Apfel · Malus domestica Archiv 6jkpk4x674 ↗ Verlauf
Der Keulemann ist ein Apfel aus dem Rheinland, der als langlebig gilt und entsprechend alt werden kann. Er wächst langsam und bleibt daher schwachwüchsig, erreicht aber trotzdem eine stattliche Größe. Aufgrund dieser Wuchseigenschaften eignet er sich auch als Stammbildner für andere Sorten. Geerntet wird er im Herbst, gegessen wird er nach entsprechender Lagerung von Anfang Februar bis Ende April.
Wirtschaftsobst Dörrobst Lagerobst
#langlebig#stammbildner
Synonyme: Keuleman, Schafnase
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| Baum | treedoc-ID | Bongert | Position | Pflanzjahr | Karte |
|---|---|---|---|---|---|
| Val39Oz | Sortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck | C07 | 2023 | Karte | |
| 419 | y2pp8 | 2025 | Karte |
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Art | Koordinaten |
|---|---|---|---|
| 11381915195 | Keuleman | Malus domestica | 50.88871, 4.30343 |
| 11381915196 | Keuleman | Malus domestica | 50.88876, 4.30341 |
| 11381915200 | Keuleman | Malus domestica | 50.88878, 4.30329 |
OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.
Der Keulemann wächst mittelstark und bildet feines Holz. Er ist ein ausgesprochener Hochstammapfel: Die niederländische Obstbaubeschreibung nennt ihn ausdrücklich geeignet für Hochstammanpflanzungen, denen er als sehr später Apfel Wert gibt, und er wird allgemein auf Sämlingsunterlagen veredelt. An den Boden stellt er wenig Ansprüche – er gedeiht auf fast jedem für Äpfel geeigneten Grund, zeigt aber eine Vorliebe für schwerere Böden. Die Blüte erscheint spät. Der Ertrag setzt früh ein und kann sehr reich ausfallen; die Sorte neigt jedoch zu Alternanz.
Das grünlichweiße Fruchtfleisch ist fest, ziemlich trocken und grob, im Geschmack säuerlich ohne bestimmtes Aroma; die Fruchtqualität gilt als einfach. Der Wert der Sorte liegt in der guten Lagerfähigkeit, die auch den Handel überzeugt: Die Früchte sind von Januar bis Mai verwendbar. Der Keulemann ist damit ein spätes Wirtschafts- und Lagerobst; die rote Varietät gilt zudem als besonders hübsch im Aussehen.
Die Frucht ist klein bis mittelgroß, ziemlich gleichmäßig geformt und höher als breit. Die Grundfarbe ist grün, bei Reife gelbgrün, auf der Sonnenseite rot gestreift; um den Stiel zeigt sich Berostung, sonst rostartig geäderte Rostfiguren. Eine rote Varietät („Roter Keuleman“) ist ganz dunkelrot gefärbt, mit feinen Rostpunkten und Rostflecken. Der Kelch ist klein und geschlossen und sitzt in einer flachen, unregelmäßig gerippten Kelchgrube; der Stiel ist kurz bis mäßig kurz, dünn und ziemlich tief eingestellt; das Kernhaus ist normal ausgebildet und gut besamt. Die Herkunft der Sorte ist unbekannt; gepflanzt wurde sie früher viel in Südlimburg und später auch in der Mitte der Niederlande, besonders die rote Varietät, während sie in Deutschland zu den lokalen und regionalen Obstsorten des Rheinlands gezählt wird (LVR-Handbuch 2012) und im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt des Pomologen-Vereins unter der Akzession A-3845 mit freigegebener Reiserabgabe erhalten wird. Historische Beschreibungen lieferten u. a. Lijsten/Beeftink (1942), die Rassenlisten von Rietsema (1948, 1954), Vandendael (1954) und Petzold/Vandeborne (1988); Girardin/Ferry führen die Sorte 1993 als „Schafnase, Keulemann“. H.-J. Bannier nennt Keuleman und Roter Keuleman unter den Verwechslungssorten des Bergischen Paafenapfels. Die Beschreibung beruht im Wesentlichen auf dem Sortentext der niederländischen Fruitteelt (Bibliothek Wageningen).
Quellen: Girardin/Ferry: Pommes d'Alsace et des Vosges (Mulhouse 1993) · Lijsten/Beeftink: Nederlandsche Fruitsoorten (Arnhem 1942)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Langlebig, Groß, schwere Böden. Wächst nicht so schnell, wird aber groß. Gibt es bei aatreeshop.