obstdoc / Président Roulin
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Président Roulin

Apfel · Malus domestica Archiv xfga35d76c ↗ Verlauf

Herkunft
Gembloux, Belgien
Seit
1912
Wüchsigkeit
schwach bis stark
Ernte
Anfang September (09A-09A)
Genussreife
Anfang Oktober – Ende Dezember (10A-12E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

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Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.

Weitere OSM-Bäume 3

OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
10288469455 Président Roulin Malus domestica 49.57842, 5.69961
10293346277 Président Roulin Malus domestica 49.68299, 5.82537
10691083874 Président Roulin Malus domestica 49.61001, 5.82212

OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.

Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Président Roulin ist ein gesunder, sehr fruchtbarer und leicht zu kultivierender Apfelbaum. Das Wachstum ist kräftig, auf M9 ebenso wie als Hochstamm, und die Sorte eignet sich für alle Erziehungsformen; die Wuchsstärke wird je nach Quelle als schwach bis stark variierend beschrieben. Sie trägt bereits in jungen Jahren und neigt nicht zur Alternanz. Die Blüte ist mittelfrüh, der Baum ist gut winterhart und stellt keine besonderen Bodenansprüche. An Krankheiten ist die Sorte bemerkenswert robust: Sie zeigt nur geringe Anfälligkeit für Schorf, Mehltau und Krebs; eine wissenschaftliche Untersuchung bestätigte eine partielle, polygene und dauerhafte Schorfresistenz, die über 25 Jahre in belgischen Prüfplantagen ohne Fungizideinsatz stabil blieb. Anfällig ist sie dagegen für Monilia; die sehr zarten Früchte verletzen sich leicht und müssen vorsichtig gepflückt und gehandhabt werden, besonders auf schwachen Unterlagen, während Hochstamm-Früchte fester sind. Gegen die Blutlaus ist sie nur sehr gering anfällig.

Die Früchte sind groß, mit weißem, sehr zartem, saftreichem und mehr säuerlichem als süßem Fleisch von geringem Aroma. Die Sorte gilt als zweifach nutzbar, vor allem aber als Küchenapfel: Beim Kochen zerfällt sie rasch zu einer lockeren, würzigen und leicht säuerlichen Kompottmasse, weshalb sie hervorragend für Kompott und Tartes geeignet ist; im belgischen Vergleich gilt sie für Kompott als überlegen gegenüber der traditionellen Sorte Jacques Lebel, ohne deren übermäßigen Saftreichtum. Als Tafelobst ist sie brauchbar, wird aber schnell mehlig. Geerntet wird Ende September, die Genussreife reicht bis etwa Dezember; die Lagerfähigkeit ist damit für eine frühe Sorte beachtlich.

Die Frucht ist groß, kugelig abgeflacht, mit glatter, gewachster Schale von blassem Gelbgrün, auf der besonnten Seite rosa gestreift und verwaschen; im Lager wird sie buttergelb und fettig. Der Stiel ist kurz, in einer kleinen kegelförmigen Höhle. Kelch klein bis mittel, geschlossen, in breiter, flacher, gefalteter Grübe. Die Sorte wurde 1912 von Cyrille Roulin in Gembloux (Belgien) gezüchtet, der damals Vizepräsident und später Präsident der Société Royale Horticole de Gembloux war; er befruchtete die Sorte Joseph de Brichy (nach anderen Angaben Elie Marchal) mit der Sorte Bismarck. Der Name geht auf das Amt des Züchters zurück; sie war in Wallonien weit verbreitet. Die Angaben folgen biodimestica.eu, der Wallonischen Genbank (CRA-W), der Société Royale Horticole de Gembloux und obstgarten.biz.

Quellen: BIODIMESTICA – Président Roulin · Société Royale Horticole de Gembloux – Les pommiers de chez nous · BMC Genomics – partial resistance of 'Président Roulin' against Venturia inaequalis

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3 + deepseek/deepseek-v4-flash, 2026-10-22). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks