Birne · Pyrus communis Archiv dmqkwy8t68 ↗ Verlauf
Clapps Liebling gilt als eine der besten Sommertafelbirnen und stammt aus Dorchester in Massachusetts, wo sie seit 1860 bekannt ist. Die mittelgroßen bis großen Früchte werden Ende Juli bis Anfang August gepflückt und sind nach kurzer Lagerung von Anfang August bis Anfang September genussreif. Der Anbau reicht bis in mittlere Höhen- und Mittelgebirgslagen. Gegen Feuerbrand ist die Sorte stark anfällig, für Schorf gering; von Neupflanzungen wird abgeraten.
Synonyme: Clapp's Favorite, Clapp's Favourite, Clapps Liebling Lauche
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| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Art | Koordinaten |
|---|---|---|---|
| 11835304857 | Clapps Liebling | Pyrus communis | 52.89256, 9.19652 |
OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.
Clapps Liebling ist starkwüchsig und baut zunächst steil aufstrebende, später breit-pyramidale Kronen auf; mit zunehmendem Ertragsalter neigen die Fruchtäste zum Überhängen, sodass regelmäßiger Rückschnitt nötig ist. Der Baum gilt insgesamt als robust und gesund – das Laub ist wenig pilzanfällig –, zeigt aber nach neueren Beobachtungen eine erhöhte Anfälligkeit für Schorf, Fruchtmonilia und Sonnenbrand (sowohl an Früchten als auch an der Rinde). Gegen Feuerbrand ist die Sorte stark anfällig; die Holzfrosthärte ist nur mäßig. Auf schweren, tonigen Böden versagt sie; sie verlangt einen kräftigen, nicht zu schweren, eher warmen und feuchten Boden und kommt auch mit leichteren Böden zurecht. Breit anbaufähig ist sie bis in mittlere Höhenlagen; der großen Früchte wegen ist Windschutz zu empfehlen. Der Ertrag setzt früh bis mittelfrüh ein, ist dann hoch und regelmäßig. Die Blütezeit ist mittelspät; die Blüte gilt als hart (wenig spätfrostgefährdet). Clapps Liebling wurde früher auch als Stammbildner in der Baumschule verwendet; auf Quitte gedeiht sie nicht überall zuverlässig und ist dort oft kurzlebig – besser ist die Veredlung auf Sämling oder mit Zwischenveredlung. Sie eignet sich für Hoch-, Halb- und Niederstamm sowie für Spalier (auch an Nordwänden) und ist für Garten, Streuobstwiese und als Straßenbaum gut geeignet. Es existiert die rotschalige Mutante 'Starkcrimson'.
Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß, sehr saftig, voll schmelzend, süß mit feiner Säure und angenehmer Würze – ein delikater, wenngleich nicht hocharomatischer Geschmack. Bei Überreife wird es rasch teigig. Die Früchte müssen hartreif etwa 5–10 Tage vor der Genussreife geerntet werden und sind bis dahin windfest; die Baumreife liegt Mitte bis Ende August, die Genussreife von Ende August bis Anfang September. Die Lagerfähigkeit beträgt nur etwa zwei Wochen. Clapps Liebling ist die erste großfrüchtige Frühbirne des Jahres und wird vor allem als Tafelobst frisch verzehrt, eignet sich aber auch gut für Saft, zum Einlegen und für die Küche.
Die Frucht ist mittelgroß bis groß (etwa 9 cm hoch, 7,5 cm breit), regelmäßig birnenförmig, dickbauchig, kelchseits meist deutlich abgeplattet. Der kräftige, dicke, kurze Stiel (1–1,5 cm) sitzt in einer deutlichen, oft etwas schief gedrückten Stielgrube. Der Kelch ist offen oder halboffen; die Kelchgrube flach und schwach faltig. Die dünne, glatte, glänzende Schale ist am Baum hellgrün und wird in der Vollreife zitronengelb; die Sonnenseite ist bis zur Hälfte kräftig ziegelrot bis orangerot (teils streifig) gefärbt. Um Kelch und Stiel ist die Frucht schwach berostet; Lentizellen sind fein und unauffällig. Herkunft: ein Zufallssämling, um 1860 von Thaddeus Clapp in Dorchester, Massachusetts (USA) aus Samen der Holzfarbigen Butterbirne gezogen; der genetische Fingerabdruck bestätigt die Kreuzung Holzfarbige Butterbirne × Williams Christ. Erstbeschreibung 1869 durch Downing als 'Clapp's Favorite'; in Deutschland 1873 von Oberdieck eingeführt und benannt. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie zur Standardsorte; heute ist sie aus dem Erwerbsobstbau weitgehend verschwunden, im Streuobst, an Straßen und in Hausgärten aber noch regelmäßig anzutreffen. Nach Jens Meyer (obstsortenerhalt.de), Jan Bade (bergischer-streuobstwiesenverein.de), BOGL sowie den historischen Beschreibungen aus „Nach der Arbeit" und „Unsere besten Deutschen Obstsorten".
Quellen: Clapps Liebling – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Clapps Liebling – Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. · Clapps Liebling – BOGL Baden-Württemberg · Clapps Liebling – Wikipedia · Clapps Liebling – Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft · Clapps Liebling – Obstsortendatenbank BUND Lemgo · Clapps Liebling – Nach der Arbeit (1935–1956) · Clapps Liebling – Unsere besten Deutschen Obstsorten (ca. 1930) · Clapps Liebling: Anbau, Ernte & Geschmack – Plantura
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Gering anfällig gegen Gitterrost Stark anfällig gegen Feuerbrand. Eine der besten Sommertafelbirnen. #stammbildner
#nicht-mehr-pflanzen sagt Jan Bade.
Keine typische Streuobstsorte, ehr Hausgarten. Früh reif, große, leuchtend gefärbte Frucht - dadurch eine wertvolle Frühbirne für den Frischverzehr. Baumreif Anfang bis Mitte August, sollte dann maximal 14 Tage gekühlt gelagert werden, bis sie verzehrt wird. Sind auch zum Einkochen geeignet. Baum starkwüchsig mit steilen und wenig verzweigten Leitästen. Typisch sind dicke, dunkelbraune Jahrestriebe mit gestauchten Internodien. Relativ robust gegen Schorf. Geschmacklich nicht hervorragend aber zuverlässige Erträge und positive Fruchteigenschaften, deswegen für Selbstversorger gut geeignet. (Äpfel und Birnen aus Luxembourg)
Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Essbarer Naturpark — Sortenporträts · Wikipedia (de)
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