Birne · Pyrus communis Archiv s1e76shkkc ↗ Verlauf
Die Gewürzbirne aus Lank-Latum stammt aus dem gleichnamigen Ort bei Meerbusch am Niederrhein und gehört zu den Kraut- und Dörrbirnen des Rheinlandes. Ihre Stärke liegt in der Verarbeitung: gedörrt diente sie dem örtlichen Birnbrotes, gekocht ergab sie Birnenkraut, auch zu Mus und Kompott eignet sie sich gut. Als Masseträger lieferte sie vor allem Menge für den Most; als Tafelbirne spielte sie keine Rolle.
Wirtschaftsobst Mostobst Dörrobst Krautobst
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| Baum | treedoc-ID | Bongert | Position | Pflanzjahr | Karte |
|---|---|---|---|---|---|
| Jz9vvQS | Sortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck | B18 | 2023 | Karte |
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Die Gewürzbirne aus Lank-Latum ist eine alte Lokalsorte der Birne aus Lank-Latum (heute Stadt Meerbusch, Rhein-Kreis Neuss). Das LVR-Handbuch „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt!" (2. erw. Auflage, Köln 2017) ordnet sie den „sog. Kraut- oder Dörrbirnen" zu – reinen Wirtschaftsbirnen, bei denen es nach der dortigen Darstellung vor allem um die Masse der Ernte ging und nicht um die Qualität als Tafelbirne. Für diese Krautbirnen beschreibt das Handbuch die übliche Verwendung: Die Früchte wurden überwiegend zu Birnenkraut („Krauts") verkocht oder zu Dörrobst gedörrt, das traditionell beim Backen des Brotes im Backofen getrocknet wurde; verkauft wurden sie in der Masse über Obsthändler, die sie „auf dem Baum" kauften und von Pflückkolonnen in der Wiese wiegen ließen. Die Gewürzbirne wird dabei – neben der Honigbirne – ausdrücklich als Beispiel für solche mehr oder minder lokal eingegrenzten Wirtschaftsbirnen aus dem Rhein-Kreis Neuss genannt.
Nach dieser Darstellung sind die Sorten dieser Gruppe durch die veränderten Lebensgewohnheiten und das vereinheitlichte Angebot der Supermärkte „aus dem Anbau verschwunden oder [drohen] zu verschwinden". Erhalten wird die Gewürzbirne über das Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt des Pomologen-Vereins, das sie für die Stadt Krefeld als Reiserposten mit Reiserbezug zur Biologischen Station im Rhein-Kreis Neuss e.V. (Kloster Knechtsteden, Dormagen) führt – noch unter dem ausdrücklich als Arbeitstitel gekennzeichneten Namen „Gewürzbirne aus Lank-Latum", also unter einer als vorläufig ausgewiesenen Bezeichnung. Die Netzwerk-Porträts gehen mit Genehmigung des LVR auf das Handbuch „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – vom Aussterben bedroht!" (LVR-Netzwerk Umwelt mit den Biologischen Stationen im Rheinland, 2010) zurück; die Sortenbeschreibungen der Birnen im rheinischen Handbuch stammen von H.-J. Bannier. Eine pomologische Fruchtbeschreibung sowie Angaben zu Wuchs, Gesundheit und Ertrag der Bäume macht keine der Quellen. Nach dem LVR-Handbuch (Kapitel zu den Krautbirnen des Kreises Heinsberg, Beschreibungen der Birnen dort: H.-J. Bannier) und dem Eintrag im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt.
Quellen: H.-J. Bannier u. a.: Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt! 2. Aufl., Köln 2017 · Stadt Krefeld · Gewürzbirne (aus Lank-Latum) – Sortenseite LiKK e.V.
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3-flash + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-10-05). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.