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Redfree ist eine der ersten schorfresistenten Züchtungen des amerikanischen PRI-Programms und gilt als pflegeleichter Baum für Hausgarten und organischen Obstanbau. Die Wuchskraft wird als mittel bis stark angegeben; die Erstbeschreibung der Züchter nennt die Krone „somewhat upright“ (eher aufrecht), die dänische Anbauprüfung dagegen einen breiten, hoch wachsenden Baum mit überhangenden Ästen. Auffällig ist die Neigung zur Spitzentriebfruchtigkeit (tip-bearing, vergleichbar ‘Cortland’), was für den Schnitt bedeutsam ist. Der Ertrag setzt regelmäßig ein: Die Bäume tragen jährlich mit durchschnittlichem Ertrag, ein Ausdünnen ist meist nicht nötig. Die Früchte sitzen sehr fest am Zweig und fallen kaum vorreif, sodass Windschutz nicht unbedingt erforderlich ist; die Reife ist jedoch ungleichmäßig, sodass mehr als ein Erntedurchgang nötig sein kann. Gesundheitsprägend ist die Feldimmunität gegen Apfelschorf (Vf-Gen aus Malus floribunda 821); nach der Erstbeschreibung ist die Sorte zudem immun gegen den Zedern-Apfelrost (in Nordamerika), mäßig bis gut widerstandsfähig gegen Feuerbrand und Echten Mehltau und reagiert kaum auf die Rote Apfelmilbe. Die deutsche Merkmalsaufnahme bei obstgarten.biz stuft die Mehltauanfälligkeit dagegen als „mäßig bis hoch“ ein. Prüfungen in den USA und Westeuropa bescheinigen eine breite klimatische Anpassung; in Dänemark wurde Redfree 1996 nach zehnjähriger Prüfung als schorfresistenter Gartenapfel zur Pflanzung empfohlen. Veredelt wurde sie erfolgreich auf M 7, M 26 und MM 111; nach pomiferous gehört sie zur frühen Blühgruppe 1, gilt als guter Befruchter und wird mit Winterhärte bis USDA-Zone 4 geführt.
Redfree ist ein Sommer- bis früher Herbst-Tafelapfel: In Indiana reift er etwa 2–3 Wochen vor ‘Prima’, in Neuengland Ende August, in Maine und Dänemark ab Anfang September. Das fest bleibende Fruchtfleisch ist knackig und saftig, der Geschmack mild säuerlich bis fast säurefrei und ausgewogen, mit leicht vinöser Note, Beerenaromen und einer cremigen, vanilligen Süße; einzelne Verkostungen notierten zusätzlich Kirsch- oder Erdbeertöne. Mehrere Quellen betonen, dass Textur und Aroma je nach Standort, Jahr und Fruchtgröße schwanken; ein Neuengland-Anbauer zog nach Verkostungen mit seinen Kunden ‘Williams’ Pride’ deutlich vor und veredelte seine Redfree-Bäume deshalb um. Neben dem Frischverzehr taugt die Frucht für ein cremiges, dickflüssiges, süßes Mus. Für einen Sommerapfel bemerkenswert ist die Lagerfähigkeit: gekühlt bleibt sie bis zu zwei Monate ohne Verlust an Festigkeit und Qualität, bei Zimmertemperatur etwa zwei Wochen; wer zu spät pflückt, erhält schlechteren Geschmack und kürzere Haltbarkeit.
Die Frucht ist mittelgroß, rund bis flachrund und leicht gerippt. Auf hell gelbgrüner bis gelber Grundfarbe bedeckt eine glatte, glänzende, sehr dunkelrote bis kirschrote Deckfarbe 80–90 % der Oberfläche, flächig verwaschen bis leicht gestreift, mit kleinen hellen Lentizellen und einem grünen Hof um den Stiel; die Schale wird stellenweise als stark fettig beschrieben. Der Kelch ist geschlossen, die Kelchgrube zeigt starke Falten, der kurze Stiel sitzt in einer kaum berosteten Grube, die Kernhausachse ist geöffnet, die Kelchhöhle trichterförmig; das hellcremefarbene bis weiße Fleisch ist mittel- bis feinkörnig. Redfree entstand im gemeinsamen Zuchtprogramm der Experimentstationen von Illinois, Indiana und New Jersey (PRI): Der Sämling aus der Kreuzung der schorffreien Selektion PRI 1018-101 (Pollelpartner) mit ‘Raritan’ wurde 1966 in Lafayette (Indiana) gepflanzt, 1971 als Co-op 13 ausgelesen und 1981 unter dem Namen Redfree – „rot“ plus „frei [von Krankheiten]“ – mit Pflanzenpatent #4322 freigegeben. Über Prüfungen in den USA und Westeuropa fand die Sorte u. a. nach Dänemark; im deutschsprachigen Raum wird sie als selten bis lokal verbreitet geführt und in Listen resistenter Kernobstsorten genannt (Obstsorten-Atlas 1996; SLV Baden-Württemberg 2000). Die Beschreibung beruht vor allem auf der Züchtererstbeschreibung (hort.purdue.edu), ergänzt durch die Porträts von Out on a Limb Apples, New England Apples, Sonneruplund und obstgarten.biz.
Quellen: 'Redfree' Apple – PRI / Purdue University (Erstbeschreibung, HortScience 1981) · Breeding Apples for Scab Resistance 1945–1990 (Crosby, Janick et al., PRI/Purdue) · Red Free – Out on a Limb Apples (Maine, USA) · Redfree (2025) – Adam's Apples · Redfree (Red Free) (2009) – Adam's Apples · Red Free (Redfree) (2014) – Adam's Apples · Redfree Apple – Sonneruplund.dk (DK) · RF: Redfree – Pomiferous (Sorteneinzelblad) · Scab-Resistant Apples – University of Vermont (PDF) · Redfree – Salt Spring Apple Company (CA)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Recht lecker.
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