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Henzens Parmäne

Apfel · Malus domestica Archiv 0gt6fq2b1m ↗ Verlauf

Henzens Parmäne ist ein aus Aachen stammender Apfel, der 2016 bei Reutti bei Neu-Ulm wiederentdeckt wurde. Die Sorte gilt als anspruchslos und pflegeleicht, trägt reich und regelmäßig, und der Ertrag des jungen Baumes setzt früh ein. Die Früchte sind klein bis mittelgroß.

Herkunft
Aachen (gezüchtet), Reutti bei Neu-Ulm (Wiederfund 2016)
Wüchsigkeit
mittel

Wirtschaftsobst

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Dokumentierte Bäume (treedoc) 2

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
64mnncJ Sortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck G05 2023 Karte
446 btz5e Streuobstplantage Gartenfeld J12 2026 Karte

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Henzens Parmäne wurde vermutlich Mitte des 19. Jahrhunderts von Oberpfarrer Conrad Henzen (1801–1888) aus der Gegend von Aachen gezüchtet. Die Sorte war historisch vor allem im Rheinland verbreitet, konnte dort aber nicht mehr nachgewiesen werden und galt als verschollen, bis 2016 bei Reutti im Kreis Neu-Ulm ein Baum aufgefunden wurde, dessen Besitzer den Sortennamen aus familiärer Überlieferung noch kannte. Anhand der pomologischen Literatur ließ sich die Echtheit bestätigen. Reiser wurden noch im selben Winter geschnitten und am Kompetenzzentrum für Obstbau Bodensee (KOB) sowie in zwei Erhaltungsgärten im Rheinland gesichert. Im Rheinland selbst scheinen die Züchtungen Henzens keine große Bekanntheit erlangt zu haben und sind später verloren gegangen.

Die eher kleinen Früchte sind wohlschmeckend. Nach Angaben der „Illustrirten Monatshefte für Wein- und Obstbau“ von 1872 sowie dem Baumbesitzer trägt die Sorte reich und regelmäßig. Der Ertrag setzt wahrscheinlich früh ein. Ohne regelmäßige Schnittpflege kann die Sorte zur Kleinfrüchtigkeit neigen.

Ein Aquarell der Sorte von Pfarrer Korbinian Aigner ist überliefert (abgedruckt bei W. Votteler, Verzeichnis der Apfel- und Birnensorten, München 1993). Friedrich Lucas führte die Sorte 1893 in „Die wertvollsten Tafeläpfel und Tafelbirnen“ sowie 1912 in der dritten Auflage von „Die wertvollsten Tafel- und Handelsäpfel“. Auch Hesselmann (1901), Späth (1930) und das LVR-Netzwerk Kulturlandschaft (2017) verzeichnen die Sorte.

Quellen: nach dem Newsletter des Projekts zur Erfassung und Erhaltung alter Apfelsorten (LRA AIC-FDB, 2016) sowie Lucas (1893).

Quellen: Lucas Friedrich – Die wertvollsten Tafeläpfel und Tafelbirnen – Band I Tafeläpfel – Stuttgart 1893 · LVR-Netzwerk Kulturlandschaft – Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt! – 2. Aufl. Köln 2017 · Aigner Korbinian – Äpfel und Birnen – Das Gesamtwerk – Berlin 2013 · Newsletter Erfassung und Erhaltung alter Apfelsorten – LRA AIC-FDB · Späth – Späth-Buch – Berlin 1930 · Hesselmann Carl – Eine Auslese von 50 Apfel- und Birnensorten – Pomologische Monatshefte 1901 · Engelbrecht Th. – Deutschlands Apfelsorten – Braunschweig 1889 · Pomologen-Verein – Flyer Maibiers Parmäne

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

In der Literatur

Conrad Henzen, der als Oberpfarrer in Grevenbroich-Elsen lebte. Dort hatte er eine kleine Baumschule und züchtet Äpfel. Dazu gehörten zum Beispiel die Apfelsorten „Peter Heusgens Goldrenette“ und „Henzens Parmäne“

Haltbarkeit im Naturlager:

bis März

Verwendbarkeit  als Tafelapfel (= T) / Wirtschaftsapfel (= W) in diesen Qualitätsstufen ( * = gut,  ** = sehr gut, *** = ausgezeichnet, ****= hervorragend)

T **

W **

Hervorstechende Sorteneigenschaften:

Anspruchslose, ertragreiche, pflegeleichte Sorte; kleine bis mittelgroße Früchte

Häufigkeit

3

Literatur

LucasTafeläpfel1893

Weblinks