Apfel · Malus domestica Archiv gy06fssrcm ↗ Verlauf
Peter Broich gen. Kaiser Wilhelm ist ein Apfel aus Rommerskirchen-Ramrath im Kreis Neuss, der seit etwa 1830 bekannt ist und 2014 zur Streuobstsorte des Jahres in NRW gewählt wurde. Der Baum wächst stark, wird großkronig und sehr alt; geerntet wird Anfang bis Mitte Oktober, genussreif sind die Früchte nach Lagerung von Dezember bis März. Dem stehen ein später Ertragsbeginn, eine starke Neigung zur Alternanz sowie die Triploidie entgegen, die die Sorte als Befruchter unbrauchbar macht.
Tafelobst Wirtschaftsobst
#langlebig#starkwüchsig#streuobstsorte-des-jahres
Synonyme: Kaiser Wilhelm, Kaiser Willhelm, Kaiser-Wilhelm-Apfel, Peter Broich, Peter Broich (Kaiser Willhelm)
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| Baum | treedoc-ID | Bongert | Position | Pflanzjahr | Karte |
|---|---|---|---|---|---|
| NpZOcRM | Kirchgarten Büßleben | Karte | |||
| qIcPjMv | Obst-Arboreum Gut Leidenhausen | Karte | |||
| 111 | yuXFAcs | Streuobstplantage Gartenfeld | D12 | 2024 | Karte |
| IV | g4SUuD2 | Streuobstplantage Gartenfeld | K13 | Karte | |
| VI | EAVmdWO | Streuobstplantage Gartenfeld | I13 | 1930 | Karte |
| XX | s01nHaY | Streuobstplantage Gartenfeld | K08 | 1930 | Karte |
| 060 | UXq1uap | Streuobstplantage Spechtsberg | K03 | 2024 | Karte |
| 623 | JzTQA5A | Streuobstwiese der Naturschule Aggerbogen | C06 | 1992 | Karte |
| 020 | s7a9u | 2024 | Karte |
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Art | Koordinaten |
|---|---|---|---|
| 11037518516 | Kaiser-Wilhelm-Apfel | 52.48723, 9.29273 | |
| 12978691401 | Kaiser Wilhelm | Malus domestica | 49.77446, 10.00083 |
| 12983920646 | Kaiser Wilhelm | Malus domestica | 49.77469, 10.00269 |
| 13910659303 | 49.40383, 9.54734 | ||
| 13910659311 | 49.40365, 9.54728 | ||
| 4404515498 | Kaiser Wilhelm | Malus domestica | 50.70003, 7.07326 |
| 6501499953 | Kaiser Wilhelm | Malus domestica Borkh. | 48.75716, 9.45698 |
| 8518455858 | Kaiser Wilhelm | Malus domestica | 50.70223, 7.07292 |
| 8522280240 | Kaiser Wilhelm | Malus domestica | 50.70202, 7.07110 |
| 8640914868 | Kaiser Wilhelm | Malus domestica | 50.67778, 7.57990 |
OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.
Der Baum ist starkwüchsig mit mittelsteil bis steil aufrechten Leitästen und bildet große, langlebige, pyramidale bis breitpyramidale, etwas sparrige Kronen. Die Sorte ist triploid und windfest. Gegen Schorf und Mehltau ist sie relativ widerstandsfähig, auf schweren, schlecht durchlüfteten Böden jedoch anfällig für Obstbaumkrebs – im kontinentaleren Klima (z. B. Ostdeutschland) ist das Krebsproblem geringer. Bei jungen Bäumen können die Früchte zu Stippe neigen. Die Sorte ist frosthart und widerstandsfähig gegen Holz- und Blütenfrost, stellt geringe Ansprüche an Boden und Klima und ist für Höhenlagen bis über 600 m geeignet, verlangt aber einen lockeren, gut durchlüfteten Boden. Der Ertrag setzt mittelspät ein, ist später mittelhoch und neigt zur Alternanz. Die Blüte erscheint mittelfrüh und ist beim Aufblühen typisch rosa; als triploide Sorte ist Peter Broich kein geeigneter Befruchter für andere Sorten. Durch ihren starken Wuchs, die Langlebigkeit und Windfestigkeit eignet sie sich gut für Streuobst, Hoch- und Halbstamm.
Der Geschmack ist säuerlich-süß mit einem leichten, an Rosen oder Himbeeren erinnernden Aroma, insgesamt aber eher schlicht und ohne ausgeprägte Würze. Das Fruchtfleisch ist anfangs saftig, wird jedoch nach einigen Wochen Lagerung mürbe, und der Saftgehalt lässt merklich nach. Die Sorte wurde einst vor allem als Tafelapfel geschätzt, empfiehlt sich heute aber besonders als Wirtschaftsapfel für die häusliche Verarbeitung, zum Mosten und zum Kochen (zerfällt gut). Geerntet wird Anfang bis Mitte Oktober; die Genussreife reicht von November/Dezember bis in den Winter hinein (Februar, teils bis April), die Lagerfähigkeit beträgt etwa drei bis fünf Monate.
