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Gelber Edelapfel

Apfel · Malus domestica Archiv pkfmv74fam ↗ Verlauf

Der Gelbe Edelapfel stammt aus Downham in Norfolk und ist seit etwa 1800 bekannt. Er gilt als pflegeleicht, blüht spät und witterungsunempfindlich und dank seiner Anspruchslosigkeit bis in Höhen- und raue Lagen anbaubar; als diploide Sorte ist er zudem ein guter Pollenspender. Die Früchte reifen von Ende September bis Anfang Oktober und halten sich bis Ende Januar, sind aber nicht windfest und fallen leicht ab; außerdem gilt die Sorte als stark feuerbrandgefährdet.

Herkunft
Downham, Norfolk, England
Seit
1800
Wüchsigkeit
mittel
Wuchsform
breitkugelig
Ernte
Ende September – Anfang Oktober (09E-10A)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
Ende September – Ende Januar (09E-01E)
Wikidata
Q427306
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

Synonyme: Gelber Scheibenapfel, Glasapfel, Glasrenette, Golden Noble, Wachsapfel, Zitronenapfel

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Dokumentierte Bäume (treedoc) 4

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
035 twyke Kalte Berg W-Wiese 11 1988 Karte
A0raoKY Obst-Arboreum Gut Leidenhausen Karte
xfAK1IX Obst-Arboreum Gut Leidenhausen Karte
ku8jv Karte

Weitere OSM-Bäume 3

OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
13279735829 Gelber Edelapfel Malus domestica 49.77873, 10.01338
3313235104 Gelber Edelapfel Malus domestica 49.06746, 8.48020
8518855650 Golden Noble Malus domestica 50.70291, 7.07297

OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.

Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Gelbe Edelapfel wächst in der Jugend kräftig, später mittelstark und bildet eine breitkugelige bis flachkugelige Krone. Altbäume bleiben mittelgroß und erreichen ein hohes Alter, ohne zur Vergreisung zu neigen. Ein charakteristisches Erkennungsmerkmal sind die von der Basis her verkahlenden Jahrestriebe: Die unteren Augen treiben nicht oder nur vereinzelt aus, sodass die Zweige im entlaubten Zustand kahl wirken. Der Baum ist insgesamt robust und widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Auf schweren, nassen Böden zeigt er jedoch eine gewisse Anfälligkeit für Obstbaumkrebs, auf ungeeigneten Standorten auch für Schorf. In geschlossenen Tallagen können Blattschorf und Blutläuse auftreten; zudem gilt die Sorte als stark feuerbrandgefährdet. Die Frostempfindlichkeit von Holz und Blüte ist gering, und die Sorte kann dank ihrer Anspruchslosigkeit bis in Höhenlagen und auch in rauen Lagen angebaut werden. Geeignet sind alle ausreichend nährstoffversorgten, durchlüfteten Böden, auch in kühleren Lagen. Der Ertrag setzt mittelfrüh bis mittelspät ein und ist dann hoch; an Hochstämmen kann sich allerdings ein zweijähriger Ertragsrhythmus einstellen. Die Blüte gilt als witterungsunempfindlich, die Sorte ist diploid und ein guter Pollenspender. Für den Streuobstbau wird sie vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW ausdrücklich empfohlen; für Formobst und Obsthecken ist sie wegen der langen, kahlen Triebe dagegen weniger geeignet. Gut bewährt sie sich als Hoch-, Halb- oder Niederstamm. Nach dem Aufbauschnitt ist nur gelegentliches Auslichten nötig; Verjüngungsschnitte werden erst spät erforderlich.

