Apfel · Malus domestica Archiv x1qh5j50zw ↗ Verlauf
Der Friedberger Bohnapfel aus der Wetterau wurde früh als Massenträger für Mostzwecke empfohlen und eignet sich besonders für die Saft- und Apfelweinherstellung. Die säurebetonte Frucht ohne besonderes Aroma liefert einen kräftigen Most, geerntet wird von Anfang bis Mitte Oktober, genussreif bleibt sie bis Ende Januar. Der Baum ist äußerst vital und widerstandsfähig, bildet hochkugelige, später überhängende Kronen mit weit ausladenden Ästen. Er neigt jedoch zu starker Alternanz: Alle zwei Jahre fällt der Ertrag sehr hoch aus, alte Bäume können 20 bis 40 Zentner tragen.
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| Baum | treedoc-ID | Bongert | Position | Pflanzjahr | Karte |
|---|---|---|---|---|---|
| 016 | m3a64 | Fischbacher Obstwiese | 1/4 | 2025 | Karte |
| 018 | vqz9z | Fischbacher Obstwiese | 1/5 | 2025 | Karte |
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Der Friedberger Bohnapfel wächst stark bis sehr stark und bildet hochkugelige, später überhängende und große Kronen. Die Äste sind gut verzweigt und weit ausladend, das Laub ist groß und gesund. Die Sorte ist allgemein sehr anspruchslos an Boden und Lage sowie äußerst vital und widerstandsfähig. Sie gilt als mehr oder weniger schorffest; lediglich bei großen Früchten besteht eine leichte Neigung zu Stippe. Der Ertrag ist alle zwei Jahre sehr hoch – alte Bäume können 20 bis 40 Zentner tragen, die Sorte zeigt ausgeprägte Alternanz. Die Blüte ist früh. Für große Baumformen und den extensiven Streuobstanbau ist der Friedberger Bohnapfel hervorragend geeignet; er zählt zu den vitalsten und wüchsigsten Streuobstsorten.
Es handelt sich um einen reinen Wirtschafts- und Kelterapfel, nicht um einen Tafelapfel. Das Fruchtfleisch ist nur anfangs saftig, säuerlich betont und ohne besonderes Aroma. Die Saftausbeute ist gut, der Polyphenolgehalt liegt bei etwa 2000 mg/kg. Die Pflückreife fällt in den Zeitraum von Anfang bis Mitte Oktober; genussreif wird der Apfel zwischen November und Januar, wobei er dann nicht mehr besonders schmeckt. Der Friedberger Bohnapfel wurde schon früh als „Massenträger für Mostzwecke“ empfohlen und eignet sich besonders für die Saft- und Apfelweinherstellung.
Die Früchte sind mittelgroß bis groß, meist hochgebaut oder fassförmig, im Querschnitt durch schwache breite Kanten unregelmäßig. Die glatte, trockene Schale zeigt eine grünliche Grundfarbe mit typisch silbriger Strichelung zur Baumreife und wird zur Vollreife gelbgrün; die Deckfarbe ist zur Hälfte dunkelrot gestreift bis verwaschen. Die Frucht ist etwas druckempfindlich. Der Kelch ist mittelgroß und geschlossen, die Kelchgrube flach bis leicht eingesenkt. Die Stielgrube ist tief, eng und durch Wülste zusammengedrückt, der Stiel lang und dünn. Das Fruchtfleisch ist grünlich bis gelblich-weiß, mittelfest und feinzellig. Die Kerne sind teils unvollkommen, länglich und hell kastanienbraun. Die Herkunft der Sorte ist unbekannt, sie dürfte in der Wetterau entstanden sein. Erstmals wurde sie 1908 vom Deutschen Pomologenverein für das Großherzogtum Hessen genannt und in den Obstsortimenten für Oberhessen (1911) und Starkenburg (1915) empfohlen. Ab 1930 wurde sie unter dem Namen Winterprinzenapfel – nicht zu verwechseln mit dem norddeutschen Winterprinzenapfel nach Engelbrecht (1889) – in Süddeutschland verbreitet. Heute kommt sie hauptsächlich in Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz vor. Die Sorte wurde 2022 als Hessische Lokalsorte des Jahres ausgezeichnet.
Nach Steffen Kahl (Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt / Pomologen-Verein, Landesgruppe Hessen).
Quellen: Friedberger Bohnapfel · Broschüre Hessische Lokalsorte 2022 – Friedberger Bohnapfel · Deutsche Genbank Obst – Passport Friedberger Bohnapfel · Friedberger Bohnapfel (Typ des großen Rheinischen ...)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.