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Ernst Bosch

Apfel · Malus domestica Archiv 9athgrctgm ↗ Verlauf

Ernst Bosch ist ein Apfel, der früh, reich und regelmäßig trägt. Der Baum wächst schwach und neigt zum Vergreisen, gilt aber als stammbildnergeeignet; die diploide Blüte macht ihn auch als Befruchter brauchbar. Das gelbliche Fleisch ist saftig und mildaromatisch mit süßlichem Geschmack, eignet sich roh als Süßapfel und ist als Mostobst zu flach.

Herkunft
Grevenbroich, Rheinland (Deutschland)
Seit
1900
Wuchsform
spitz-pyramidal
Ernte
Ende September – Mitte Oktober (09E-10C)
Blüte
01.04.-31.05.
Genussreife
Anfang Oktober – Ende November (10A-11E)
Wikidata
Q111027
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

#stammbildner

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Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
44sq9 Sortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck E05 2023 Karte

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum wächst schwach und bildet eine spitz-pyramidale Krone; die Äste verzweigen sich dicht und tragen reichlich kurzes Fruchtholz, das Fruchtholz sitzt überwiegend an Kurzspießen. Je nach Erziehungsform erreicht er etwa 2,5–8 m Höhe bei 2–7 m Kronenbreite. Der Ertrag setzt früh ein und fällt hoch und regelmäßig aus; wegen des reichen Behangs sind regelmäßige Schnitte und Behangsregulierung durch Ausdünnen nötig, sonst bleiben die Früchte klein und aromaschwach. Der Baum gilt als sehr widerstandsfähig und robust in Holz und Blatt, ist sehr schorfrobust, nach NaturaDB jedoch stark anfällig für Feuerbrand. Die diploide Blüte öffnet weiß im April/Mai, mittelspät und unempfindlich; die Sorte ist selbststeril (Pollengruppe C) und zugleich ein guter Pollenspender. Das Holz ist winterhart bis rund −28 °C (Klimazone 5). Verlangt werden nährstoffreiche, durchlässige bis humose und feucht bis frische Böden sowie ausreichende Feuchtigkeit; angebaut wird sie an sonnigen bis halbschattigen, geschützten Lagen bis in mittlere Höhenlagen. Nach dem Einwachsen ist der Baum pflegearm, neigt jedoch zum Vergreisen; die Früchte fallen teils schon vor und während der Reife ab. Das Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee empfiehlt die Sorte aufgrund der regelmäßigen, hohen Erträge und des angenehmen Geschmacks für alle kleineren Erziehungsformen im Kleingarten; eine Streuobstseite des Naturschutzes nennt sie einen anspruchslosen und widerstandsfähigen Spätherbstapfel für geschützte Lagen.

Pflückreife ab Ende September bis Mitte Oktober, Genussreife ab Oktober; die Früchte halten bis Ende November, im Kühlhaus etwa zwei Monate. Das gelbliche Fleisch ist saftig, fein und süßlich, mildaromatisch, von angenehm süßweinsäuerlichem bis süßweinigem Geschmack mit ansprechendem Duft. Die Sorte dient vor allem als Tafelapfel — „sehr guter Tafel-, guter Wirtschaftsapfel“, als Tafelapfel mit „**“ (sehr gut) benotet — und eignet sich mäßig zum Backen und für den Most; Pomiferous nennt zusätzlich die Cidergewinnung. Bei zu reichem Behang werden die Früchte kleiner und aromaschwächer.

