Birne · Pyrus communis Archiv t404s49afw ↗ Verlauf
Die Petersbirne ist eine alte Birnensorte aus Altenburg in Thüringen, die seit etwa 1800 bekannt ist. Sie wird Ende Juli bis Anfang August geerntet und reift im August zum Verzehr heran; wie alle frühen Sorten hält sie sich im Naturlager nur zwei bis drei Wochen. Der Baum wächst stark und bildet breitpyramidale Kronen, der Ertrag setzt mittelfrüh ab dem sechsten bis siebten Standjahr ein. Die Sorte gilt als anspruchslos und breit anbaufähig auf allen nicht zu trockenen oder zu armen Böden, ohne besondere Wärmeansprüche, und wird auch für Gebirgslagen über 350 Metern empfohlen.
Tafelobst Mostobst Dörrobst Brennobst
Synonyme: Große Petersbirne, Kleine Petersbirne, Lorenzbirne, Saint-Pierre
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Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Art | Koordinaten |
|---|---|---|---|
| 12848530621 | Petersbirne | 51.44730, 10.44250 | |
| 8522280239 | Petersbirne | Pyrus communis | 50.70209, 7.07123 |
OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.
Die Petersbirne wächst stark und bildet breitpyramidale Kronen, die gut mit Fruchtholz garniert sind. Der Baum ist insgesamt sehr gesund und widerstandsfähig gegenüber Frost und Krankheiten; lediglich eine gewisse Sonnenbrandempfindlichkeit der Blätter wurde in den letzten Jahren beobachtet. Gegen Schorf ist sie schwach anfällig. Sie stellt nur geringe Ansprüche an Klima und Boden und gedeiht auf allen nicht zu trockenen und zu armen Böden, auch in Gebirgslagen über 350 m. Der Ertrag setzt mittelfrüh ab dem 6. bis 7. Standjahr ein und ist dann hoch und sicher. Die Blüte erscheint mittelfrüh bis mittelspät. Die kleinen Früchte sind windfest und können folgernd geerntet werden, wobei die Baumreife ab Ende Juli bis Anfang August eintritt. Der Baum kann sehr alt werden und eignet sich gut für den extensiven Streuobstanbau sowie für Gärten.
Die Frucht ist saftig, halbschmelzend, süß mit schwacher Säure und einem kräftig zimtartig gewürzten Aroma. Sie ist eine schmackhafte Tafelbirne, eignet sich aber ebenso für Kompott, Einkochen, Dörren, zum Brennen und hartreif als Saft. Die Genussreife liegt im August. Die Lagerfähigkeit ist mit 2 bis 3 Wochen im Naturlager allerdings begrenzt, sodass die Nutzbarkeit bei Vollertrag Probleme bereiten kann.
Die Frucht ist klein und kreiselförmig, gegen die Kelchseite hin etwas eingeschnürt. Die Grundfarbe ist hellgrün und hellt bei Reife nach gelb auf; die Deckfarbe ist karminrot gestreift, auffälliger jedoch eine rote Punktierung durch die Umhöfungen der Lentizellen, die bis zu drei Viertel der Frucht überziehen kann. Der Stiel wird meist durch einen höher stehenden Wulst im 45°-Winkel zur Seite gedrängt. Das Fruchtfleisch geht ins Gelbliche und ist saftig und schmelzend. Die Sorte wurde um 1800 von Sickler erstmals als „Kleine Petersbirne" beschrieben; 1804 erschien zusätzlich eine „Große Petersbirne", die heute jedoch nicht mehr unterschieden wird. Historisch war sie besonders im Raum Altenburg (Thüringen) stark verbreitet und kommt noch in Altbeständen vor, etwas häufiger in Ost- als in Westdeutschland. (Nach Jan Bade, Rolf Meyer/BSOWV und FRUCTUS.)
Quellen: Petersbirne – Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. · Petersbirne – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Kleine Petersbirne (IH.264) – Obstsortendatenbank · Petersbirne – FRUCTUS · Petersbirne – Birnengarten Ribbeck
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Recht weit verbreitet, wüchsig. Kommt mit rauen Lagen zurecht. #Alleebaum???