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Gewürzluiken

Apfel · Malus domestica Archiv kywg5qgmqg ↗ Verlauf

Der Gewürzluiken ist ein Apfel aus Nordwürttemberg, der seit 1885 bekannt ist und als robuste Liebhabersorte für Streuobstwiesen gilt. Die mittelgroßen bis großen Früchte sind durch ausgeprägte Kanten gekennzeichnet und werden von Mitte bis Ende Oktober geerntet; nach der Lagerung sind sie von Anfang November bis Ende März genussreif und werden sehr alt. Verwendet wird die Sorte als Tafelapfel und Wirtschaftsapfel, insbesondere zur Mostherstellung. Sie stellt Ansprüche an den Standort: In wärmere Lagen passend, reifen die Früchte in kalten Lagen meist nicht aus und färben nicht durch.

Herkunft
Nordwürttemberg
Seit
1885
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Wuchsform
sehr breit
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Mitte Oktober – Ende Oktober (10C-10E)
Blüte
spät
Genussreife
Anfang November – Ende März (11A-03E)
Wikidata
Q1521061
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst Mostobst Brennobst

#Apfel#langlebig

Synonyme: Gewürzluikenapfel, Gürzluiken

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Dokumentierte Bäume (treedoc) 4

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
33 knRQArA Eiserwarr Karte
9sfj3 Eiserwarr Karte
061 cksgSZc Streuobstplantage Spechtsberg L03 2024 Karte
009 2kjp2 Theresenstraße Garten 2016 Karte

Weitere OSM-Bäume 9

OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
13142908181 Gewürzluiken Malus domestica 49.77729, 10.00745
13153790079 Gewürzluiken Malus domestica 49.77815, 9.99790
13155228385 Gewürzluiken Malus domestica 49.77794, 9.99900
13267388571 Gewürzluiken Malus domestica 49.77791, 10.00900
13424700332 Gürzluiken Malus domestica 50.88936, 7.24852
3313235103 Gewürzluiken Malus domestica 49.06745, 8.48027
4299026049 Gewürzluiken 49.13737, 8.61049
8518855648 Gewürzluiken Malus domestica 50.70310, 7.07298
8518855653 Gewürzluiken Malus domestica 50.70266, 7.07296

OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.

Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Gewürzluiken wächst in der Jugend stark, im Alter mittelstark und bildet eine rundliche, sehr breite und dicht verzweigte Krone mit stark überhängenden Trieben. Obwohl diploid, zählt er zu den größten Apfelbäumen. Die Leitäste streben lang auf und verzweigen sich stark; der Baum bildet viele vorzeitige Triebe. Zum Schnitt gehen die Einschätzungen auseinander: Teils genügen wenige Schnittmaßnahmen, teils wird regelmäßiges Auslichten für befriedigenden Wuchs und bessere Belichtung der dichten Krone empfohlen.

Die Sorte gilt als langlebig, ist aber ausgesprochen holzfrostempfindlich und neigt daher zu Spitzendürre. Gegenüber Schorf, Krebs und Mehltau ist sie je nach Quelle gering bis mittel anfällig; auf nassen Böden steigt die Krebsgefahr. Sie sollte nur in wärmeren bis mittleren Lagen gepflanzt werden; in kühlen Lagen reifen die Früchte nicht aus, färben schlecht und schmecken grasig. An den Boden stellt sie geringe Ansprüche, ein windgeschützter Standort wird empfohlen. Der Ertrag setzt mittelfrüh ein, ist mittelhoch und regelmäßig (nicht alternierend). Die Blüte erscheint spät und langanhaltend, mit viel Rosa in den Blütenblättern; die Sorte eignet sich als Befruchter. Der Laubaustrieb erfolgt sehr spät. Der Baum ist windfest, allerdings drücken sich die Früchte wegen ihres kurzen Stiels bei Wind gegenseitig ab. Für Streuobst und Garten wird die Sorte empfohlen, auch vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW.

Geschmacklich wird der Gewürzluiken als spritzig, fruchtig und frisch mit würzigem Aroma beschrieben; das Fruchtfleisch ist saftig und angenehm säuerlich bis säuerlich-süß – wobei eine Quelle ihn als eher aromenarm einschätzt. Er ist ein guter Tafelapfel und vielseitiger Wirtschaftsapfel: geeignet für Most, Saft (ergibt einen frischen reinsortigen Apfelsaft), zum Backen und zur Saftherstellung. Pflückreif ist er Mitte bis Ende Oktober, genussreif von November bis März; die Lagerfähigkeit beträgt vier bis fünf Monate, allerdings neigt er im Lager etwas zu Schalenbräune.

Die Früchte sind mittelgroß bis groß (100–125 g), meist kegelförmig bis kugelig, oft uneben und fünfkantig, mit gelbgrüner bis gelber Grundfarbe und kräftig karminroter bis dunkelroter, häufig gestreifter oder marmorierter Deckfarbe, zimtfarben berostet. Das Fruchtfleisch ist weiß bis grünlichweiß, etwas grob. Die Sorte ist ein Zufallssämling, vermutlich in Nordwürttemberg entstanden und seit etwa 1885 in ganz Württemberg verbreitet; sie war neben dem Luikenapfel eine der meistgepflanzten Sorten Württembergs. (Nach H.-J. Bannier/Rolf Meyer, KOB Bavendorf, Wikipedia, BOGL sowie der Deutschen Genbank Obst.)

Quellen: Gewürzluiken – Bergischer Streuobstwiesenverein · Gewürzluiken – Wikipedia · Gewürzluiken – BOGL Baden-Württemberg · Gewürzluiken – Deutsche Genbank Obst (Passport-Daten) · Gewürzluiken – Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee (KOB)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Wikipedia (de) · eva & adam — Sortensteckbriefe

Bilder aus Wikipedia

File:Malus Gewürzluiken 4476.jpg
Sven Teschke · CC BY-SA 3.0 de · Commons
File:Apfel 044 Gewuerzluiken (fcm).jpg
Photograph: Frank C. Müller , Frankfurt am Main · CC BY-SA 4.0 · Commons
File:Apfel 046 Gewuerzluiken (fcm).jpg
Photograph: Frank C. Müller , Frankfurt am Main · CC BY-SA 4.0 · Commons
File:BW-1-3 Gewürzluiken (1).jpg
Tragopogon · CC BY 4.0 · Commons
File:Cross section of Gewurzluiken, National Fruit Collection (acc. 1951-175).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:Gewürzluike jm55190.jpg
joergens.mi · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Gewürzluiken (apple) jm179445.jpg
joergens.mi · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Gewürzluiken Tafelapfel.jpg
Bahnmoeller · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Gewürzluikenbaum.jpg
Bonjour35 · CC BY-SA 4.0 · Commons
File:Malus-Gewürzluiken.jpg
Sven Teschke · CC BY-SA 2.0 de · Commons

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