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Winterblutbirne

Birne · Pyrus communis Archiv servqba67w ↗ Verlauf

Herkunft
Zufallssämling, gefunden in Nümbrecht-Benroth (Oberbergisches Land)
Gefährdung
vom Aussterben bedroht
Ernte
Ende September (09E-09E)
Blüte
April bis Mai
Genussreife
Mitte Oktober – Mitte Januar (10C-01C)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum bleibt auf Quitte A veredelt klein und kompakt, etwa 3 m hoch bei rund 2 m Kronenbreite; je nach Unterlage werden Wuchshöhen zwischen 2 und 3,5 m angegeben. Er bildet birnentypische, sehr feine schlanke Neutriebe mit eher kleinen, lanzettlichen, hell- bis graugrünen Blättern und gilt als gut schnittverträglich. Die Tragbarkeit ist hoch und setzt früh ein; gegenüber Birnenschorf erscheint der Baum nicht anfällig. Er gilt als robust und anspruchslos und ist nach Händlerangabe winterhart bis Klimazone 5 (rund −23 bis −29 °C). Empfohlen wird ein sonniger Standort; der Boden darf sandig bis lehmig, humusreich, durchlässig und tiefgründig sein. Die Blütezeit liegt im April und Mai; die Sorte ist nur teilweise selbstfruchtbar, als Befruchter wird besonders 'Conference' genannt, daneben sind auch andere Birnensorten möglich. Vermehrt wird sie durch Veredlung.

Das Fruchtfleisch ist rötlich marmoriert, jedoch weniger kräftig gerötet als bei der bekannten Sommerblutbirne. Die Frucht schmeckt lieblich, aromatisch und mild und roh sehr gut; ihre Qualität erreicht laut Sortenporträt nicht ganz das Niveau der besten Tafelbirnen — sie ist eine Liebhabersorte, die als Besonderheit und für farblich abwechslungsreiche Verarbeitungsprodukte geschätzt wird. Gut geeignet ist sie zu Kompott, Mus und Saft, die jeweils eine rötliche Färbung annehmen; sie lässt sich auch einkochen und nach Händlerangabe gut dörren, unter den Blutbirnensorten gilt sie als die Lagersorte. Geerntet wird nach dem LVR-Porträt etwa Mitte Oktober (Händler nennen bereits Ende September); die Genussreife setzt Mitte Oktober ein, die Früchte halten auf dem Lager bis in den Dezember und teils bis in den Januar und bleiben dabei lange fest.

Die Frucht ist groß, birnenförmig, mittelbauchig und im Querschnitt rund; die Grundfarbe ist trüb olivgelb, meist ganz von der flächigen, teils verwaschen-streifigen, dunkelroten Deckfarbe bedeckt, mit vereinzelter Berostung auf den Fruchtseiten. Die Schale ist glatt, mattglänzend und trocken, die Frucht baumreif hart und auch gelagert lange fest; die Schalenpunkte sind klein, berostet, teils rötlich, dicht und unauffällig. Die Kelchgrube ist flach und eng, die Kelchumgebung fein unregelmäßig berostet, unter ihr scheint die Deckfarbe rötlich durch; der Kelch ist mittelgroß und offen, seine Blättchen kurz, nach außen umgeschlagen, hart und teils nicht vorhanden. Der Stiel ist 37–50 mm lang, relativ dick und zur Frucht hin oft stämmig und fleischig werdend; eine Stielgrube fehlt, die Frucht verjüngt sich zum Stiel stufenartig, teils mit Wülsten, der Stiel wirkt wie nach oben herausgezogen. Kernhaus mittelgroß und leicht kelchständig mit geschlossener Achse, Samenfächer mittelgroß und rosafarben. Die Sorte ist ein Zufallssämling, der im Rahmen des LVR-Projekts „Lokale und regionale Sorten des Rheinlands“ an einem Hof im oberbergischen Nümbrecht-Benroth entdeckt wurde: ein unveredelter Baum, der im Schatten eines sehr alten Birnbaums auf einer Sandsteinmauer gewachsen war, dort unter extrem ungünstigen Licht- und Standortverhältnissen schon in jungen Jahren vergreiste und aus nur 1–2 cm langen Jahrestrieben abveredelt werden musste; bei Erscheinen des Bandes 2017 waren Reiser noch nicht zur Weitergabe verfügbar. Der Name verbindet die an die Sommerblutbirne erinnernde Fruchtfleischfärbung mit der problemlosen Lagerung bis in den Winter. Die Beschreibung beruht auf dem Sortenporträt im LVR-Band „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt!“ (2., stark erweiterte Auflage, Köln 2017; Fotos O. Schriever, H.-J. Bannier), ergänzt um die Steckbriefe von gardify und Manfred Hans.

Quellen: H.-J. Bannier u. a.: Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt! 2. Aufl., Köln 2017 · Winterblutbirne · Pyrus communis – Winterblutbirne (Manfred Hans) · Rotfleischige Apfelsorten (Sängerhof-Webshop-Blog)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3-flash + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-10-02). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

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Auch "Winter-Blutbirne" genannt.

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