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Walsche Schnapsbirne

Birne · Pyrus communis Archiv tz0bxxc9wm ↗ Verlauf

Die Walsche Schnapsbirne ist vor allem eine Brennbirne: In der Brennerei gilt sie als Hauptsorte und liefert einen Schnaps, dessen Aroma kräftiger ausfällt als das der Williams Christbirne. Geerntet wird sie von Anfang bis Mitte September. Die Frucht ist robust und stark im Aroma, der Baum wächst breitpyramidal und bildet eine breit ausladende Krone, was ihn für den landschaftsprägenden Streuobstbau geeignet macht. Die Erträge schwanken allerdings von Jahr zu Jahr deutlich.

Herkunft
Südöstlich von Schwäbisch Hall am Rand der Haller Ebene (Baden-Württemberg), Zufallssämling, gefunden von Erich Wahl
Seit
1970
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Wuchsform
aufstrebend pyramidal
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Ende August – Mitte September (08E-09C)
Genussreife
Ende August – Ende September (08E-09E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Brennobst

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Wahlsche Schnapsbirne wächst mittelstark und bildet lockere, aufstrebend pyramidale Kronen; der Klimaanspruch gilt als mittel. Sie ist gesund und zeigt eine relativ hohe Robustheit gegenüber dem Feuerbranderreger – die bayerische Landesanstalt LWG führt sie als feuerbrandtolerant; die Frucht wird zudem als robust und nicht rostanfällig beschrieben. Die Sorte ist breit anbaufähig, wird für den landschaftsprägenden Streuobstbau empfohlen und ist inzwischen in ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus verbreitet. Der Ertrag gilt als schwankend; als Befruchter werden unter anderem Wilde Eierbirne und Sommermuskatellerbirne genannt.

Die Früchte sind sehr aromatisch und saftig, süß, stark im Aroma und arm an Gerbsäure. Überwiegend wird sie als Brennbirne genutzt: Der Brand soll kräftiger im Aroma sein als Williams-Christ-Schnaps; Untersuchungen ergaben deutlich mehr Aromakomponenten als bei der Williamsbirne, Kenner beschreiben ihn als runder, ausgewogener und komplexer. Als reine Mostsorte ist sie nicht geeignet. Während das Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee sie zugleich als ausgesprochen aromatische Tafelbirne (vergleichbar der Williams Christbirne) einstuft, halten andere Quellen sie für den Frischverzehr ungeeignet. Die Pflückreife fällt auf Ende August bis Anfang/Mitte September (Reifetyp früh), die Genussreife reicht bis September.

Die kleinen bis maximal mittelgroßen Früchte sind kugelförmig bis stumpf kegelförmig, nach KOB auch kegel- bis eiförmig; die Grundfarbe ist grünlich- bis weißlichgelb und wird zur Vollreife hellgelb, eine Deckfarbe fehlt nahezu. Die Lentizellen sind zahlreich, braun und groß; Rostfiguren und Rostflecken ziehen sich über die ganze Frucht, in der Kelchgrube verdichtet und um die Stielgrube schwächer. Der Stiel sitzt auf bis ist etwas eingesteckt, die Stielgrube ist wenig ausgeprägt; die Kelchblätter stehen hornartig aufrecht. Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß und feinzellig. Es handelt sich um eine autochthone Birnensorte: ein Zufallssämling, südöstlich von Schwäbisch Hall am Rand der Haller Ebene um 1970 (LWG) bzw. um 1980 (KOB) von Erich Wahl aufgefunden, der die Sorte ihren Namen gab. Sie ist die Patensorte des Kreises Schwäbisch Hall; größere Anbauflächen liegen in Schwaben und der Pfalz. Als Literatur nennt Wikipedia Walter Hartmann: „Die ‚Wahlsche Schnapsbirne‘ – eine interessante Sorte für die Verwertung“, Kleinbrennerei 47 (1995), S. 215–217.

Quellen: LWG Bayern – Sortenschilder 2025: Birnen

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

In der Literatur

Wuchs Mittelstarker und breitpyramidaler Wuchs, schöne Krone, gesund
Ertrag Schwankend
Fruchteigenschaften Unterschiedlich große, rundliche, grüngelbe bei Vollreife hellgelbe Früchte mit gelblich- weißem- feinzelligem Fruchtfleisch, hoch im Zucker gut zum Brennen geeignet
Geschmack Süß, stark im Aroma mit wenig Gerbsäure
Befruchter Z.B. Wilde Eierbirne, Sommermuskatellerbirne
Anbauempfehlung Hauptsorte in der Brennerei , ergibt einen Schnaps der im Aroma kräftiger als die Williams Christbirne ist, für den landschaftsprägenden Streuobstbau, als reine Mostsorte nicht geeignet
Resistenzen Robuste Frucht, nicht Rost empfindlich

Weblinks