Apfel · Malus domestica Archiv yf93xzjx14 ↗ Verlauf
Der Blauacher Wädenswil ist ein Apfel aus dem Thurgau, der seit 1968 bekannt ist. In Untersuchungen der Eidgenössischen Forschungsanstalt in Wädenswil bewies er sich als wertvolle Mostapfelsorte, seine Stärke liegt also in der Verarbeitung zu Most. Dem steht eine hohe Anfälligkeit für Feuerbrand gegenüber, die bei der Standortwahl und der Pflege des Baumes berücksichtigt werden muss.
Wirtschaftsobst Mostobst
Synonyme: EFA-Blauacher
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Der Baum wächst mittel bis stark und bildet eine etwas sparrige, lichte Krone mit langen, kräftigen Trieben; Pomiferous beschreibt den Kronenaufbau als rundlich. Die Blüte öffnet mittelspät bis spät. Die Sorte ist triploid, ein schlechter Pollenspender und nicht selbstfruchtbar; als Befruchter werden unter anderem Liberty, James Grieve, McIntosh, Spartan und Thurgauer Weinapfel genannt. Der Ertrag setzt früh ein und fällt gut und regelmäßig aus. Gegen Schorf ist sie wenig anfällig und zeigt auch nur mittlere Mehltauanfälligkeit; als schwerwiegende Schwäche gilt die hohe Anfälligkeit für Feuerbrand. Als Standort genügen ausreichend feuchte Böden, insgesamt gilt sie als allgemein anbaubar, Frostlagen sollen jedoch gemieden werden; der Klimaanspruch wird als mittel angegeben.
Die Frucht ist in erster Linie Mostapfel, wird aber auch als Wirtschafts- und Tafelapfel genutzt; Kiefer Obstwelt empfiehlt sie als sehr wertvolle Mostapfelsorte. Das Zuckersäureverhältnis ist ausgewogen, der Geschmack fein aromatisch, saftig mit ziemlich viel Zucker und Säure und einem leicht herben Ton bei mildem Aroma; der Saftcharakter wird als süß-säuerlich ("sweet sharp") beschrieben. Geerntet wird etwa ab Mitte/Ende September bis Anfang Oktober (Erntereife September, Reifetyp spät), die Genussreife reicht von September bis Februar — die Früchte lassen sich also lange lagern.
Die Frucht ist mittel bis groß (Höhe rund 65 mm, Durchmesser 70 mm), unregelmäßig kugelig bis hochgebaut geformt und breit berippt. Die Grundfarbe ist grüngelb bis weißlichgrün, die Deckfarbe dunkelrot, purpurrot geflammt mit hellen Punkten. Das grünlichweiße Fleisch ist fest und saftig. Der mittellange, mitteldicke Stiel ragt über die Schultern hinaus; der kleine, geschlossene Kelch sitzt in einer mäßig tiefen, sehr weiten Grube. Die Sorte wurde 1968 in der Mostapfel-Anlage von B. Vonderwahl in Landschlacht im Kanton Thurgau (Schweiz) gefunden und an der Eidgenössischen Forschungsanstalt Wädenswil geprüft, wo sie sich als wertvolle Mostsorte bewährte — daher das Synonym EFA-Blauacher; ferner Blauacher Sämling bzw. Blauacher EFA. Vermutlich geht sie auf den Hessenreuter Blauacher zurück, ist mit dieser Sorte aber nicht identisch. Nach dem Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee wird sie in Deutschland häufig unter dem Namen 'Roter Eiserapfel' verkauft. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem FRUCTUS/Agroscope-Sortenblatt und dem Eintrag der Deutschen Genbank Obst, ergänzt durch Pomiferous und Kiefer Obstwelt.
Quellen: Blauacher Wädenswil – FRUCTUS · Sortenblatt Blauacher Wädenswil (FRUCTUS/Agroscope, PDF) · Deutsche Genbank Obst – Passport Blauacher Wädenswil · Blauacher Wädenswil – Kiefer Obstwelt · Blauacher Wädenswil – Pomiferous · Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee – Sortendetail Blauacher Wädenswil
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Diese Sorte wurde 1968 in der Mostapfel-Anlage von B. Vonderwahl in Landschlacht (Kanton Thurgau) gefunden. Sie bewies sich in Untersuchungen der Eidgenössischen Forschungsanstalt in Wädenswil als wertvolle Mostapfelsorte, ist aber leider hoch anfällig für Feuerbrand. (Fructus)