Walnuss · Juglans regia Archiv s1w3bjqhy0 ↗ Verlauf
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Fernor ist eine moderne, veredelt vermehrte Walnusssorte, die am französischen Institut National de la Recherche Agronomique (INRA) in Bordeaux aus der Kreuzung ‚Lara‘ × ‚Franquette‘ hervorgegangen ist. Der Baum treibt und blüht spät, weshalb er auch in spätfrostgefährdeten Lagen angebaut werden kann. Kennzeichnend ist der teilweise laterale Fruchtansatz: Fernor trägt nicht nur an den Triebspitzen, sondern auch seitlich am Trieb, was zu einem hohen Fruchtansatz, frühem Ertragsbeginn und hohen Erntemengen führt; entsprechend wird die Sorte als ertragsstark mit guter Nussqualität eingestuft (CABI-Compendium, referiert im streuobst-wiki). Gesundheitlich gilt Fernor als vergleichsweise robust: Samietz et al. (2011) führen sie unter zwölf Walnusssorten, die sich hinsichtlich geringerer Anfälligkeit für Krankheiten und für Befall durch die Walnussfruchtfliege (Rhagoletis completa) empfehlen lassen – ein Vorteil, der bei den spät reifenden Sorten allgemein beobachtet wird. Für die Pflanzung werden ein nährstoffreicher, ausreichend feuchter Boden und in den ersten Standjahren gelegentliche Bewässerung empfohlen; später erschließt der Baum über seine Pfahlwurzel auch tiefere Bodenschichten und übersteht Trockenperioden besser (Angaben aus dem Baumschulhandel).
Die Nüsse werden als angenehm und gut süß beschrieben, ohne Gerbstoffe oder Bitterkeit; die hellen Kerne lassen sich gut auskernen, die Schale ist mittel knackbar. Damit ist Fernor vor allem eine Kern- bzw. Tafelnuss für den Frischverzehr und die Weiterverarbeitung; sie reift spät im Jahr. Trocken und dunkel gelagert halten die Nüsse ihre Qualität über längere Zeit.
Pomologisch sind die Früchte mittelgroß (etwa 40 × 30 mm) mit heller Schale, leichten Dellen, mäßig gefurchter bis knorriger Oberfläche und gutem Nahtschluss; der Kern ist hell und geädert und füllt die Schale zu mehr als zwei Dritteln (Angaben eines sortenrein arbeitenden Nusshandelsbetriebs). Als jüngere französische Zuchtsorte aus Bordeaux wird Fernor heute im Erwerbsanbau wie im Hausgarten gepflanzt und ist auch in deutschen Lehr- und Sortengärten vertreten (z. B. Lehrgarten des OGV Leutenbach). Beschrieben wird die Sorte u. a. bei Szalatnay, Kellerhals, Frei & Müller: „Früchte, Beeren, Nüsse – Die Vielfalt der Sorten“ (Haupt 2011) sowie in Vaysse et al.: „Reconnaître les variétés de noix, noisettes, amandes, châtaignes“ (Ctifl, Paris 2003). — Zusammengestellt nach Hortipendium (Walnussfruchtfliege, nach Samietz et al. 2011), streuobst-wiki.eu (nach CABI-Compendium), Literaturangaben bei obstgarten.biz sowie sachlichen Sortenangaben aus dem Handel.
Quellen: Walnussfruchtfliege – Hortipendium · Walnuss – streuobst-wiki.eu · Agroscope – Walnuss: Sortenvergleiche und Anbauhinweise (Kulturgut Nussbaum) · FiBL – Merkblatt Walnüsse · Biogartenversand – Veredelte Walnuss Fernor, bio · Biobaumversand – Walnussbaum Fernor · Riednuss – Sortenblatt Fernor (PDF) · pommiers.com – où acheter le noyer Fernor
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-08-11). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Befruchter: Meylannaise. #Suchliste