüngt sich durch abkippende Seitenverzweigungen mit Fruchtbogenbildung selbst. Für Schorflagen taugt sie nicht, da sowohl Trieb- als auch Fruchtschorf auftreten kann.
Tafelobst Wirtschaftsobst
Synonyme: Beuckes beste Birn
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Beuckes Butterbirne wächst mittelstark, wobei der Mitteltrieb stark dominiert; die Seitenverzweigungen kippen ab und verjüngen sich durch Fruchtbogenbildung selbst. Der Ertrag setzt regelmäßig ein. Die Sorte gedeiht auch auf sandigen Böden und wird als empfehlenswerte Spätsommersorte bezeichnet; ein kommerzieller Anbieter nennt als geeignete Lagen Flachland und Mittelgebirge. Anfällig ist sie für Trieb- und Fruchtschorf, weshalb sie für Schorflagen nicht geeignet ist und nach der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau nur in durchlüfteten Lagen stehen sollte. Sie ist diploid und wird von einem kommerziellen Anbieter als guter Befruchter geführt. Die Bestände gelten als vom Aussterben bedroht; von der Sorte sind nur noch sehr wenige Altbäume vorhanden, gefunden wurden sie in Nordhessen und im Rheinland.
Die Früchte reifen von Ende August bis Mitte September und sind etwa zwei Wochen genussfähig; die LWG Bayern gibt die Pflückreife für Ende August und die Genussreife für Mitte September an. Das vollschmelzende, feine Fruchtfleisch ist sehr saftig und hat ein ausgewogen süßsäuerliches Aroma. Die Sorte dient als Tafel- und Wirtschaftsbirne; die Deutsche Genbank Obst führt Frischverzehr und Konserven als Verwendung, ein kommerzieller Anbieter zusätzlich die Eignung zum Backen.
Die birnenförmige Frucht ist zum Stiel hin leicht eingeschnürt; das Erhalternetzwerk beschreibt sie als mittelgroß, das Passport der Deutschen Genbank Obst als groß. Die grasgrüne Grundfarbe trägt sonnseits eine matte orangerote Deckfarbe, Schattenfrüchte bleiben meist ohne Deckfarbe; charakteristisch ist die graubraune Rostkappe um den Stielbereich mit deutlichen großen, grauen Schalenpunkten. Wegen Reifezeit und ausgeprägter Rostkappe sei die Sorte kaum mit anderen zu verwechseln. Sie wurde in Schwanebeck bei Halberstadt (Sachsen-Anhalt) vom Lehrer und Organisten C. Beucke durch Kernaussaat gezogen und vermehrt, 1886 auf dem Kongress deutscher Pomologen in Meißen mit der silbernen Ausstellungsmedaille prämiert und 1887 in den Handel gebracht; ihr erster Name war „Beuckes beste Birne", sie wurde aber zur Vermeidung von Verwechslung mit der Besten Birne (Sommereierbirne) umbenannt. Die Erstbeschreibung erfolgte 1886 in der Deutschen Gartenzeitung. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem Sortenporträt des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt (Jan Bade), ergänzt um Angaben der LWG Bayern und der Deutschen Genbank Obst.
Quellen: Beuckes Butterbirne – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Beuckes Butterbirne – Deutsche Genbank Obst · Sortenschilder 2025: Birnen (PDF) – LWG Bayern · Beuckes Butterbirne – Obstsortendatenbank (BUND Lemgo) · Birnbaum Beuckes Butterbirne – Biobaumversand (Bioland Baumschule Pflanzlust)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Mittelstarkes Wachstum mit starker Dominanz des Mitteltriebes. Abkippende Seitenverzweigungen die sich durch Fruchtbogenbildung selbst verjüngen.
Empfehlenswerte Spätsommersorte die auch auf sandigen Böden noch gedeiht. Regelmässiger Ertrag. Nicht für Schorflagen geeignet, da Trieb- wie auch Fruchtschorf auftreten kann.