Birne · Pyrus communis Archiv t4e7mc2khg ↗ Verlauf
Das Goldschwänzchen ist eine alte Birnensorte aus dem Bergischen Land bzw. Rheinland, die seit 1842 bekannt ist. Die kleinfrüchtigen, graubraunen Früchte mit goldgelbem Stielansatz reifen bereits Anfang bis Ende August und werden als würzige, süße Tafelbirne direkt in diesem Zeitraum genossen; für die Mostbereitung sind sie wegen der geringen Säure zu flach. Der Baum trägt früh, wächst jedoch triploid bedingt stark, wird großfrüchtig und eignet sich nicht als Befruchter für andere Sorten.
Tafelobst Wirtschaftsobst
Synonyme: Gouldsterzken
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| Baum | treedoc-ID | Bongert | Position | Pflanzjahr | Karte |
|---|---|---|---|---|---|
| IBKPPgh | Sortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck | E10 | 2023 | Karte | |
| 7gvgr | Steinacker | Karte | |||
| 100 | KnzOvMr | Streuobstplantage Gartenfeld | C15 | 2024 | Karte |
| 371 | NpYNZVI | Streuobstplantage Gartenfeld | HH07 | 2025 | Karte |
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Der Baum wächst mittelstark; die Deutsche Genbank Obst führt den Standortanspruch als „breit anbaufähig“. Zur Gesundheit ist ein Ereignis dokumentiert: Eine Feuerbrandinfektion vernichtete 2009 den Bestand der Sorte im Reisermuttergarten in Bonn, wo Reiser seit den 1970er Jahren gehalten worden waren. Die Lokalsorte wird im Rheinland und Bergischen Land als Hochstamm im Streuobst erhalten, etwa im Sortengarten Kürten-Bechen des Bergischen Streuobstwiesenvereins; über das Veredlungsprojekt des Gartenamts Düsseldorf wurden Jungbäume u. a. an den Land- und Golf-Club Düsseldorf-Hubbelrath abgegeben.
Die Frucht ist eine würzige Tafelbirne: Das Fruchtfleisch schmeckt nach dem Genbank-Passport „ausgeprägt würzig, mild süß“, der Steckbrief des LVR-Netzwerks Umwelt beschreibt eine „süße“ Birne. Geerntet wird bereits früh im August, genussreif ist die Frucht nach den bergischen Angaben etwa zwei Wochen später; die Deutsche Genbank Obst nennt als Genussreife September. Neben der Tafelverwendung wird die Sorte auch als Wirtschaftsobst genutzt.
Die Frucht ist klein und kegelförmig, mit trübgelber Grundfarbe, kupferroter Deckfarbe und vorhandener Berostung; das beige Fruchtfleisch ist mittelfest und feinzellig (Deutsche Genbank Obst). Der LVR-Steckbrief beschreibt „eine kleinere, graubraune, süße Birne mit goldgelben Stielansatz“. Das Goldschwänzchen ist eine sehr alte Lokalsorte des Bergischen Landes, die bereits 1842 in Pflanzlisten erwähnt wird; sie war nie häufig und es „ist nur dem Zufall zu verdanken, dass sie überhaupt noch erhalten ist“. In den 1970er Jahren wurden Reiser in den Reisermuttergarten in Bonn geliefert; die Altbäume im Anbaugebiet starben später alle ab, und die Feuerbrandinfektion von 2009 vernichtete auch den Muttergarten-Bestand, sodass nur auf zwei Jungbäumen in Düsseldorf die ursprüngliche Sorte erhalten blieb und von dort wieder etwas verbreitet werden konnte. Sie gilt als stark gefährdet. Erhalten wird sie im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt des Pomologen-Vereins (Sortenporträt von Jan Bade, 2014; Reiserabgabe über zwei Erhalter, Akzessionen B-714 und B-716) sowie in der Deutschen Genbank Obst bei den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf. Die Beschreibung beruht im Wesentlichen auf dem Steckbrief des LVR-Netzwerks Umwelt („Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland“, 2. Auflage 2017), dem Passport der Deutschen Genbank Obst und dem Erhalternetzwerk-Porträt.
Quellen: Deutsche Genbank Obst – Passport Goldschwänzchen · LVR-Netzwerk Kulturlandschaft: Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt! (2. Aufl., Köln 2017) · Goldschwänzchen – Hof Großlöderich – Notizen · Land und Golf Club Düsseldorf – Neue Obstsorten für unseren Platz · BUND/LVR: Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland (1. Aufl., Köln 2012) · OpenStreetMap – Baumkataster-Eintrag „Goldschwänzchen“ (Node H00, Overath) · LiKK e.V. – Sortenseite Goldschwänzchen
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3-flash + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-10-02). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Vermutlich #triploid #BergischeLokalsorte siehe Bergische Lokalsorten. War fast verloren.
Geht sehr früh in den Ertrag.
Beschrieben in "Lokale und Regionale Obstsorten im Rheinland".
Das Goldschwänzchen ist eine sehr alte bergische Obstsorte, die bereits 1842 in Pflanzlisten erwähnt wird. Die Sorte war nie häufig und es ist nur dem Zufall zu verdanken, dass sie überhaupt noch erhalten ist. In den 1970er Jahren wurden Reiser in den Reisermuttergarten in Bonn geliefert. Die Altbäume sind inzwischen alle abgestorben. Eine Feuerbrandinfektion im Jahr 2009 vernichtete zudem den Bestand im Reisermuttergarten. Lediglich auf zwei Jungbäumen in Düsseldorf blieb die ursprüngliche Sorte erhalten und konnte in der Folgezeit wieder etwas verbreitet werden. Die würzige Tafelbirne wird bereits früh im August geerntet und ist etwa zwei Wochen später genussreif. Frucht: kleinere, graubraune, süße Birne mit goldgelben Stielansatz.