Der Geschmack ist kräftig weinsäuerlich mit erfrischender, zitronenartig dominierender Säure, teils mit ananasartigem Aroma und nur geringem Zuckergehalt. Der hohe Vitamin-C-Gehalt macht die Frucht für Diabetiker geeignet, der ausgeprägte Säurecharakter schränkt die Tafeleignung jedoch ein. Traditionell wird der Gelbe Edelapfel vor allem als Koch- und Backapfel („Bäckerapfel") geschätzt und eignet sich zudem gut für Most und Saft, gebietsweise auch für die industrielle Verwertung. Die Pflückreife liegt zwischen Ende September und Anfang Oktober, die Genussreife reicht von sofort nach der Ernte bis in den Januar. Im kühlen Naturlager hält sich die Frucht zwei bis drei Monate, unter Kühlbedingungen (2 °C) bis März; aus höheren Lagen ist die Lagerdauer länger. Die Früchte schrumpfen auf dem Lager nicht, sind aber nicht windfest und fallen leicht ab.

Die Frucht ist mittelgroß bis groß (70–90 mm breit, 60–80 mm hoch), flachrund bis plattkugelförmig und von außergewöhnlich regelmäßigem Bau. Die dünne, glatte, glänzende Schale ist einfarbig zitronengelb, auf der Sonnenseite allenfalls goldgelb und bleibt stets ohne Röte. Die flache Kelchgrube zeigt feine Falten und mitunter Fleischperlen; die Stielgrube ist meist deutlich zimtbraun bis bronzefarben berostet. Der Stiel ist kurz und dick, holzig oder fleischig. Das gelblichweiße, feine und saftige Fruchtfleisch ist von weinsäuerlichem Geschmack; das Kernhaus ist hohlachsig. Die Sorte wurde um 1800 als Zufallssämling in Downham (Norfolk, England) gefunden und unter dem Namen Golden Noble verbreitet. In Deutschland war sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Hauptsorte und ist bis heute überregional verbreitet. (Nach H.-J. Bannier, Hans-Thomas Bosch, den historischen Beschreibungen aus „Nach der Arbeit" und „Unsere besten Deutschen Obstsorten" sowie weiteren Quellen.)

Quellen: Gelber Edelapfel – Bergischer Streuobstwiesenverein · Gelber Edelapfel – Wikipedia · Gelber Edelapfel – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Gelber Edelapfel – Nach der Arbeit (Obsttafel Nr. 063) · Gelber Edelapfel – Unsere besten Deutschen Obstsorten (Tafel Nr. 16) · Gelber Edelapfel – 1000 Obstbäume für die Frankenalb · Gelber Edelapfel – Streuobst in Bayern · Gelber Edelapfel – Sortenliste Bitz Streuobst

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Eigene Beobachtungen

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Wikipedia (de)

Bilder aus Wikipedia

File:Cross section of Golden Noble, National Fruit Collection (acc. 1974-407).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:Deutsche Pomologie - Aepfel - 011.jpg
Wilhelm Lauche · Public domain · Commons
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Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
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Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
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File:Gelber Edelapfel Freilichtmuseum Roscheider Hof Frucht Blüte und Knospe H22.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
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Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Gelber Edelapfel Freilichtmuseum Roscheider Hof Frucht H20.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Gelber Edelapfel Freilichtmuseum Roscheider Hof Frucht H21.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Gelber Edelapfel Freilichtmuseum Roscheider Hof Frucht H6.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Gelber Edelapfel Freilichtmuseum Roscheider Hof Frucht H7.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Gelber Edelapfel Freilichtmuseum Roscheider Hof Frucht Knospen H25.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Gelber Edelapfel Freilichtmuseum Roscheider Hof Ganzer Baum H8.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Gelber Edelapfel Freilichtmuseum Roscheider Hof Knospe H5.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Gelber Edelapfel Golden Noble.jpg
Bahnmoeller · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Golden Noble on tree, National Fruit Collection (acc. 1974-407).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:Golden Noble.jpg
Henriette Sjöberg (1842–1915) · Public domain · Commons
File:Malus Gelber Edelapfel 4464.jpg
Sven Teschke · CC BY-SA 3.0 de · Commons
File:Malus-Gelber-Edelapfel.jpg
unbekannt · CC BY-SA 2.0 de · Commons
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Amanda Newton · Public domain · Commons
File:Pomological Watercolor POM00001875.jpg
Schutt, Ellen Isham, 1873-1955 · Public domain · Commons
File:Pomological Watercolor POM00002081.jpg
unbekannt · Public domain · Commons

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