Apfel · Malus domestica
Tafelobst Wirtschaftsobst
#selbstfruchtbar
Synonyme: Astracan, Roter Augustapfel, Roter astrakanischer Sommerapfel, Rother Astrakan, kaiserlicher Calvill
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Der Baum des Roten Astrachan wächst nach Wikipedia (auf Grundlage von Hartmann/Fritz, Farbatlas Alte Obstsorten) anfangs kräftig, später schwächer und bildet eine mittelgroße, hochkugelige Krone; H.-J. Bannier stuft ihn als mittelstark wachsend und „ansonsten relativ gesund" ein, sieht aber eine gewisse Schorfanfälligkeit. Wikipedia nennt darüber hinaus Anfälligkeit für Schorf, Krebs und Spitzendürre. Die Ansprüche an Boden und Klima gelten als gering, sodass die Sorte auch in rauen Lagen angebaut werden kann (Wikipedia; ähnlich NaturaDB, das trockene Böden und raue, windige Höhenlagen nennt). Die Blüte ist früh bis mittelfrüh, der Baum ein guter Pollenspender (Wikipedia; auch von Baumschulseiten so wiedergegeben). Zum Ertragsverhalten liegen leicht abweichende Angaben vor: das ARCHE-NOAH-Sortenblatt beschreibt einen früh bis mittelfrüh einsetzenden, reichen bis überreichen und ziemlich regelmäßigen Ertrag, NaturaDB dagegen einen früh einsetzenden, mittelhohen Ertrag mit leichter Alternanzneigung. Zum Schnitt empfiehlt ARCHE NOAH, die Leitäste lang, das Fruchtholz kurz zu schneiden. Angaben zu Endgröße, Lebensdauer und ausdrücklicher Streuobst-/Hochstammeignung fanden sich in den vertrauenswürdigen Quellen nicht; die Robustheit gegenüber Boden und Klima spricht für einen extensiven Anbau, ist aber so nicht belegt.
Geschmacklich gehen die Bewertungen auseinander. Bannier beurteilt die Frucht als säuerlich und ohne Aroma (Geschmacksnote 3–4) und sieht die Sorte vor allem als Wirtschaftsapfel; ARCHE NOAH bezeichnet sie als hauptsächlich für Tafel- und Wirtschaftszwecke geeignet, NaturaDB nennt einen säuerlich-süßen Geschmack mit rosenartiger Würze. Einigkeit besteht darin, dass es ein früher Sommerapfel mit kurzer Haltbarkeit ist: Pflück- und Genussreife fallen praktisch zusammen (nach ARCHE NOAH genussreif vom Baum, im naturkühlen Keller haltbar bis Mitte August), Bannier gibt als Erntezeit den 5. bis 19. August und eine Lagerfähigkeit von etwa zwei Wochen an. Bei Überreife werden die Früchte mehlig (ARCHE NOAH). Damit taugt die Sorte für den sofortigen Frischverzehr und die Küchenverwertung; weitergehende Verwendungsangaben (Most, Dörren, Brennen) sind in den belastbaren Quellen nicht belegt.
Zur Frucht: klein bis mittelgroß und kugelförmig, mit hellgelber Grundfarbe und hell- bis dunkelroter Deckfarbe (Wikipedia); Bannier hebt die schöne dunkelrote Färbung hervor, ARCHE NOAH beschreibt zahlreiche mittelgroße, kastanienbraune, eiförmige Samen. Die Sorte entstand nach Wikipedia in Russland, vermutlich im Wolgagebiet, und wurde 1780 erstmals beschrieben; sie gelangte über Skandinavien um 1816 nach England und von dort um 1840 nach Deutschland, wo Johann Georg Dittrich sie erstmals auf Deutsch beschrieb. Als Synonyme werden Roter Augustapfel, Roter Jakobiapfel und Ernteapfel geführt (Wikipedia) sowie Astracan und Roter astrakanischer Sommerapfel (BUND Lemgo); das in obstdoc geführte Synonym „kaiserlicher Calvill" ließ sich in den geprüften Quellen nicht bestätigen. Historische Beschreibungen und Abbildungen sind über die BUND-Lemgo-Obstsortendatenbank zugänglich (u. a. Engelbrecht „Deutschlands Apfelsorten", Lucas/Oberdieck „Illustriertes Handbuch der Obstkunde", Pomologische Monatshefte, Goethe/Degenkolb/Mertens 1894, Langethal, Lucas „Pomologische Tafeln", Müller-Diemitz u. a. „Deutschlands Obstsorten"); ein modernes Sortenporträt von Jens Meyer (2014) liegt beim Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt vor, dessen Detailtext jedoch nur Mitgliedern zugänglich ist. Grundlage dieser Beschreibung sind vor allem H.-J. Bannier (Bergischer Streuobstwiesenverein), das ARCHE-NOAH-Sortenblatt und Wikipedia nach Hartmann/Fritz.
Quellen: Roter Astrachan – Bergischer Streuobstwiesenverein (H.-J. Bannier) · ARCHE NOAH Sortenblatt „Roter Astrachan“ (PDF) · Sortenbeschreibungen Apfel – ARCHE NOAH · Roter Astrachan – Wikipedia · Roter Astrachan – BUND-Lemgo Obstsortendatenbank · Sortenliste – BUND-Lemgo Obstsortendatenbank · Akzessionen – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Apfel 'Roter Astrachan' – NaturaDB · KOB Bavendorf – Sortendetail Roter Astrachan · Apfel 'Roter Astrachan' – Native Plants (Baumschule) (geringe Verlässlichkeit) · Apfelbaum Roter Astrachan – biobaumversand.de (geringe Verlässlichkeit) · Apfel Roter Astrachan – pflanzmich.de (geringe Verlässlichkeit) · Roter Augustapfel / Astrachan – suedflora.de (geringe Verlässlichkeit)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-27). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Angeblich #selbstfruchtbar Neigt auf feuchtem Boden zu Krebs. Andere sagen, er würde feuchten Untergrund mögen. Nicht verwand oder verschwägert mit Weißer Astrachan.
Mag ich nicht. Schiebt sehr früh die Blüten.
Wuchs anfangs mittelstark bis stark, später nachlassend. Kronen hochkugelig und mittelgroß. Blüte früh bis mittelfrüh. Ertrag mittelfrüh einsetzend und mittelhoch, jedoch sehr standortabhängig. Anfällig für Krebs, Schorf, Spitzendürre und Apfelwickler.
Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Wikipedia (de)
| Baum | treedoc-ID | Bongert | Position | Pflanzjahr | Karte |
|---|---|---|---|---|---|
| 089 | 8TNHuyH | Streuobstplantage Gartenfeld | 2024 | Karte |
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