Die Frucht ist klein bis mittelgroß und unregelmäßig geformt — teils kugelförmig wenig abgeflacht, teils fassförmig — mit schwachen, breiten Kanten und unebener Oberfläche. Die Grundfarbe ist grün- bis zitronengelb, teils mit blasser Orangerötung; die glatte, fettige Schale zeigt auffällige, hell umhöfte Lentizellen sowie häufig Roststernchen und einzelne Rostfiguren. Der mittellange, am Fruchteingang verdickte Stiel sitzt in einer flachen, fein hellgrau berosteten Grube; der kleine Kelch ist geschlossen und steht in einer engen, meist ringförmig berosteten Kelchgrube; das Kernhaus ist groß. Die Sorte wurde zwischen 1890 und 1900 von Diedrich Uhlhorn jun. in Grevenbroich im Rheinland aus 'Manks Apfel' × 'Ananasrenette' gezüchtet und 1908 eingeführt; früher war sie ein sehr geschätzter Herbstapfel. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem Sortenporträt des Kompetenzzentrums Obstbau-Bodensee, ergänzt durch Pomiferous, NaturaDB und das Obstbaummuseum Pfaffenhofen.

Quellen: Ernst Bosch – Sortendatenbank des Kompetenzzentrums Obstbau-Bodensee (KOB Bavendorf) · Ernst Bosch – Pomiferous · Apfel 'Ernst Bosch' – NaturaDB · Ernst Bosch – Naturschutz zum Mitmachen · Ernst Bosch – Obstsortendatenbank (BUND Lemgo) · Apfelbaum Ernst Bosch – Biobaumversand / Bioland Baumschule Pflanzlust

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#stammbildner

Rösrathg / PB-Benhausen

In der Literatur

Reifetyp:

mittel

Verwendung:

Klimaanspruch:

mittel

Synonyme:

Details

Herkunft:

Zwischen 1890 und 1900, von D. Uhlhorn jr. in Grevenbroich gezüchtet. Eltern: ‘Manks Apfel’ x ‘Ananas Renette’

Allgemeine Beurteilung:

Früher sehr geschätzter Herbstapfel, aufgrund seiner regelmäßigen und hohen Erträge und seines angenehmen Geschmacks auch heute noch für alle kleinere Erziehungsformen im Kleingarten empfehlenswert. Die Sorte ist sehr widerstandsfähig, allerdings benötigt sie eine gute Nährstoffversorgung und ausreichend Feuchtigkeit. Die reiche Fruchtbarkeit erfordert regelmäßige Schnitte und Behangsregulierung durch Ausdünnen, sonst kleinere Früchte mit wenig Aroma.

Frucht:

Klein bis mittelgroß. Form insgesamt etwas unregelmäßig, selten ungleichhälftig; teils kugelförmig wenig abgeflacht, teils fassförmig. Oberfläche uneben, mit schwachen breiten Kanten. Grundfarbe grün- bis zitronengelb. Schale glatt, fettig, mit auffälligen blassgrün durchschimmernden, hell umhöften Lentizellen. Stielgrube sehr flach, mittelweit, mit breiten schwachen Kanten, fein hellgrau berostet. Stiel mittellang, am Fruchteingang verdickt. Kelchgrube mitteltief, eng, mit feinen Falten, meist ringförmig berostet. Kelch klein, geschlossen; Blätter mittellang, häufig büschelförmig aufgestellt. Kelchhöhle mitteltief, schmal, trichterförmig. Kernhaus groß; Achse weit geöffnet; Wände nierenförmig, mit schmalen ausgeblühten Rissen. Kerne klein, länglich, kurz zugespitzt. Fleisch gelblich, saftig und mildaromatisch, süßlich.

Baum:

Wächst schwach, bildet spitz-pyramidale Kronen, Äste verzweigen sich dicht und bilden reichlich kurzes Fruchtholz; trägt daher früh, reich und regelmäßig; neigt jedoch zum Vergreisen; diploide Blüte, mittelspät und unempfindlich; robust in Holz und Blatt; verlangt nährstoffreiche Böden.

Besondere Merkmale:

Schale ohne Deckfarbe, meist nur durchscheinende grünliche Lentizellen. Sehr flache, meist unberostete Stielgrube. Kernhausachse weit geöffnet.

Weblinks

Auch bei: Wikipedia (de)