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Petersbirne

Birne · Pyrus communis

Herkunft
Altenburg (Thüringen)
Seit
1800
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
breitpyramidal
Ernte
Ende Juli – Anfang August (07E-08A)
Blüte
mittelfrüh bis mittelspät
Genussreife
Anfang August – Ende August (08A-08E)

Tafelobst Mostobst Dörrobst Brennobst

Synonyme: Große Petersbirne, Kleine Petersbirne, Lorenzbirne, Saint-Pierre

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum der Petersbirne wächst stark und bildet breitpyramidale Kronen, die gut mit Fruchtholz garniert sind; er gilt insgesamt als sehr gesund, lediglich eine gewisse Sonnenbrandempfindlichkeit der Blätter wurde in den letzten Jahren beobachtet. Die Sorte ist widerstandsfähig gegenüber Frost und Krankheiten und sehr breit anbaufähig auf allen nicht zu trockenen und zu armen Böden; besondere Wärmeansprüche stellt sie nicht, und der Anbau wird auch in Gebirgslagen über 350 m empfohlen. Der Ertrag setzt mittelfrüh ab dem 6.–7. Standjahr ein und fällt hoch und sicher aus. Die Blüte erscheint mittelfrüh bis mittelspät. Die kleinen Früchte sitzen windfest. Wegen des starken Wuchses und der geringen Standortansprüche eignet sich die Sorte für Garten und Streuobstwiese und wird im extensiven Anbau als schmackhafte, gesunde und frühreife Sorte empfohlen; zu bedenken ist, dass die begrenzte Verwertbarkeit der kurz haltbaren Frühbirne bei Vollertrag zu Problemen führen kann. Angaben zu Befruchtungsverhältnissen und Lebensdauer liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor.

Geschmacklich wird das Fruchtfleisch als saftig, halbschmelzend bis schmelzend, süß mit schwacher Säure und kräftig zimtartig gewürzt beschrieben – die Früchte sind zwar klein, aber sehr aromatisch. Verwendet wird die Petersbirne als frühe Tafelbirne, für Kompott und zum Einkochen, als gute Dörrfrucht, für Obstbrand und hartreif als Saft. Die Baumreife liegt Ende Juli bis Anfang August, die Genussreife im August; im Naturlager hält sie sich 2–3 Wochen, wie alle frühen Sorten also nur kurz. Geerntet wird folgernd und nicht zu früh, sondern erst bei voller Baumreife, was die Fruchtqualität erhöht.

Die Frucht ist klein und kreiselförmig, sehr spät etwas einseitig eingeschnürt und im Querschnitt leicht kantig, mit ungleichen Hälften; der bis 2 cm lange, dünne Stiel wird meist durch einen Wulst schräg zur Seite gedrängt, der Kelchbereich ist fast abgeplattet mit schwach eingesenkter Grube, der Kelch offen und sternförmig, am Rand gern rötlich, die Berostung falls vorhanden hellbraun. Die Grundfarbe ist hellgrün und hellt zur Reife nach gelb auf, die Deckfarbe ist karminrot gestreift, wobei die rot umhöfte Punktierung der Lentizellen bis zu drei Viertel der Frucht überziehen kann; das Fruchtfleisch ist gelblich. Als Verwechslersorte gilt Giffards Butterbirne (Reifezeit, Punktierung), die aber birnenförmig und weniger gefärbt ist. Als Synonyme werden Kleine Petersbirne, Große Petersbirne, Lorenzbirne sowie Saint-Pierre geführt. Sickler beschrieb um 1798/1800 eine Kleine Petersbirne, 1804 auch eine Große Petersbirne; heute ist nur eine, kleinfrüchtige Sorte bekannt, die einfach Petersbirne heißt, sodass eine Unterscheidung nach Größe entfällt. Über Entstehungsort und -zeit ist nichts bekannt; historisch soll die Sorte im Raum Altenburg (Thüringen) stark verbreitet gewesen sein, heute findet sie sich in Altbeständen etwas häufiger in Ostdeutschland als im Westen und wird in Sammlungen erhalten; das Erhalternetzwerk führt sie als "gefährdet". Literatur u. a. Sickler, Der Teutsche Obstgärtner Bd. 11 (1798); Illustrirtes Handbuch der Obstkunde Bd. 5, Nr. 264 (1866); Deutschlands Obstsorten Nr. 50; Krümmel/Groh/Friedrich, Deutsche Obstsorten – Birnen; Petzold, Birnensorten (1982). Die Beschreibung folgt den Sortenporträts von Jan Bade beim Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt und beim Bergischen Streuobstwiesenverein.

Quellen: Petersbirne – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt (Pomologen-Verein) · Petersbirne – Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. · Petersbirne – BUND Lemgo Obstsortendatenbank (Sortenseite) · Obstmuttergarten Rheinland – Birne (Sortimentsliste) · Akzessionen (Birnen) – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Birnen – Oberlausitz-Stiftung · Birne 'Petersbirne' – NaturaDB (geringe Verlässlichkeit) · Petersbirne Birnenbaum – Pflanzenfreihaus (Shop) (geringe Verlässlichkeit) · Sommerbirne 'Petersbirne', 'Honigbirne' – Baumschule Horstmann (geringe Verlässlichkeit) · Sommerbirne 'Petersbirne' – Native Plants (geringe Verlässlichkeit) · Birnbaum Petersbirne – biobaumversand.de (geringe Verlässlichkeit) · Petersbirne – Artländer Pflanzenhof (geringe Verlässlichkeit) · Sommerbirne 'Petersbirne', Halbstamm – Manufactum (geringe Verlässlichkeit)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-29). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Recht weit verbreitet, wüchsig. Kommt mit rauen La

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.

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OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
12848530621 Petersbirne 51.44730, 10.44250
8522280239 Petersbirne Pyrus communis 50.70209, 7.07123

OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.