Die Früchte sind mittelgroß bis groß, variabel kegel- oder kastenförmig bis rundlich. Die Grundfarbe ist gelbgrün bis goldgelb, die Deckfarbe dunkelrot, trüb blutrot bis purpurrötlich, je nach Besonnung von einem Drittel bis nahezu vollständig deckfarbig. Die Stielgrube ist mitteltief bis tief mit typisch zimtbrauner, strahlig auslaufender Berostung. Das Fruchtfleisch ist gelblich-weiß, fest und mittelfeinzellig, das Kernhaus eher klein. Die Sorte wurde um 1830 von Vikar Johann Wilhelm Schumacher in Rommerskirchen-Ramrath (Kreis Neuss) aus Samen gezüchtet und später von Dietrich Uhlhorn jr. verbreitet. 1864 entdeckte der Lehrer Carl Hesselmann einen bereits erwachsenen Baum im Garten von Haus Bürgel und benannte die Sorte 1875 „Kaiser Wilhelm" – ohne zu wissen, dass es sich um Peter Broich handelte. Unter diesem Namen wurde sie deutschlandweit und international bekannt, während sie linksrheinisch weiterhin als Peter Broich vertrieben wurde. Ein molekulargenetischer Vergleich hat die Identität beider Sortennamen inzwischen bestätigt – der ursprüngliche und prioritäre Name ist Peter Broich. (nach H.-J. Bannier, Rolf Meyer, J. Traxler, Engelbrecht u. a.)
Quellen: Peter Broich · Peter Broich – Obsttafel Nr. 355 (Nach der Arbeit) · 523 Kaiser Wilhelm (Engelbrecht) · Kaiser Wilhelm – Obsttafel Nr. 199 (Nach der Arbeit) · Kaiser Wilhelm – Bergischer Streuobstwiesenverein · Historie Kaiser Wilhelm Apfel – BUND Lemgo · Kaiser Wilhelm – Deutsche Genbank Obst · Peter Broich – Biologische Stationen Rheinland (LVR) · Kaiser Wilhelm
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
War Streuobstsorte des Jahres NRW 2014.
#langlebig und #starkwüchsig. #streuobstsorte-des-jahres
Scheinbar hat der Vikar, von dem der Name Peter Broich stammt, den auch schon "fertig gefunden hat". (Hinweis von HPB).
Kommt mit unseren Böden extrem gut zurecht. Sehr grosse, reich tragende altbäume. Hang zur Alternanz.

Verbreitete Streuobstsorte (im Rheinland unter dem Ursprungsnamen 'Peter Broich'). Stark wachsend, breit anbaufähig, auf schweren und staunassen Böden jedoch anfällig für Obstbaumkrebs und Stippe. Später Ertragsbeginn. Braucht gut durchlüfteten Boden.
Die Apfelsorte wurde vom Hoeninger Vikar Johann Wilhelm Schumacher in seiner 1830 in Ramrath gegründeten Baumschule vermutlich aus Harberts Renette gezüchtet5(https://de.m.wikipedia.org/wiki/Peter_Broich#cite_note-5) und später von Diedrich Uhlhorn aus Grevenbroich weiter vermarktet. Sie wurde 1864 als bereits veredelter Baum im Garten von Haus Bürgel in der Urdenbacher Kämpe zwischen Düsseldorf-Urdenbach und Monheim-Baumbergaufgefunden. Der Volksschullehrer und Pomologe Carl Hesselmann (1830–1902) aus Witzhelden (Bergisches Land) ließ den Apfel 1875 Kaiser Wilhelm zur Geschmacksprobe vorlegen, der daraufhin die Verwendung seines Namens für „diesen wahrhaft majestätischen Apfel“ huldvoll genehmigte und sich mit einer gerahmten Fotografie mit eigenhändiger Unterschrift bedankte. 1877 sprach der Deutsche Pomologenverein eine Sortenempfehlung aus, worauf er deutschlandweit verbreitet wurde.6(https://de.m.wikipedia.org/wiki/Peter_Broich#cite_note-6) Aufgrund genetischer Untersuchungen wurde inzwischen festgestellt, dass die Sorte aber schon älter und im Rheinland unter dem Namen Peter Broich bekannt ist, benannt nach einem rheinländischen Pfarrer7(https://de.m.wikipedia.org/wiki/Peter_Broich#cite_note-7) oder von Diedrich Uhlhorn nach einem befreundeten Zuckerfabrikanten.8(https://de.m.wikipedia.org/wiki/Peter_Broich#cite_note-8)9(https://de.m.wikipedia.org/wiki/Peter_Broich#cite_note-9) (Wikipedia)
Baum sehr starkwüchsig und großkronig (triploid), liebt feuchte Böden, eine der häufigsten traditionellen Streuobstsorten. Ursprünglicher Name 'Peter Broich'. Streuobstsorte 2011 (VdGBV Saar-RLP).
Johann Wilhelm Schumacher war eigentlich von Beruf Pfarrer. Seine Baumschule in Ramrath zählte damals zu den besten Baumschulen im Rheinland. Dort züchtete Schumacher über 1000 Obstsorten. Ihm verdanken wir die Apfelsorte „Peter Broich“.
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